Startfurioso von Volley Näfels in Colombier
Volley Näfels gewinnt gegen Aufsteiger Colombier Volley am Neuenburgersee in einem stimmungsvollen Spiel mit 3:1 (25:9, 23:25, 25:15, 25:19). Im ersten Satz lässt Näfels dem Gegner keine Chance, kann diesen Level aber nicht halten.
Ausgangslage
In der sechsten Runde trat Volley Näfels zum dritten Mal gegen einen Aufsteiger an. Gastgeber war Colombier Volley. Die Neuenburger hatten bisher nur den Sieg gegen Sursee auf dem Konto. Näfels dagegen verlor erst einmal – in Schönenwerd gegen den amtierenden Meister, die anderen vier Spiele gewannen sie alle deutlich.
Der Spielverlauf
Einen Satz wie am Samstag gegen Colombier hat Näfels bisher selten gezeigt. Schnell, kompromisslos und clever spielten die Glarner das Heimteam schwindlig. 25:9 hiess es am Ende. Colombiers Coach Cacchiarelli missfiel diese Klatsche. Seine Worte ans Team in der Satzpause waren unüberhorbar. Die Standpauke wirkte. Colombier war danach nicht wieder zu erkennen. Im zweiten Satz waren Spiel und Score völlig ausgeglichen. Das Team von Captain Joël Brüschweiler führte 15:12, geriet danach aber mit 20:22 in Rücklage. Dann folgten die Minuten des Aufsteigers. Im Finale trumpften sie gross auf, wehrten die Angriffe der Glarner ab, punkteten und begeisterten die vielen Zuschauer. Colombiers beherzter Kampf wurde mit dem 25:23 Satzgewinn belohnt.
Der dritte Satz war nur zu Beginn ausgeglichen. Dann zog Näfels davon. Gute Services und starke Blocks führten am Ende zum eindeutigen 25:15. Der vierte Satz lebte mehrheitlich von schönen Punkten beider Teams. Colombier liess sich bis Satzmitte nicht distanzieren. Danach war es - wie schon oft in dieser Saison - eine Näfelser Serviceserie, die den Gegner unter Dauerdruck setzte. Die Glarner sicherten sich den Satz mit 25:19. Den Matchball verwertete Jonas Peter, der nach mehrwöchiger Pause erstmals wieder spielen konnte, nicht als Libero, sondern mit Kurzeinsätzen auf Annahme/Aussen.
Stimmen zum Spiel
Zur Frage, was nach dem traumhaften Startsatz passierte, sagte Christian Bartholet: «Colombier machte weniger Fehler, wir dagegen verschenkten den einen oder anderen Ball auf dumme Weise und schon erwachte das Publikum und machte Stimmung. Colombier spielte super, während wir unsere Chancen nicht mehr so konsequent nutzten.» Am Ende waren aber alle Näfelser glücklich, auch Coach Verdi, obwohl es nicht ihr bestes Spiel gewesen sei.
Fazit
Zu Beginn überfuhren die Glarner den Aufsteiger richtiggehend. Danach schraubten sie etwas zurück, während die Neuenburger einen Steigerungslauf hinlegten. Näfels hätte um etwa zehn Prozent nachgelassen, während Colombier um zwanzig Prozent zulegte, meinte Christian Bartholet zu diesem Umstand. Trotz dessen hat die Mannschaft von Coach Ignacio Verdi, der alle zwölf Spieler einsetzte und nur ein Time-out verlangte, die Erwartungen erfüllt.
Zur Fotogalerie:
Matchtelegramm
Colombier Volley - Volley Näfels: 1:3 (9:25, 25:23, 15:25, 19:25)
Centre scolaire des Mûriers, Colombier. – Spieldauer: 87 Minuten.
SR: Jungen, Sigrist
Colombier Volley:
Startformation: Briquet (Passeur, 0 Punkte), Brüschweiler (Captain, 12), Brunner (Libero), Boon (3), Maulat (10), Di Chello (4), Rossignol (7)
Einwechslungen: Blunier (Libero), Del Pedro (4), Künzli (1), Paratte (4)
Headcoach: Matteo Cacchiarelli
Volley Näfels:
Startformation: Chancy (Passeur), Nikolov (Captain, 7), Broch (Libero), Corzo (24), Giustiniano (12), Bartholet (14), Campbell (10)
Einwechslungen: Schwitter, Schmid (1), Peter (2), Bogdanovski, Jucker
Headcoach: Ignacio Verdi
Assistant Coach: Álvaro Jurado






























































































