Start in die neue Saison gegen die Dragons aus Lugano
Am Samstag ab 18.30 Uhr erfolgt der Start in die neue NLA-Meisterschaft mit dem ersten Heimspiel in der linth arena gegen die Dragons von Pallavolo Lugano. Damit ist die seit mehr als einem Monat dauernde Vorbereitungsphase abgeschlossen und von nun an geht es wieder um Meisterschaftspunkte.
Bild: rkk-Captain Andy Sutter hält hier nicht etwa eine Landsgemeinderede, nein er stellt sich den Fragen seiner Fans im Marché bei der Mannschaftspräsentation
Einiges gemeinsam
Vorerst haben die beiden Gegner drei klar erkannbare Gemeinsamkeiten. Erstens sind beide Mannschaften stark verändert, zweitens wollen sowohl Glarner wie auch Tessiner damit ihr schlechtes Abschneiden aus der letzten Meisterschaft vergessen machen und drittens setzen beide Teams auf neue Trainer. Dario Betello macht seinem italienischen Kollegen Roberto Malpeli (33) Platz und Edwin Benne wurde bei Näfels ersetzt durch Léo Carvalho aus Brasilien.
Wann platzt der Knoten bei den Tessinern?
Die Luganesi starten in ihre nunmehr bereits vierte Saison in der NLA, dies seit ihrem Wiederaufstieg Ende Saison 04/05. Eigentlich hat man von diesem Klub seither erwartet, dass es ihm gelingt, sich in den besten vier Mannschaften des Landes zu etablieren, doch bisher gab es eher Enttäuschungen bei den Südschweizern. Auch letzte Saison mussten sie sich gegen den damaligen Aufsteiger Martigny noch kräftig gegen den Abstieg wehren. Immer standen bei den Ticinesi zahlreiche Ausländer im Team, so auch in diesem Jahr. Die sechs Ausländer kommen aus Brasilien, China, Kanada, England und Italien. Einzig Mittelblocker Caio hat es von den letztjährigen Ausländern geschafft, im Team zu bleiben.
Am Supercup belegte PV Lugano den 6. Platz. Im Spiel gegen Münsingen lagen die Volleyballer aus dem Ticino mit zwei Sätzen vorn, ehe sie noch hinnehmen mussten von den Aaretalern aus Münsingen überflügelt zu werden. Diese gewannen das Tiebreak denkbar knapp mit 15:13. Dies war eigentlich eine Überraschung, denn Münsingen trat stark ersatzgeschwächt an. Ohne Jonas Weingart und die beiden Mexikaner war die Gerson-Truppe bestimmt noch weit von ihrem Leistungszenit entfernt und trotzdem konnten sie die Dragons schlagen.
Lugano schlägt Näfels am Supercup
Das selbe kann man aber über SEAT Volley Näfels nicht berichten. Denn im Gruppenspiel am Samstag gelang Lugano ein 2:0 Sieg, wobei vor allem der erste Satz sehr knapp mit 23:25 ins Tessin ging. Die Umstände bei dieser Niederlage der Glarner waren aber etwas speziell und so kann man nicht einfach daraus schliessen, dass die Luganesi besser sind. Diagonalangreifer Liu Chong fiel in Lausanne verletztungsbedingt früh aus und so musste Spielertrainer Malpeli umstellen, genauso wie es auch sein Kollege bei Näfels tun musste. Durch die Absenz von Bruno Resende, dem neuen Näfelser Diagonalspieler kam auf dieser Position Fabian Brander zum Einsatz und fühlte sich sichtlich wohl in seiner Aufgabe. Trotzdem muss man davon ausgehen, dass Resende noch mehr Druck im Angriff entwickeln wird, als dies Brander getan hat. Seine Oberschenkelverletzung ist schon fast ausgeheilt. Natürlich brennt der Brasilianer darauf, nun endlich auch zeigen zu können wozu er fähig ist, wird dies aber nur tun dürfen wenn Teamarzt, Dr. Slongo sowie der Trainer ebenfalls ihr OK geben zu seinem Einstand im Näfelser Trikot.
Lugano macht auf Understatement
Auftaktspiele sind immer eher untypisch. Das Zusammenspiel klappt noch nicht so wie später in der Meisterschaft und deshalb ist auch der Faktor Glück nie zu unterschätzen. Jede Mannschaft will mit dem rechten Fuss voraus in den nun bis März 2009 dauernden Wettbewerb starten. Mal sehen welchem der beiden Neuen auf dem Trainerposten es besser gelingt, sein Team auf die Spielweise des Gegners einzustellen. Die Luganesi rechnen nach ihrem Sieg im Supercup über SEAT Volley Näfels damit, dass diese nur so darauf brennen Revanche für ihre Niederlage zu nehmen. Sie sagen auch von sich selbst, dass sie nur Aussenseiter und Spielverderber sein werden gegen das Quartett Lausanne UC, CS Chênois, TV Amriswil und Näfels, aber mit den vielen Ausländern im Team glaubt man ihnen das nicht so recht. Dieses Aufrüsten bedeutet zweifelsfrei, dass auch sie es nun endlich wissen wollen und mindestens insgeheim schon damit rechnen, es diesmal endlich in die Playoff-Halbfinals zu schaffen. Obwohl die Vorrunde mit 14 Spielen recht lang ist, kann jeder der beiden Teams bereits am Samstag einen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung tun. Zwei Punkte sind zu vergeben und für das Siegerteam auch die Gewissheit, gut in die Meisterschaft gestartet zu sein. Wer das sein wird, steht überhaupt nirgends geschrieben. Es gibt zwischen SEAT Volley Näfels und Pallavolo Lugano in diesem Spiel keinen Favoriten. Eigentlich eine gute Gelegenheit, sich vor Ort und selbst anzusehen, wer das bessere Ende für sich behält.



























































































