Sich mit speziellen Übungen den Siegeswillen aneignen
Nachdem die Näfelser im Heimspiel gegen Lausanne UC Konstanz und Kampfgeist vermissen liessen möchten sie sich nun bei Chênois revanchieren – auch für die Niederlage in der Hinrunde.
Bei der 1:3-Niederlage gegen Lausanne UC am vergangenen Sonntag liessen die Näfelser den Kampfgeist vermissen. Trotz sehr starken Leistungen im Training war das Team von Oskar Kaczmarczyk zu inkonstant, um für Lausanne eine wirkliche Bedrohung darzustellen. Nun heisst es aber Blick nach vorne. Die Rückrunde geht weiter und darauf folgt die wichtigste Phase der Meisterschaft – die Play-offs.
Geduldiges Chênois
In der Hinrunde trat Chênois in der Lintharena stark und geduldig auf und siegte 3:1. Das Team um Coach Carlos Carreno Cejude produzierte kaum Eigenfehler und wartete, bis sich das heimische Team ins eigene Fleisch schnitt. «Nun gilt es, die Chancen selbst zu packen und bei Gelegenheit zu nutzen. Nur so können wir die Genfer schlagen», meint der Näfelser Trainer Kaczmarczyk.Näfels darf nicht auf Fehler der Gegner warten, sondern muss die Punkte selbst erzwingen.
Chênois befindet sich zurzeit auf dem 3.Tabellenrang und liegt einen Punkt vor Lausanne und fünf vor dem siebtplatzierten Näfels. Doch das Mittelfeld ist sehr eng gestapelt. Bis zu den Play-offs kann sich noch viel verändern. Und wie Kaczmarczyk in der Vergangenheit immer wieder betonte, erst ab den Play-offs gilt es wirklich ernst. Er will sein Team auf die wichtigste Phase der Saison vorbereiten. Deshalb spielen Zwischenränge keine grosse Rolle, sondern vielmehr der Lerneffekt aus jedem Spiel.
Trotzdem sind drei Punkte das klare Ziel in Genf. Näfels will das Gewinnen lernen und sich dabei in der Tabelle weiter nach vorne arbeiten. Fortschritt habe erste Priorität, sagte der polnische Trainer von Näfels im Interview mit dieser Zeitung, doch sein zuletzt von Verletzungen geplagtes Team ist bereit und sollte das Spiel in Genf gewinnen können. Inzwischen sind alle Spieler wieder fast einhundertprozentig einsatzbereit und heiss auf das nächste Spiel.
Umstellungen im Training
Nach den vergangenen zwei Partien wurden im Trainingsbetrieb einige Änderungen vorgenommen. Um den Kampfgeist der Truppe um Topskorer Taavi Nömmistu wieder anzuregen, wurden einige Übungen verändert, in der Hoffnung, dass die Mannschaft wieder den gewohnten Siegeswillen zeigen kann.
In der Hinrunde servierten die Näfelser sehr stark. Die Annahmestatistik zeigte ihnen ein doppelt so gutes Ergebnis an wie bei den Genfern. Doch das Block- und Verteidigungssystem rund um Abwehrchef Etienne Hagenbuch war noch nicht gut eingespielt. Zu oft konnte Chênois auch aus schlechten Highball-Situationen den Block anspielen und damit die Punkte gewinnen.
Bestes Abwehrteam werden
«Diese zwei Komponenten, auf die der Trainerstab sehr viel Wert legt, harmonieren inzwischen sehr viel besser», meint Assistenzcoach Marco Gygli. Das langfristige Ziel von Oskar Kaczmarczyk ist, einmal das beste Abwehrteam der Schweiz zu sein. Nun gilt es die langen Rallies mit diesen Verbesserungen zu gewinnen. Falls sein Team die Chancen aus der Abwehr nutzt und am Block nicht mehr wie im Hinrundenspiel als Hilfe für die Gegner dasteht, ist der Pole sehr zuversichtlich für das Spiel in Genf.
Assistenzcoach Gygli meint zudem, dass Näfels den Gegner bestimmt nicht mehr unterschätzen wird. Ausserdem glaubt er daran, dass die Näfelser am Samstag noch besser aufschlagen können als in der Hinrunde. Im Service sieht er eine der grössten Verbesserungen im Vergleich zum Saisonanfang. Aber auch die allgemeine Abstimmung habe sich deutlich verbessert, betont der ehemalige Schweizer-Nati-Captain.
«Wir müssen mit einem Killerinstinkt in die Westschweiz fahren», erklärt Kaczmarczyk. In der Hinrunde hätte sein Team oft das Gefühl gehabt, das Spiel zu kontrollieren, obwohl dies nicht der Fall war. «Jetzt gilt es, das umzudrehen und das Spiel nach Näfelser Regeln zu bestimmen.»

Keine gute Erinnerungen: biogas volley näfels trat nach dem Auftaktseig bei LUC guten Mutes zum ersten Heimspiel der Saison gegen Chênois Genève Volleyball an, doch nach dem 1:3 gab’s am Ende die grosse Ernüchterung

Klare Vorstellung: Trainer Oskar Kaczmarczyk weiss genau, wie sein Team spielen muss und Fortschritte machen kann

Besser machen: Im Hinspiel gegen Chênois war das Block- und Verteidigungssystem noch nicht eingespielt, was es die Aufgabe für die Gäste aus Genf wesentlich vereinfachte

Vermisste Qualität: Zuletzt liess Näfels‘ Kampfgeist Fragen aufkommen…

Zwei Welten: Was die Aebli-Truppe im Training regelmässig auszeichnet, gelingt in den Ernstkämpfen phasenweise weit weniger. Begeisterungsausbrüche werden so zur Rarität, vor allem jeweils am Ende der Sätze


























































































