Serie gerissen: Näfels verliert erstmals in dieser Saison
Volley Näfels wollte seine Siegesserie aus den ersten vier Spielen gegen Volley Amriswil weiterführen. Die Glarner mussten sich jedoch dem letztjährigen Triple-Gewinner und klaren Titelanwärter geschlagen geben.
Wenn man nach Amriswil fährt, ist man in den letzten paar Jahren nie wirklich Favorit gewesen. Dieses Jahr hat Amriswil jedoch einen kleinen Fehlstart erlitten und neben der Niederlage im Supercup gegen Schönenwerd auch bereits zwei der vier Saisonspiele, wiederum gegen Schönenwerd und Jona, verloren. Allerdings konnten die Näfelser am Mittwoch gegen eben dieses Jona eine starke Leistung zeigen und einen 3:1-Sieg einfahren. Somit war für die bislang ungeschlagenen Glarner klar, dass ein Sieg gegen Amriswil realistisch sein könnte.
Verteidigung als Markenzeichen
Von Anfang an zeigte die Mannschaft eine gute Moral in der Verteidigung und wehrte die wuchtigen Angriffe der Munis spektakulär ab. Vor allem Peter konnte einige spektakuläre Aktionen zeigen und Näfels konnte sich somit bereits früh mit 8:4 absetzen. Volley Amriswil fand jedoch schnell zurück. Es etablierte sich ein Spiel auf Augenhöhe und es gab lange Ballwechsel, die von beiden Seiten gewonnen werden konnten. Der Punktestand blieb dementsprechend lange ausgeglichen. Durch einen Fehlentscheid und einen direkt anschliessenden Angriffsfehler konnte sich Amriswil dann gegen Ende des ersten Satzes entscheidend absetzen. Servicejoker Jukic konnte mit zwei Breaks den letzten Hieb setzen, sodass der Satz mit 25:20 an die Thurgauer ging.
Der zweite Satz verlief ähnlich und dem Publikum wurde eine spannende Partie geboten. Bei guter Annahme konnte Zuspieler Vazquez mit den Mittelblockern schnelle Kombinationen spielen und Diagonalangreifer Cabanas liess auch immer wieder durchblicken, warum er zurecht das Top-Scorer-Shirt trägt. Näfels hatte zu Beginn der Schlussphase die Nase etwas vorne, führte mit 20:18 und hatte sogar zwei Angriffsmöglichkeiten, um mit drei Punkten in Führung zu gehen. Diese konnten jedoch nicht genutzt werden. Danach glitt auch dieser Satz aus den Händen, da die Näfelser dem gewaltigen Servicedruck nicht mehr standhalten konnten. Sie verloren mit 25:21.
Es waren Kleinigkeiten, die den Unterschied machten
Nach der zehnminütigen Satzpause versuchte Volley Näfels, nochmals in Fahrt zu kommen, geriet jedoch früh mit vier Punkten in Rückstand. Trainer Verdi brachte mit Bogdanovski frischen Wind ins Team und so konnte die Mannschaft nochmals herankommen. Amriswil liess jedoch nichts mehr anbrennen und spielte sein gewohnt souveränes Spiel. Hervorzuheben sind die vielen Blocktouches, die zu vielen Breaks verhalfen. Aus den entschärften Bällen konnten sich die Amriswiler oft in gute Angriffsituationen bringen, die sie dann auch kaltschnäuzig lösten. Genau das Gegenteil war bei Näfels der Fall: Zwar zeigten sie super Verteidigungen, konnten daraus jedoch weniger Punkte generieren. Ausserdem muss erwähnt werden, dass die Amriswiler beim Service deutlich stärker waren und mit sieben direkten Assen gegenüber null der Näfelser eindeutig einen besseren Job gemacht haben. Am Ende musste sich die junge Mannschaft mit 25:21 geschlagen geben.
Die nächste Runde findet am kommenden Samstag statt, wo mit Schönenwerd ein weiterer Topgegner auf sie wartet. Vor heimischem Publikum in der Lintharena hätten die Näfelser sicher eine gute Gelegenheit, sich die nächsten Punkte zu schnappen.
Matchtelegramm
Volley Amriswil - Volley Näfels 3:0 (25:20, 25:21, 25:21)
Tellenfeld, Amriswil. – Spieldauer: 73 Minuten.
Schiedsrichter: Hefti, Tobler

Volley Amriswil – Volley Näfels 3:0 (25:20, 25:21, 25:21)

Immer wieder stand Näfels ‘ Angreifern ein mächtiger Amriswiler Block gegenüber

Pablo Cabañas war mit 18 Punkten der erfolgreichste Angreifer des Spiels und wurde als Best Player von Näfels ausgezeichnet

Nathan Broch mit Cleverness zum Punkt

Die starken Services der Hausherren brachten Näfels Annahme immer wieder in Bedrängnis

Mit letztem Einsatz kommt Passeur Ezequiel Vazquez noch an diesen Ball

Mittelblocker Joachim Hesselholt mit Defensivqualitäten – unter den Augen von Libero Jonas Peter und Coach Nacho Verdi

Enttäuschung nach dem Spiel gegen den Meister


























































































