Sonntag, 9. November 2008; 23:05
Allgemein

SEAT Volley Näfels weiter auf Platz 3

Von: Rolando K. Küng

Zum Abschluss der Vorrunde holt SEAT Volley Näfels gegen Aufsteiger Andwil-Arnegg mit einem 3:0 Sieg die zwei geplanten Punkte. Das Spiel war geprägt von vielen Eigenfehlern. Der dritte Vorrundenplatz ist das Maximum was die Näfelser Volleyballer bisher herausholen konnten.

Ohne Captain Andy Sutter, welcher sich seit drei Wochen mit Schmerzen in den Hüften herumschlägt und nächste Woche eine MRI-Untersuchung machen wird um die Ursachen ausfindig zu machen und ebenfalls ohne Diagonalangreifer Bruno Amorim, erspielte sich Näfels einen Sieg ohne Satzverlust. Dank dieser erfreulichen Tatsache steht also SEAT Volley Näfels punkgleich, aber mit besseren Satzverhältnis noch vor Lausanne UC auf dem dritten Rang. In sieben Spielen schauten vier Siege und drei Niederlagen heraus. Gegen alle Spitzenteams haben die Spieler unter Trainer Carvalho wenn auch knapp, so eben doch verloren.

 

Niederlage gegen Fürstenländer kein Thema

Eine Niederlage war aber gegen die Fürstenländer, welche nach 2006/07 nun ihre zweite NLA-Saison bestreiten eigentlich kein Thema. Marcelo Duarte an Stelle von Andy Sutter sah man schon an, dass er bisher nur sehr sporadisch zum Einsatz kam und er ja nicht gelernter Annahmespieler ist. Zu Beginn wirkte er recht unsicher in Annahme und Angriff. Jacky Gaft hatte ausserdem auch überhaupt keinen guten Tag erwischt und so konnte und musste sich sehr oft Libero Werner in Szene setzen. Wenigstens zu Beginn des Spiels war er noch top. Über das ganze Spiel sehr gut war Fabian Brander, welcher auch zurecht von den Zuschauern zum besten Näfelser gewählt wurde. Er verstand es gut seine Angriffsbälle in Punkte zu verwandeln.

 

Jeder konnte punkten

In Satz eins sah man nach augeglichenem Beginn die Näfelser Volleyballer zu Satzmitte mit Vorteilen. Dank der guten Ballverteilung von Passeur Bedrac kamen alle Angreifer zu Punkten und denjenigen zum 16:11 machte er gleich selbst. Bei 23:15 schien der Satz eigentlich gelaufen und dies vor allem in den Köpfen der Spieler. Ein Servicefehler (es waren erneut zu viele), zwei Angriffsfehler von Tchello und ein Blockpunkt des Gegners liessen diesen aber wieder näher kommen. Beim nächsten Side-out war es dann aber Tchello, welcher seine Fehler von vorher korrigierte indem er seinen Angriff abschloss und so zum ersten Satzball kam. Jacky Gaft verwertete diesen in einem Gegenangriff zur Satzführung von 1:0.

 

Träges Näfels bringt Vorsprung ins Ziel

Spielte Näfels trotz einigen dummen Fehlern im Startsatz noch locker auf, änderte sich das Bild im zweiten Umgang. Die Mannschaft wirkte träge und passte sich dem Niveau des Gegners an. Die Stolz-Truppe schien dies gemerkt zu haben und lag vor Satzmitte mehrere Male mit zwei Punkten vorn. Etwas später besannen sich die Volleyballer um Passeur Bedrac aber doch noch darauf, dass ja von Ihnen die Show und der Sieg erwartet wurde und konnten sich mit einer Serie von vier Punkten vorentscheidend absetzen. Severin Pfister spielte nun für Jacky Gaft, dieser fühlte sich sichtlich unwohl und suchte zu oft die Fehler bei den andern anstatt bei sich selbst. (vier schlechte Annahmen und nur ein Angriffspunkt aus drei Versuchen) So erlöste ihn Trainer Carvalho indem er Youngster Pfister einwechselte und dieser übernahm sogleich Verantwortung mit zwei guten Annahmen und dem Satzball, welchen er mit seinem ersten Angriff verwertete.

 

Zuerst überlegen, dann noch gezittert

Trotz dem knappen Sieg nach diesem eher verknorzten zweiten Satz war ja SEAT Volley Näfels weiterhin auf Kurs und nach der 10-Minuten-Pause schienen die Glarner überhaupt nicht gewillt, den St.Gallern eventuell gar noch einen Gewinnsatz zuzugestehen. Sie traten nun sehr entschlossen und auch erfolgreich auf, die Fürstenländer waren vorerst kaum mehr zu einer Reaktion fähig. 16:5 war der Stand zur Satzmitte und eigentlich war die Sache gelaufen. Es spricht aber für den längstens bekannten Kampfgeist der Andwiler, dass diese bis zum Schluss nicht aufgaben. Beim Stand von 23:12 legten sie gar noch eine Punkteserie von sechs aufeinanderfolgen Zählern hin, wobei sie es beim Service nun auf Pfister abgesehen hatten und diesen mit Erfolg ins Wanken brachten. Prompt machte er kam auch noch ein Angriffsfehler hinzu und der zu Satzmitte eingewechselte Christoph Suter machte es ihm gleich. Der siebte Service in Serie von Andwil-Arnegg ging dann aber ins Netz und das bedeutete Matchball für Näfels. Nicht der erste, aber der zweite brachte letztlich den verdienten, aber in einem keineswegs berauschenden Spiel zustande gekommenen Sieg und damit die zwei budgetierten Punkte.

 

„Ziel erreicht aber nicht mehr“, dies das Fazit von Manager Gygli. „Zwei Punkte mehr aus den ersten sieben Spielen hätte es schon sein können, aber dank des besseren Satzverhältnisses sind wir doch noch vor Lausanne UC“, blickt Gygli zurück.

 

 

MVP bei Näfels: Fabian Brander

MVP bei VBC Andwil-Arnegg: Roman Brühwiler

 

 

Matchtelegramm

 

Näfels, linth arena sgu: 09.11.2008, 17:00 Uhr

Spieldauer  64 Minuten

Zuschauer: 250  

 

SEAT Volley Näfels – VBC Andwil-Arnegg 3:0 (25:19, 25:22, 25:19)

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur und Captain), Werner (Libero),  Gaft, Silvio, Roman Sutter, Gygli, Brander, Tchello, Pfister und Suter. Andy Sutter und Bruno verletzt.
Trainer: Leo Carvalho

 

VBC Andwil-Arnegg: Baumberger und Ledergerber (Passeur), Thürlemann (Captain), Stamm, Jung, Forrer, Keller, Brühwiler. André Kraft (Stammcaptain) verletzt.

Trainer: Richi Stolz   

 

1.SR: Tschumi Heinz
2.SR: Flückiger Adrian