SEAT Volley Näfels vs Schuvoc Halen 2:3 (26:24, 18:25, 26:24, 17:25, 16:18)
Belgier aus Halen verteilten kein Jubiläumsgeschenk
SEAT Volley Näfels verliert ein spannendes, gutes Spiel in fünf Sätzen gegen Schuvoc Halen, welche bereits gestern ihr Match erst im fünften Satz entschieden und damit Favorit auf den Turniersieg sind. Unter den Augen der Glarner Politprominenz und zahlreicher Zuschauer erkämpfte sich Näfels drei Matchbälle, verwerten konnte es aber keinen, sehr zur Enttäuschung der Fans.
Näfels gewann seine beiden Sätze mit jeweils nur gerade zwei Punkten Unterschied, wogegen die Belgier die Glarner Führung jedesmal mit klaren Satzgewinnen wieder ausglichen. „Die Tatsache dass wir dieses Spiel noch derart knapp verloren, zeigt klar die mangelnde internationale Erfahrung unserer jetzigen Mannschaft,“ meinte ein sichtlich enttäuschter Manager Ruedi Gygli unmittelbar nach dem Spiel. Schwächen machte auch der ehemalige Captain Dani Stauffer aus: „Näfels geriet in der Annahme zusehends unter Druck, vor allem Libero Werner wurde zum Zielpunkt des belgischen Services und mangels Erfahrung konnte er nicht genügend dagegen halten.“ Auch habe Passeur Bär allzusehr nur auf die Karte Guillermo Obeid, dem Diagonalangreifer gesetzt, da dieser ja sehr gut spielte und viele Bälle verwertete, dadurch sei aber das Angriffsspiel sehr durchsichtig geworden. Über die Mitte kamen zuwenig Angriffe.
Näfels geht in Führung
Obwohl praktisch während des ganzen Satzes ganz leicht im Hintertreffen liegend, gelingt den Einheimischen dank grossem Kampfgeist bei 20:20 das erste Mal der Ausgleich. Nach einem sehr spannenden Schluss buchte Passeur Bär den Satzball mit einem Service-Ass.
Halen gleicht aus und gerät wieder in Rückstand
Der zweite Satz verlief ausgeglichen bis zu Satzmitte. Bei 12:12 war zum letzten Mal Einstand. Nun erhöhten die Belgier aber den Druck ganz markant und prompt wurden die Näfelser zu Eigenfehlern verleitet. Es waren deren vier in Serie. Diesen Vorsprung verwalteten die Belgier nicht nur, sondern sie bauten ihn sogar noch aus und daraus resultierte ein klarer Satzgewinn und der Ausgleich nach Sätzen.
Die Reaktion von SEAT Volley Näfels folgte aber im nächsten Umgang ebenso prompt. Nun hatten sich die Spieler wieder gefangen und bald lagen sie mit 10:5 vorn. Eigentlich sollte ja ein solcher Vorsprung zum Satzgewinn reichen ohne noch zittern zu müssen. Da waren aber die Belgier überhaupt nicht damit einverstanden und so machten sie Punkt für Punkt gut um bei 17:17 wieder den Ausgleich zu erreichen. Ja noch mehr, sie legten auch gleich noch zwei Punkte dazu und waren drauf und dran auch diesen Satz zu gewinnen. Trainer Serramalera nahm sein zweites time-out und ganz offensichtlich sagte es seinen Spielern genau das Richtige. Sie holten die zwei Punkte wieder auf und der Argentinier Obeid erreichte mit seinem Angriff den ersten Satzball für Näfels. Nun nahm aber auch Trainer Verstappen ein time-out. Trotzdem gelingt Marcus Osias mit einem seiner Hammerangriffe der Punkt zum zweiten Satzball und gewinnen schliesslich auch diesen Satz knapp in der Verlängerung.
Erneute klare Sache für die Belgier
Auf jeden knappen Satzgewinn, so schien es, brauchten die Näfelser eine Auszeit im nächsten Satz und liessen die Belgier frei gewähren. So wurde denn der vierte Durchgang eine ebenso klare Sache wie bereits der Zweite.
Die Zeit für Geschenke war jetzt vorbei
Dies sagten sich die Spieler um Captain Rafa und buchten sofort die ersten drei Punkte des Entscheidungssatzes. Aber ebenso schnell waren die Gäste wieder dran und es entwickelte sich ein harter Kampf um jeden Punkt. Super schöne Ballwechsel lösten sich ab mit vielen Servicefehlern, vor allem auf Näfelser Seite. Trotzdem kam SEAT Volley Näfels dank einem Doppelblock von Osias und Tonga zum ersten Matchball. Diesen verwerteten sie aber ebenso wenig wie die beiden andern und so gelang Halen mit einem Doppelblock auf Diagonalangreifer Obeid seinerseits der letztlich matchentscheidende Punkt zu ihrem ersten Matchball, welchen der Brasilianer Dede in belgischen Diensten sicher verwertete. Dies sehr zum Frust der nun wirklich heiss gelaufenen Zuschauer welche für eine tolle Stimmung sorgten und nur allzu gerne ihre Lieblinge hätten siegen sehen. Gesamthaft waren die Belgier aber um eine Spur besser oder vielleicht auch nur glücklicher?
sgu Näfels – 500 Zuschauer – Spieldauer 112 Minuten.
29-Dez-2006 | SEAT Volley Näfels – Schuvoc Halen 2:3 (26:24, 18:25, 26:24, 17:25, 16:18) |
SEAT Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Bedrac, Obeid, Alvarez, Osias, Büschi, Trainer: Juan-Manuel Serramalera
Schuvoc Halen: Barnett (Passeur), Geerinckx (Libero), Vaes (Captain), Schuil, Goverde, Gielens, De Sejournet, Moorgat, Dede, Trainer: Johan Verstappen



























































































