SEAT Volley Näfels verliert gegen die Nati und verpasst so den Final
SEAT Volley Näfels konnte seine kleine Chance zum Finaleinzug nicht wahrnehmen und verlor, nach Satzführung und gutem Spiel zu Beginn, letzlich doch noch sehr klar. Die Schweizer Nationalmannschaft war gesamthaft klar besser und zeigte erneut ein sehr gutes Spiel.
Näfels zaubert und verzaubert
SEAT Volley Näfels begann das Spiel ohne falsche Komplexe und auch die Junioren Severin Pfister und Christoph Suter zeigten sich integriert und auf der Höhe ihrer Aufgabe. Sofort nach dem ersten technischen Timeout gelang es Näfels mit zwei Blockpunkten durch Bedrac, Silvio und Brander und einem Punkt aus einem Gegenangriff durch den hellwachen Brander auf 11:7 davonzuziehen. Das war doch schon ein schönes Polster und Trainer Bolle sah sich veranlasst, diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Er nahm ein Timeout. Doch dieses nützte überhaupt nichts, denn schon wenige Spielzüge später stand es 15:8 für die entfesselten Näfelser. Die Zuschauer waren entzückt ob den schönen und vor allem erfolgreichen Spielzügen ihrer Lieblinge. Auch Passeur Bedrac passte nicht nur gut, sondern buchte einen weiteren Blockpunkt zum 22:13 nach einer schnellen und spannenden Rallye mit Angriffen, Block und Verteidigungsarbeit hüben wie drüben. Den Glarnern gelang nun einfach alles, sie buchten jeden Big Point und spielten die Schweizer Nati regelrecht an die Wand. Dem besten in den Näfelser Reihen, Fabian Brander war es vergönnt, den Satzball mit einem wuchtigen Angriff zu verwerten.
Wie gewonnen so zerronnen
Aber vielleicht spielte SEAT Volley Näfels halt doch etwas über seine Verhältnisse im Startsatz. Auf jeden Fall liess die Reaktion der Nati nicht lange auf sich warten. Schnell lag Näfels jetzt mit vier Punkten im Rückstand. Nun waren es die Spieler um Captain Bruschweiler, welche klar den Ton angaben. Offenbar war der Griff in die Trickkiste von Trainer Bolle der richtige gewesen und schliesslich kennt er ja mit Ausnahme von Mittelblocker Silvio alle anderen Spieler mit all ihren Stärken und Schwächen bestens. So muss er ihnen ganz präzise die Anweisungen gegeben haben, welche seine Nati diesen Satz ebenso klar dominieren und gewinnen liess, wie die Gastgeber Satz eins gewannen. Branders Fehler beim Service zum zweiten Satzball entschied zwar den Satz gegen Näfels, aber der Annahmespieler aus Rothrist zeigte eine feine Leistung und war omnipräsent in Näfels’ Spiel.
Satz drei nur noch für die Statistik
Mit dieser Satzniederlage hatte die Nati die Finalteilnahme bereits auf sicher. Und wie vermutet half dies auch der Leistung von SEAT Volley Näfels nicht mehr viel. Es ging wirklich nur noch um das Prestige für den Sieg. Trainer Bolle liess jetzt auch Fabian Perler spielen am Pass und brachte erstmals auch Samuel Büschi am Block ins Spiel. Die Nati, das sah man schnell, wollte diesen Sieg aber unbedingt und entsprechend war auch der Leistungsunterschied der beiden Mannschaften. So wurde auch dieser Satz mit 17:25 eine klare Beute der Nati, sehr zur Freude von Trainer Michel Bolle.
Matchtelegramm
SEAT Volley Näfels – Nationalmannschaft Schweiz 1:2 (25:14, 15:25, 17:25)



























































































