SEAT Volley Näfels überrollte SWICA Volley Münsingen
Seat Volley Näfels überzeugte zu Beginn seiner Auswärtstriplette. Die Glarner liessen dem Aufsteiger keine Chance und siegten klar mit 3:0. In keiner Phase des Spiels liess ihre Konzentration zu wünschen übrig.
Mit einer viertelstündigen Verspätung – das vorangegangene Spiel dauerte länger als geplant – begannen beide Mannschaften verhalten, nervös und fehleranfällig. Bis zum ersten technischen Timeout hielten sich Fehler und erzielte Punkte beidseits die Waage. Das war aber dann auch die einzige Phase während der Näfels Schwächen zeigte. Mit zwei herrlichen Blocks nach dem Timeout läuteten die Näfelser die Demonstration ihrer Stärken ein. Die Power des Mittelangreifers Osias und das gute Auge des Aussenangreifers Tonga fielen besonders auf. Mit einem Angriff über die Mitte schloss Büschi den ersten Satz mit 25 : 19 ab.
Überforderter Aufsteiger
Im zweiten Durchgang machte Näfels einmal mehr enormen Druck mit seinen Services. Ausgehend von gelungenen Annahmen zündeten sie ein Feuerwerk mit Mittelangriffen. Passeur setzte seine Angreifer mal für mal perfekt ein, so, dass die Verteidigung des Aufsteigers keine Chance hatte. Nach einer sehenswerten gewonnen Rallye die alles enthielt was Volleyball so attraktiv macht, wurde die Dominanz der Glarner immer krasser. Mit einem Blockout auf Andy Sutters Angriff endete der zweite Satz mit 25:16 noch deutlicher als der erste.
Serramalera nicht in Geschenklaune
Im dritten Satz spielten Roman Sutter für Angreifer Büschi und Bedrac für Passeur Bär. SWICA Volley Münsingen kam in diesem Satz etwas besser ins Spiel und machte merklich weniger Eigenfehler als zuvor und trotzdem konnte Obeid, Sutter und Co. auf 21:15 davonziehen. Nach einigen Geschenken der Näfelser welche Münsingen dankend annahm, kam bei den dreihundert Zuschauern Hoffnung auf den Satz vielleicht doch noch zu gewinnen. Doch Trainer Serramalera setzte beim Stand von 22:20 mit einem Timeout dem Geschenke verteilen ein Ende. Andy Sutter verwertete den zweiten Matchball mit einem kraftvollen Angriff zum 25:21. Der 3:0 Sieg von Näfels stand nie in Gefahr.
Die Einigkeit der Trainer
Der Unterschied zwischen den beiden Teams war zu gross. Die Aussagen der beiden Trainer bestätigen dies. Münsingens Spielertrainer Bonaria: "Wir wurden völlig überrumpelt, überfahren vom Tempo. Vielleicht hatten wir zuviel Respekt. Weshalb dies so war, weiss ich nicht. Wir spielten in letzter Zeit gut und hätten mehr Selbstvertrauen haben müssen. Wir kamen nie ins Spiel, hatten schlechte Annahmen und so brachten wir nichts zu Stande." Näfels Trainer Serramalera: "Es war ein grosser Unterschied zwischen diesen beiden Mannschaften. Heute konnten wir genau umsetzen was wir in der Halle immer üben."
Die beiden Beachpartner Andy Sutter von Näfels und Jonas Weingart von Münsingen waren beide mit ihren eigenen Leistungen und denen des Partners zufrieden. Weingart: "Es ist immer schön gegen den eigenen Partner spielen zu können. Es ist etwas sehr Spezielles. Vorne am Netz standen wir uns sogar einmal direkt gegenüber. Näfels war sehr stark. Sie haben gute Ausländer."
Matchtelegramm
Schlossmatte, Münsingen, Sonntag, 5.11.2006, 18:15
Zuschauer: 300
SWICA Volley Münsingen – Seat Volley Näfels 0:3 (19:25, 16:25, 21:25)
SWICA Volley Münsingen: Reinmann (Pass), Weingart, Nüesch, Trachsel, Weber, Laidlaw, Herrera, Bonaria, Wyder (Libero), Trainer: Marco Bonaria
Seat Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Bedrac, Obeid, Tonga, Osias, Büschi, Trainer: Juan-Manuel Serramalera (ARG)
Schiedsrichter: 1.SR: Bollier Bruno, 2.SR: Matter Peter



























































































