SEAT Volley Näfels steht im Halbfinale des Schweizer Cups
SEAT Volley knüpfte im Cup Viertelfinal nahtlos an die Leistung vom Samstag in Amriswil an und gewann das schwere Auswärtsspiel gegen den TV Schönenwerd mit 3:0. Die Mannschaft überzeugte mit einer kompakten Mannschaftsleistung.
„Ich habe dieses Cupspiel vom Spielfeldrand aus ruhig erlebt, ich glaubte immer an diese Mannschaft“, resümierte Teammanager Ruedi Gygli den Erfolg seines Teams kurz nach Spielende. In der Tat war die Mannschaft von Dalibor Polak von allem Anfang an solid, zeigte nur wenig Schwächen und erledigte seine Aufgabe gut. Allerdings machte es der TV Schönenwerd den Gästen auch einfach. Gleich reihenweise fanden die Services den Weg ins gegnerische Feld nicht. So verteidigte Näfels den drei-Punkte-Vorsprung beim ersten technischen Time-out bis zum Satzende. Die Glarner gewannen den Satz mit 25:22, ohne je in Schwierigkeiten zu geraten.
Service-Serien
Der zweite Umgang begann ausgeglichen. Nach zwei Angrffs- und einem Annahmefehler von Näfels gingen die Solothurner erstmals in diesem Spiel klar mit 8:5 in Führung. Es war das einzige Mal im ganzen Spiel, bei dem Näfels mehr als zwei Punkte hintereinander verlor. Es brauchte dann schon die Services von Polak und erneut die gütige Mithilfe des Gegners mit ungenügenden Annahmen und Fehlangriffen, um diesen Rückstand wettzumachen. Bei Satzmitte war alles offen, 16: 15 lautete das Score. Die Entscheidung führte erneut eine Service-Serie herbei. Pulkos Floats brachten die Annahme von Schönenwerd völlig von der Rolle. Fünf Punkte gingen nacheinander auf das Konto der Glarner, darunter zwei Killerblocks und ein Service-As. Damit war auch der zweite Satz entschieden. Den 18:22 Rückstand konnte der TV Schönenwerd nicht mehr wettmachen. Näfels gewann ihn 25:21.
Am Ende doch noch Cup-Stimmung
Nach der Pause fand der TV Schönenwerd endlich besser ins Spiel, fand wieder jene Form, die das Überraschungsteam dieser Saison bisher auszeichnete. Da SEAT Volley Näfels aber nicht nachliess, sondern ganz im Gegenteil sich nochmals steigern konnte, war der Beginn des Satzes sehr ausgeglichen und attraktiv. Bei Schönenwerd buchten Sanderson und Schnider Punkt für Punkt auf spektakuläre Weise, während bei Näfels alle Angreifer für Punkte sorgten. Herausragend waren bei Näfels die Mannschaft und bei Schönenwerd die Angriffe aus dem Rückraum. Gegen diese Geschosse fand Näfels Defensive kein Abwehrrezept. Als es 21:16 für Näfels stand, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Doch Schnider & Co. rafften sich nochmals auf. Näfels Coach Matus Kalny musste innert kürzester Zeit zwei Time-outs nehmen. Wie schon am Samstag in Amriswil bewies der Coach damit, dass er sehr schnell reagiert, wenn es nicht so läuft, wie es sein müsste. In dieser Phase kam aber auch erstmals Cup-Stimmung auf. Es war ein Hin-und Her mit langen Rallys . Für den entscheidenden Punkt sorgte Passeur Bedrac, als er einen Angriff zum direkten Punkt abblockte. Das Ende des Spiels war dann symptomatisch, es war ein weiterer Fehlangriff Schönenwerds zum 25:22.
On Fire
Näfels steht damit im Halbfinal und hofft nach den beiden schweren Auswärtsspielen gegen LUC und Schönenwerd zu Recht auf Glücksgöttin Fortuna und endlich wieder einmal auf ein Heimspiel im Cup. Die Auslosung findet morgen Montag in Bern statt.
Das Schlusswort über dieses Spiel gehört Zlatko Pulko, welcher genau wie Marek Tomas gestern in allen Belangen überzeugte. Strahlend sagte er: „Wir werden immer besser und alles läuft nach Plan. Die Weihnachtspause hat gut getan. Jetzt sind wir richtig „on Fire!“
Matchtelegramm
Stadthhalle Olten, 8. Januar 2012, 18:00
Spieldauer 75 Minuten
Zuschauer: 400
TV Schönenwerd - SEAT Volley Näfels 0:3 (22:25, 21:25, 22:25)
TV Schönenwerd:
Milanez (Passeur), Heimgartner (Libero), Sanderson, Bossart, Schnider, Eichenberger, Bartholdi; Lier (Captain), Fölmli
Trainer: Marco Bonaria
SEAT Volley Näfels:
Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Pulko, Klapal, Polak, Illic, Tomas; Büsser (Captain) Gygli, Bennet; Spelertrainer: Dalibor Polak; Coach: Matus Kalny
2. SR: Wolf Christian



























































































