SEAT Volley Näfels steht ebenfalls im Playoff-Halbfinal
Mit einer konzentrierten Leistung spielte sich SEAT Volley Näfels in den Playoff Halbfinal. Sie besiegten den VBC Andwil Arnegg mit 3:0. Der Gesprächstoff des Abends war aber das Ausscheiden von CS Chênois.
Näfels Volleyballer nahmen ihre Aufgabe gegen den Aussenseiter VBC Andwil Arnegg nicht auf die leichte Schulter. Voll konzentriert traten sie zu diesem Spiel an. Sie waren nicht bereit sich so überrumpeln zu lassen wie dies Chênois gegen Sursee passierte. Schon mit den ersten Bällen zeigten sie, wer Herr der Halle ist. Näfels überzeugte gegen den willigen Aussenseiter von A bis Z. Service, Angriffe, Annahmen passten gut. Nur einmal hatte Näfels kurz Probleme, als Bellaguarda drei Asse in Folge servierte. Am Ende hiess es 25:16 für Seat Volley Näfels.
Guter Start – gutes Ende
Im zweiten Satz durfte Passeur Bedrac wieder einmal sein Können zeigen. Zu Beginn änderte sich das Bild deshalb aber nicht. Andwil wurde weiterhin dominiert. Im Vergleich zum ersten Satz vermochte nun auch der Block von Näfels mehr und mehr zu überzeugen. Andwil fand nur selten ein Mittel, um Näfels unter Druck zu setzen. Eine klare 12:5 Führung war das Resultat. Doch dann nahm Seat Volley Näfels den Fuss etwas vom Gas. Andwil konnte nun immer besser mithalten. Gegen Satzende kam fast nochmals Spannung auf, als Andwil mit vier Punkten in Serie auf 19:21 verkürzte. Dieser "Schlafwagen", wie ein Zuschauer meinte, beendete Trainer Serramalera mit einem Timeout. Näfels erwachte wieder und gewann auch diesen Satz mit 25:20.
Der dritte Satz verlief nicht anders als die beiden ersten. Näfels legte vor und VBC Andwil Arnegg versuchte einigermassen mitzuhalten – aber nicht lange. Andwils Trainer Cäsi Fink, der nach der klaren Niederlage im Heimspiel noch versprochen hatte, dass sie wieder besser spielen werden, gestand die Unterlegenheit klar ein: "Näfels hat sehr gut gespielt und einen ausgezeichneten Start hingelegt. Sie haben wunderbar mit perfekter Länge serviert. So haben sie uns den Schneid von Beginn weg abgekauft."
Grosses Lob von Andwils Trainer
Die moralisch angeschlagenen Andwiler gerieten mehr und mehr in Rückstand. Bei SEAT Volley Näfels waren alle Spieler gleichermassen am klaren Vorsprung beteiligt.
Ob mit Raffinesse, Hammerangriffen, Blockpunkten und Services – Seat Volley Näfels zeigte alle Facetten. Nur ganz am Ende, als sie schon siegesgewiss waren, brauchten Sie sechs Anläufe um den Matchball zum 25:20 zu verwerten. So traf ein, was Roman Sutter als Fazit des Spiels sagte: "Heute ging es darum, möglichst schnell zu gewinnen – und das ging auf."
Das Thema des Abends
Nicht das heutige Spiel, sondern das Ausscheiden von Chênois war aber der Gesprächsstoff des Abends. Samuel Büschi zeigte sich überrascht: "Ich weiss nicht wie eine Top-Mannschaft, wie es der CS Chênois ist, gegen Sursee so klar verlieren kann." Bruno Müller ist froh, kein Glücksspieler zu sein: "Ich hätte viel gewettet auf Chênois und dabei viel verloren. Aber Hochmut kommt vor dem Fall, kann ich da nur sagen." Kassier Peter Kundert sieht positive Seiten: "Für uns ist das gut, denn jetzt können wir auf einen Final gegen den TV Amriswil hoffen." Das ist wirtschaftlich interessant, weil es viele Zuschauer anzieht." Ruedi Gyglis Analyse: "Das ist für Chênois in dieser Saison etwas bezeichnend. Es gab Spieler, die kaum noch im Training waren. So kann das nicht gut kommen." Und Präsident Klaus Görauch meint dazu: "Eine solche Politik wie sie Chênois betreibt, indem sie alles Geld in eine Saison investieren, um einen Titel zu holen und dann in der nächsten Saison hinten hinaus zu spielen, gibt es in meinem Verein nicht. Das dies nun so lief, ist für mich aber auch eine gewisse Genugtuung."
Mit dieser erwarteten, aber letztlich auch sicher erreichten Halbfinalqualifikation sind die Näfelser Volleyballer die einzigen, welche noch beide verbleibenden Titel (Meisterschaft und Cup) holen können. Damit werden sie dem gerecht, was man ihnen nach dem Gewinn des Supercups bereits im letzten Herbst attestiert hat. Noch ist aber keiner der beiden Titel im Trockenen und die kurze Ruhephase ohne Ernstkampf kommt nun gerade recht, sich auf eine gute Halbfinalserie ohne Pannen vorzubereiten. Nur schon die Aussicht auf eine packende Finalserie (Best of seven) gegen den Ostschweizer Erzrivalen Amriswil, sollte den Serramalera-Boys Flügel verleihen. Aber auch die Möglichkeit die Finalspiele vor einer jedesmal grossen Zuschauerkulisse auszutragen und der Bonus der viel kürzeren Reisen zu den Auswärtsspielen, sollten Motivation genug sein, in der Halbfinalserie von Anfang an alles zu geben.
Matchtelegramm
sgu linth-arena, Donnerstag, 25. Januar 2007, 20:00 Uhr
Zuschauer: 200
SEAT Volley Näfels - VBC Andwil-Arnegg 3:0 (25:16, 25:20, 25:20)
SEAT Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter (krank), Roman Sutter, Bedrac (Passeur), Obeid, Tonga, Osias (verletzt), Büschi, Trainer: Juan-Manuel Serramalera
VBC Andwil-Arnegg: Bianchi, Thürlemann, André Kraft, Forrer, Messmer, Keller, Brühwiler, Bellaguarda, Trainer: Cäsi Fink
Schiedsrichter: Schürmann, Fischbacher



























































































