Donnerstag, 14. Dezember 2006; 20:35
Allgemein

SEAT Volley Näfels spielte in Italien gegen zwei A-2 Mannschaften

Nichts ist's mit einer ruhigen Trainingswoche. Die Näfelser Volleyballer absolvieren die bereits zur Tradition gewordenen Testspiele im Hinblick auf den Einsatz im CEV-Cup von Anfang Januar gegen zwei Vertreter der Liga A-due in Italien.

 

Das erste Spiel gegen Sparkling Milano ging mit 1:3 verloren. (Die Satzresultate: 25:23, 18:25, 25:23, 25:17)

"Eigentlich sollten wir jede Woche gegen solche Gegner spielen können, das täte allen sehr gut," meinte ein trotz der Niederlage sichtlich zufriedener Manager Gygli.  Aufgefallen ist vor allem der argentinische Diagonalspieler Guillo Obeid. Er habe bombastisch serviert und sehr effizient angegriffen. Passeur Marco Bär spielte die ersten drei Sätze und im vierten kam Ivan Bedrac zum Einsatz.

 

Sparkling Milano befindet sich im Moment auf dem 7. Platz der Rangliste von A-2. Dabei haben sie zuhause mit 2:3 auch gegen den heutigen Gegner Fiorese Bassano (Grappa) verloren. Die Grappesi sind zur Zeit auf dem sechsten Rang klassiert. Eine Steigerung wird also nötig sein, damit ein achtbares Resultat herausschaut. Bei den Grappesi stehen ein Argentinier, ein Franzose und ein Slovake im Team. Alle übrigen sind Italiener.

 

Fiorese Bassano vs SEAT Volley Näfels 3:0 (25:22, 25:18, 25:17)

 

Im Gegensatz zum gestrigen Spiel in Mailand während welchem sämtliche Spieler sehr gut spielten ging der Auftritt in Bassano deutlich in die Hosen. Dabei haben die Einheimischen noch nicht einmal ausserordentlich gut gespielt. Ein ganz markanter Unterschied zum Näfelser Spiel sieht Ruedi Gygli in der Feldverteidigung. Die Italiener konnten viele Angriffsbälle verteidigen und dabei auch sogleich einen erfolgreichen Gegenangriff draus machen. Bei Näfels sei halt die zweite Ballberührung nach einer erfolgreichen Feldverteidigung zu oft nur eine Notlösung aber noch nicht ein Pass für einen neuen und erfolgreichen Angriff. Dies sei wohl einer der markantesten Unterschiede welche er ausgemacht hat.

 

Wenn man bedenkt dass die beiden Trainingsspiele gegen Teams aus dem Mittelfeld der A-due Italiens ausgetragen wurde, zeigt dies einerseits das volleyballerische Niveau dieses Landes und andererseits auch ganz klar, wie weit weg man in der Schweiz von der europäischen Spitze im Herrenvolleyball tatsächlich ist. Im Gegensatz zur höchsten Liga, der A-uno welche permanent im TV zu sehen ist, strahlen die Leistungen der Klubs in der A-due höchstens noch regional und auch dann nur noch bis an ein wirklich an Volleyball interessiertem Publikum. Umso erstaunlicher dass es in dieser Liga trotzdem noch 16 Mannschaften gibt, mal ganz abgesehen von den weiteren 14 Teams der obersten Liga.

 

Aber solche Standortbestimmungen wie sie SEAT Volley Näfels seit Jahren macht, sind nicht nur nützlich sondern absolut notwendig. Allzu wenig kommt man sonst dazu gegen Gegner zu spielen von welchen man echt gefordert wird. Und das soll jetzt bitte schön überhaupt nicht überheblich gemeint sein, aber so sieht man ganz einfach, dass man in Italien in einer A-due gerademal so irgendwo im anonymen Mittelfeld spielen würde. Genau in Momenten wie diesem wird allen im Team wieder deutlich bewusst, dass noch keiner im Volleyball Olymp ist, auch nicht die ausländischen Profis und dementsprechend man wieder mit Vollgas in die nächsten Trainings und Spiele einsteigen muss.

 

Das Wiggispark Volley Open steht vor der Tür. Zum 25-Jahr Jubiläum des Klubs will man während diesem ganz sicher eine gute Figur machen. Da ist der Ehrgeiz von Trainer und Spielern bestimmt gross genug und nun haben die Boys um den argentinischen Trainer ja wieder ganz toll Mass genommen am Niveau der Mannschaften welche ab 28.12.06 im sgu gastieren werden.

 

Bis am Sonntag bleibt genug Zeit neue Kräfte zu tanken um sich noch ein letztes Mal auf nationalem Parkett zu bewähren, bevor dann gut zehn spielfreie Tage folgen über die Weihnachtszeit.