SEAT Volley Näfels' Rückblick auf die Vorrunde vor dem Start in die Rückrunde gegen die Dragons aus Lugano
SEAT Volley Näfels steht nach Abschluss der Vorrunde auf dem dritten Tabellenplatz. Damit ist das Ziel erreicht, obwohl noch nicht alles so lief, wie gewünscht. Das erste Spiel der Rückrunde heute in Lugano ist wegweisend für den weiteren Saisonverlauf.
Näfels startet heute mit dem schweren Auswärtsspiel gegen Pallavolo Lugano in die Rückrunde der regular Season der Volleyballmeisterschaft. Die Tessiner sind ein direkter Gegner von Näfels um einen heiss begehrten Rang in der ersten Tabellenhälfte. Gewinnt Lugano, so haben beide Teams gleich viele Punkte, gewinnen die Glarner, können sie den Mitkonkurrenten aus dem Tessin um vorentscheidende vier Punkte distanzieren.
Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft
Nach der Vorrunde sieht die Bilanz von Näfels gut aus, wenn man nur die Tabelle anschaut. Die Glarner belegen den dritten Rang, noch vor Titelverteidiger Lausanne UC, jedoch klar hinter dem ungeschlagen TV Amriswil und CS Chênois. "Zwei Punkte mehr wären super, aber das Minimalziel ist erreicht", bilanziert Team-Manager Gygli. Damit spricht er vor allem die Niederlagen gegen die drei Titelfavoriten an, welche alle nicht zwingend waren. Das Team habe erst etwa 80 – 85% des Leistungspotenzials ausgeschöpft, meint er weiter. Grosses Fortschritte muss Näfels bei den Services machen. "Wir haben in der ersten Runde gegen Lugano sehr gut serviert. Doch von da an ging's nur noch abwärts mit dem traurigen Höhepunkt gegen Amriswil (Anm. der Redaktion: 20 Servicefehler). Das müsste genau umgekehrt sein", stellt Gygli enttäuscht fest. Die Annahme dagegen wusste bisher meist zu gefallen. Vor allem Libero Daniel Werner überzeugte. Aber auch Jacky Gaft stellte seine Zuverlässigkeit immer wieder unter Beweis. "Die Annahme ist sichtbar stabiler als letztes Jahr. Es ist ein gutes Kollektiv. Aber auch hier sind weitere Fortschritte nötig", fasst Gygli zusammen.
Aufsteiger Fabian Brander
Dank der meist guten Annahmen war auch der Spielaufbau unter der Regie von Passeur Ivan Bedrac bisher zufriedenstellend. Bedrac strahlt mehr Sicherheit aus als letzte Saison. Das grosse Angriffsfeuerwerk gab es bisher aber erst selten zu sehen. Die Angreifer, allen voran Jacky Gaft, wünschen sehr schnelle und sehr präzise gespielte Bälle, die sehr schwierig zu spielen sind. Dies klappte bisher noch nicht ausreichend. Diesbezüglich sind bei Zuspieler und Angreifer noch Fortschritte gefragt, um das vorhandene Potenzial optimal auszunutzen. Ein Potenzial, das im Zusammenspiel von Ivan Bedrac mit Fabian Brander bereits ausgezeichnet genutzt wird. Brander spielte bisher in allen Partien auf der Diagonalposition anstelle des meist verletzten Bruno Amorin. Gygli lobt: "Fabian Brander ist die Entdeckung des Jahres." Seine knallharten Angriffe, seine Spielintelligenz und seine Effizienz sind beeindruckend. Es ist vorgesehen, dass Brander nach der Rückkehr Amorins wieder auf die Position Annahme/Aussen zurückkehrt. Aber auch Roman Sutter ist dieses Jahr der zuverlässige Punktelieferant und hat sich etabliert. "Er zeigt dieses Jahr jene Leistungen, die wir uns von ihm erhofften", rühmt ihn sein Team-Manager. Andy Sutter hat nach der langen Beach Saison den Einstieg in die Halle gut gefunden. Zur Hochform ist er aber noch nicht aufgelaufen. Dies ist aber auch auf seine Schmerzen in seiner Hüfte zurückzuführen, die ihn seit einigen Wochen behindern.
Warten auf den Samba
Ein Blick auf die drei Brasilianer fällt durchzogen aus. Bruno Amorin war mehrheitlich verletzt, liess bei seinen wenigen Einsätzen seine Klasse aufblitzen. Universalspieler Tchello Duarte, der als Mittelblocker und auf der Annahme sporadisch zum Spielen kam, erledigte seine Aufgaben gut, urteilt Gygli über den Sportlehrer, welcher sich auch in der Volleyballschule engagiert. "Eher enttäuscht bin ich von Silvio", zeigt er sich kritisch. "Im Angriff stimmt die Leistung einigermassen, aber beim Blocken zeigt er nicht das, was wir erwarten. Athletisch ist er topp, aber es mangelt ihm am inneren Feuer." Dazu ist auch er ein anspruchsvoller Spieler, der seinem Passeur oft ganz schwere Aufgaben stellt.
Die Rückrunde werde sehr hart werden, schaut Gygli voraus. Er hofft aber, dass Näfels nach der Qualifikation auf dem dritten Rang liegt und sich so eine gute Ausgangslage für die Playoffs schafft. "Optimal wäre, wenn wir im Halbfinal gegen Chênois spielen könnten", meint er augenzwinkernd.
Den ersten Schritt auf dem Weg dorthin muss Seat Volley Näfels heute in Lugano machen, gegen ein Team, das vor einer Woche daheim gegen Münsingen eine 3:0 Klatsche einfing. Doch Lugano war bisher die grosse Wundertüte der Liga. Nach der Beinahe-Pleite gegen Aufsteiger Andwil besiegten sie eine Runde später LUC. Näfels ist gewarnt und weiss, dass angeschlagene Dragons besonders gefährlich sind.
Pallavolo Lugano – SEAT Volley Näfels
Samstag, 15. November 2008, 20:00 h
Lugano – Cadempino, Palamondo, Lugano
1.SR: Stanisic Sascha
2.SR: Fonio Patrick



























































































