Seat Volley Näfels ringt starkes Lugano erst im Tiebreak nieder
Seat Volley Näfels gewinnt nach harzigem Spiel in Lugano 3:2. Der Widerstand von Pallavolo Lugano war gross. Phasenweise wurden die Glarner von den kraftvollen Tessinern dominiert. Im Tiebreak steigerten sich die Glarner und gewannen dieses sicher.
Das Spiel begann vor fast leeren Rängen. Nur ca. 70 Zuschauer waren in der Halle. Die magere Kulisse hat wohl Näfels nicht besonders inspiriert. Das Spiel von Näfels kam nicht recht in Gang. Zuwenig schnell, zuwenig überraschend war der Spielaufbau. Lugano nutzte die Chance. Die Tessiner wehrten viele Angriffsbälle der Glarner ab und nutzten diese, um selber zu punkten. Das ungenügende Sideoutspiel von Näfels machte sich immer mehr beim Score bemerkbar: 6:6, 13:8, 23:17 und zum Ende 25:19 für die Dragons hiess es. Lugano spielte in allen Belangen besser, machte deutlich mehr Druck als der Favorit aus dem Glarnerland.
Glücklicher Satzgewinn
Wer erwartet hatte, dass Näfels nun ein Gang höher schalten würde, musste sich eines besseren belehren lassen. Auch der Wechsel von Passeur Bär zu Bedrac änderte am Spielgeschehen vorerst nicht entscheidend. Luganos Angreifer konnten immer wieder punkten. Aber auch Seat Volley Näfels steigerte sich vor allem in der Verteidigung. Dieser Satz verlief ausgeglichen bis zum 22:21. Mit dem "Glück des Tüchtigen" und einem Angriff Tongas konnten sie den Satz mit 25:22 für sich entscheiden.
Never change a winning Team, sagte sich auch Trainer Serramalera und liess dieselben Spieler zum 3. Satz antreten. Im dritten Satz war ansatzweise die Klasse von Näfels zu beobachten, die es in den letzten Spielen immer wieder zeigte. Von Beginn an legte Näfels einige Punkte vor und vermochte diesen Vorsprung bis zum Stand von 24:22 zu verwalten. Pallavolo Lugano kämpfte sich aber nochmals heran und hatte beim Stand von 25:26 sogar einen Satzball. Die wenigen Zuschauer sorgten nun für Stimmung und unterstützten ihr Team lautstark. Am Ende gewann Näfels den Satz doch noch in der Verlängerung mit 28:26.
Neue Impulse mit neuen Spielern
Die Dragons von Lugano waren zu Beginn des 4. Satzes voll Feuer. Sie spielten sehr gut, machten Druck, so dass Näfels am reagieren statt am agieren war. Die Einheimischen führten schnell 9:4. Trainer Serramalera reagierte und brachte Bär für Bedrac und Andy Sutter für Tonga. Diese Wechsel zeigten Wirkung. Das Spiel glich sich mehr und mehr aus. Näfels holte den Rückstand allmählich auf und konnte den Rückstand von 19:19 erstmals ausgleichen. Das Spiel war nun völlig offen. Mit einem herrlichen Blockpunkt sicherte sich Lugano den vierten Satz nicht unverdient mit 25:23.
Beste Phase zum richtigen Zeitpunkt
Wie schon in Lausanne vor zwei Wochen musste erneut ein Tiebreak entscheiden. Der Start gelang Näfels nach Mass. 4:2, 8:5 beim Seitenwechsel, 12:9, 14:12 und schliesslich 15:13 ist im Telegrammspiel der Satzverlauf. Die Glarner gewannen die Kurzentscheidung verdient. Im alles entscheidenden Satz hatten sie die beste Phase des ganzen Spiels. Vor allem Diagonalangreifer Obeid zeigte endlich was er wirklich kann. Er war es auch der den Matchball zum 15:13 mit einem Rückraumangriff erzielte.
Matchtelegramm
La Gerra Lugano, Samstag 2. Dezember 2006 18:30
Zuschauer: 350
Pallavolo Lugano – Seat Volley Näfels 2:3 (25:19, 22:25, 26:28, 25:23, 13:15)
Pallavolo Lugano: Caio, Baiano, Rathlef, José, Coco, Hubner, Tommaso, Ascolese, Newcomb, Cristiano, Fragomeni; Trainer: Dario Bettello
Seat Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Obeid, Tonga, Osias, Büschi; Bedrac, Trainer: Juan-Manuel Serramalera (ARG)
Schiedsrichter: 1.SR: Hottinger Peter, 2.SR: Loretan Jean Arthur



























































































