SEAT Volley Näfels reist ins Tessin
Eines steht fest, der PV Lugano hat ein Problem mit Aufsteiger Münsingen. War die Heimpleite der Tessiner in der zweiten Runde noch ein Ausrutscher, darf man gegen diesen Gegner niemals auch noch ein zweites Mal verlieren. Genau dies ist aber den Ticinesi passiert und zwar nach einer 2:0 Führung. Ganz anders SEAT Volley Näfels, welches nach dem klaren Sieg gegen Chênois nur so strotzt vor Selbstvertrauen.
Vier der sechs Punkte auf ihrem Konto haben die Münsinger gegen Lugano geholt. Und ausgerechnet im letzten Spiel musste nun diese erneut sehr ärgerliche Niederlage kommen. Dabei wäre sie bestimmt nicht nötig gewesen, denn nach einer 2:0 Satzführung ein Spiel selbst auswärts noch aus den Händen zu geben, zeugt nicht gerade von einer psychisch gefestigten Mannschaft. Das sind ja nicht gerade glänzende Voraussetzungen um nun im nächsten Spiel gegen den Leader anzutreten und dazu auch noch eine gute Figur zu machen. Die bisherigen vier Siege landete das Team unter Trainer Dario Bettello gegen Vereine aus der hinteren Ranglistenregion mit Ausnahme des 3:1 Erfolgs gegen Amriswil zuhause. In diesem Spiel waren aber alle Sätze sehr umkämpft und wurden mit maximal drei Punkten Vorsprung entschieden. So hätte der Ausgang auch gegen die Oberthurgauer andersrum lauten können.
Bescheidener Saisonstart Lugano’s
Von dieser Mannschaft konnte man zu Saisonbeginn doch einiges mehr erwarten. Der Auftritt beim Supercup war auf jeden Fall besser als was die Tessiner in der Folge während der bisherigen Qualifikationsrunde abgeliefert haben. Die Integration der beiden neuen Brasilianer Baiano und Cristiano klappt noch nicht ideal und diese liessen namentlich im Spiel gegen Münsingen den Killerinstinkt vermissen. Wenn es darum ging die Big points zu machen, dann versagten die beiden zu oft. Genau daran muss wohl Dario Bettello hart arbeiten, will er die Ziele mit diesem Team heuer noch erreichen.
Auf dem Papier ist alles klar
Auf dem Papier sind die Stärkenverhältnisse vor dieser Begegnung sehr klar. SEAT Volley Näfels steht mit acht Siegen aus neun Spielen alleine an der Tabellenspitze. Vor allem das letzte Spiel gegen den bisherigen Leader Chênois hat klar die Erkenntnis gebracht, dass der Weg zum Meistertitel in dieser Saison nur an den Glarnern vorbeiführt. Mit ihrem Auftritt gegen den letztjährigen Branchenleader überzeugten sie auch noch die letzten Zweifler und wohl letztlich auch sich selbst. So ist verständlicherweise das Selbstvertrauen im Moment sehr gross. Im Spiel gegen die Dragons aus Lugano kann die Serramalera-Truppe nun ein erstes Mal wirklich beweisen, wie sie mit Druck umgehen kann. Denn mit der Voraussetzung welche sich das Team nun geschaffen hat, ist verlieren ab sofort verboten, zumal gegen einen Gegner welcher klare Schwächen gezeigt hat und den man im Hinspiel zuhause ebenfalls klar besiegt hat. Nun kommt also ein Spiel, bei welchem es darum geht, möglichst ruhig zu beginnen und so den Spielfluss von Beginn an zu finden. Sind die ersten Punkte erst einmal im Trockenen dürfte eine ähnliche Vorstellung wie sie die Mannschaft um Captain Rafa gegen die Genfer gezeigt hat eigentlich locker zu einem Sieg reichen. Trainer und Coach Serramalera ist es zuzutrauen, dass er jedem einzelnen in seinem Team noch einmal ganz klar die Gefahren und Risiken eines Schlendrian in Erinnerung rufen wird. Gelingt es ihm, so haben die Näfelser nichts zu befürchten, denn spielerisch sind sie dem Pallvolo Lugano klar überlegen. Aber jedes Spiel muss erst gespielt werden und bevor die klar budgetierten zwei Punkte im Gepäck zurück über den San Bernhardino reisen, müssen trotzdem noch einige Schweisstropfen vergossen werden. Mit einer Minimalleistung wird das nichts. Es braucht ein konzentriertes, druckvolles Spiel bei welchem die Sideout-Punkte konsequent gebucht werden und der eine oder andere Block- oder Servicepunkt gelingt.



























































































