SEAT Volley Näfels nun mit Bronze im Visier
Noch nie hat der Näfelser Club um die bronzene Auszeichnung im Schweizer Volleyball gespielt. Die Umstände warum es dazu kam, sind bekannt. Nun geht es für die Mannschaft darum, die Saison bestmöglichst abzuschliessen und dazu gehört eben das Erreichen des dritten Platzes.
Näfels Trainer Juan-Manuel Serramalera zeigte sich skeptisch, ob es der Mannschaft gelingen wird, nach der zweiwöchigen Pause noch einmal genug Druck aufzubauen um LUC in zwei, maximal drei Spielen bezwingen zu können. Noch vor einem Jahr ging es zwischen diesen beiden Kontrahenten um den Schweizer Meistertitel, welchen die Glarner im fünften Spiel, sehr zur Freude der vielen anwesenden Zuschauer in der linth arena, für sich entschieden. In der Zwischenzeit weiss man, dass dies der vorläufig letzte Titel war, denn zur grossen Überraschung vieler, hat die komplette Wachablösung im Schweizer Herren-Volleyball innerhalb von nur einer Saison stattgefunden. Der CS Chênois aus Genf unterstrich am letzten Wochenende beim Final des Swiss Cup deutlich, wer nun das Sagen hat in der NL-A. Sie fegten Näfels-Bezwinger TV Amriswil glatt mit 3:0 vom Platz. Es ist bei realistischer Einschätzung auch nicht anzunehmen, dass die Thurgauer in den Playoff-Finals gegen die Rhonestädter die Oberhand behalten werden. So haben die Genfer also den Sprung vom vierten Platz zum Branchenleader in der kürzest möglichen Zeit geschafft.
Näfels lässt aber den Kopf nicht hängen!
Dies soll nun aber keineswegs heissen, dass Näfels jetzt aufsteckt. Manager Ruedi Gygli zeigt sich kämpferisch: "Natürlich holen wir die Bronzemedaille," und Libero Rafa doppelt nach: "Wir setzen alles daran, den Sack im zweiten Spiel in Lausanne zumachen zu können." Wie geeint die Spieler nach allen verpassten Saisonzielen nun noch sind, wird sich zeigen. Aber gerade jetzt müsste es doch darum gehen, zu zeigen dass die Verbannung in den kleinen Final eine Trotzreaktion auszulösen vermag.
Auf die leichte Schulter nehmen, können die Näfelser diesen Gegner ohnehin nicht, zwar haben sie beide Spiele dieser Saison mit 3:1 gewonnen, aber der Sieg in Lausanne war sehr knapp. Ausserdem haben die Vaudois im ersten Play-off Halbfinalspiel gegen Chênois sehr gut gespielt und nur hauchdünn im fünften Satz verloren. Wer weiss wie lange und hart die Serie geworden wäre, hätte LUC dieses Léman-Derby für sich entschieden und mit 1:0 vorgelegt. Denn auch die zweite Partie in Lausanne war wieder ähnlich umstritten mit dem Resultat, dass die Bolle-Truppe auch dieses Spiel verlor. So wurde das dritte Spiel zwischen den Romands zum Schaulaufen für die Genfer, welche Spiel und Serie mit 3:0 beendeten. Das bedeutet, dass die Lausanner Studenten nun seit mittlerweile drei Wochen ohne Ernstkampf geblieben sind. Sicher haben sie diese die Zeit genutzt, um endlich einmal richtig auszuruhen, Blessuren zu kurrieren und den Kopf für diese letzte Entscheidung der Saison frei zu machen.
Auch für das Team von SEAT Volley Näfels standen einige Tage frei auf dem Programm und bestimmt waren auch diese sehr willkommen. Sowohl Jamelão als auch Mittelblocker Stephan Talmon-Gros sind wieder fit und haben diese Woche wieder das volle Trainingsprogramm absolviert. Damit hat Trainer Serramalera seit langem wieder einmal die Möglichkeit, taktische Wechsel vorzunehmen. Bestimmt gewinnt damit das Näfelser Spiel wieder an Volumen und Varianten und so ist es also letztlich auch diesmal nur eine Frage des Kopfes, ob es Näfels gelingt, seine Überlegenheit vom Papier aufs Spielfeld zu bringen und Lausanne UC in diesem ersten Spiel zu bezwingen.



























































































