Montag, 8. Mai 2006; 08:00
Allgemein

SEAT Volley Näfels mit neuem Gesicht

Von: Rolando K. Küng, Näfels - Südostschweiz am Sonntag

Was bereits während der Playoff-Halbfinalspiele begann, findet nun seinen positiven Abschluss. Mit der Verpflichtung von Marco Bär (26), dem Passeur der Schweizer Nationalmannschaft, spielt zum ersten Mal seit vielen Jahren in Näfels wieder ein Schweizer auf der Zuspielposition.

 

Aus Finnland, Kanada, Belgien, Puerto Rico, Kuba und Brasilien kamen sie, die verschiedenen Zuspieler welche die letzten Jahre beim Serienmeister SEAT Volley Näfels gespielt haben und nicht zuletzt dank ihnen konnten die zahlreichen Erfolge gefeiert werden. Nie drängte sich für diese Position ein Schweizer auf, oder aber waren die wirklich guten Zuspieler bei andern Klubs in festen Händen. Dies trifft natürlich auch auf die Neuverpflichtung aus dem Thurgau zu. Den Verantwortlichen von SEAT Volley Näfels war es nicht entgangen, wie gut sich Marco Bär entwickelt hat in den letzten Jahren. Der Kreuzlinger steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums als Inf. Ing. ETH und möchte sich in der Folge möglichst voll aufs Volleyball konzentrieren. Dazu der Internationale: „Die Strukturen bei SEAT Volley Näfels erlauben es mir, auch tagsüber trainieren zu können und nach meinem Studienabschluss will ich jetzt etwas Neues anpacken.“

 

Trainer Juan-Manuel Serramalera weiterhin bei Näfels

 

Nach Ablauf der Bedenkfrist steht ausserdem fest, dass auch der argentinische Erfolgstrainer seinen Job als Trainer bei den Glarnern weiterführt. Obwohl sonst fast die gesamte Mannschaft ausgewechselt wird, steht er dabei trotzdem für Kontinuität. Zur Zeit befindet er sich in Argentinien und besucht dort Weiterbildungskurse als Trainer. Ausserdem steht er im direkten Kontakt mit der Nationalmannschaft seines Landes in der Funktion als Assistenztrainer. Anders als im letzten Jahr, wird er diesmal bei der Verpflichtung der neuen ausländischen Spieler miteinbezogen. Dies könnte sich als grosser Vorteil erweisen, denn er kennt sehr viele Spieler persönlich und liefert somit dem Vereinsvorstand wichtige Informationen über die Spielstärke der Kandidaten und auch deren Leistungen in der vergangenen Saison.

 

Neuer Mittelblocker kommt aus Brasilien

 

Serramaleras Recherchen haben bereits Früchte getragen, konnte doch mit Marcus Osias Macedo Campos (32) ein neuer Mittelblocker verpflichtet werden, welcher aus der argentinischen Meisterschaft ausgezeichnete Referenzen mitbringt, war er doch der sechstbeste Blockspieler der gesamten Profiliga. Der 1.95m grosse Brasilianer soll dank seinem Alter und seiner Erfahrung die letzte Saison manchmal so vermisste Ruhe und Souveränität in die Mannschaft bringen. Marcus hat noch nie in Europa gespielt, wurde aber durch den ehemaligen Näfelser Robert Ferreira bestens über die hier herrschenden Verhältnisse informiert.

 

Näfels nun fast ohne Beacher

 

Nach dem Ausscheiden der Beach Profis Jan Schnider, Philip Gabathuler und Stephan Talmon-Gros verbleiben lediglich die Sutter-Brüder als Kombispieler Beach/Halle im Team. Die Neuverpflichtungen werden als Hallenspieler engagiert, möglichst ohne Doppeleinsatz. Der Zuzug von Samuel Büschi (24) vom PV Lugano ist auch definitiv. Der Mittelblocker der Schweizer Nati freut sich bereits sehr darauf, nun endlich in seinem Wunschklub spielen zu können. Nach vier Jahren bei LUC und einem einjährigen Abstecher ins Tessin zu Lugano kommt der 2.05m grosse Solothurner schon in den nächsten Wochen ins Glarnerland.