Samstag, 20. Januar 2007; 21:17
Allgemein

SEAT Volley Näfels mit einem Bein im Playoff-Halbfinal

SEAT Volley Näfels bleibt trotz herannahender Fasnacht konzentriert und landet einen ungefährdeten Sieg gegen den VBC Andwil-Arnegg. Wie vermutet sprinteten die Serramalera-Boys im Eilzugstempo durch dieses Spiel und liessen überhaupt nichts anbrennen. Zu konzentriert spielten sie auf und hatten eigentlich nur ein Ziel, die grösstmögliche Schonung auf das schwere Cupspiel vom Sonntag.




Eigentlich hätten die Glarner Volleyballer für dieses Spiel ja das Heimrecht gehabt im sgu. Die Dreifachhalle linth arena war jedoch ebenso anderweitig belegt, wie die Doppelturnhalle Ebnet in Andwil. So blieb nur die wirklich kleine Einfachturnhalle Friedberg in Gossau übrig. Etwelche Bedenken über die Hallengrösse wiegelte vor dem Spiel Trainer Serramalera aber gleich ab: „Das spielt doch überhaupt keine Rolle, schliesslich trainieren wir die ganze Woche in der Novalishalle im sgu und die ist auch nicht grösser.“ Da seien seine Spieler Profi genug, sich auf diese Umstände einzustellen.


Captain Rafa zeigt wo es lang geht

Und der Trainer sollte mit seiner Aussage recht behalten. Schon beim Service schufen sich die Näfelser den ersten Vorteil, denn diese kamen oft und bei fast allen Spielern sehr druckvoll. Dabei merkte man auch gut, wie unbelastet die Stammsechs vor diesem Gegner aufspielte. Die St. Galler blieben im ersten Satz bis zum 17:17 dem Favoriten zwar immer dicht auf den Fersen, dann aber wurde es Captain Rafa zu bunt und er sorgte höchstpersönlich dafür, dass es ab sofort nur noch einen Chef auf dem Platz gab. Er servierte viermal in Serie, woraus ein Ass, ein Servicewinner und ein Blockpunkt resultierte und beim letzten Service schliesslich ein Fehler. Diese kleine Rallye genügte aber vollends und den Satzgewinn realisierte er dann auch noch gleich selbst mit einem Hammerangriff auf die 3-Meter-Linie.


Klares Resultat im zweiten Satz

Zu Beginn von Satz zwei kam Andy Sutter für den Argentinier Tonga und es ging im selben Stil weiter. Durch den ständig hohen Druck, kam die Fink-Truppe gar nie richtig ins Spiel. Man merkte auch deutlich, dass diese nicht an ihre Chance glaubten. Dabei spielte es auch überhaupt keine Rolle dass Marcus Osias verletzungsbedingt von ausserhalb dem Spielfeld das Geschehen betrachtete. Mittelblocker Roman Sutter ersetzte ihn sehr gut und spielte einmal mehr frech und ohne Komplexe auf. Passeur Bär schaltete und waltete nach Belieben und hatte die Qual der Wahl beim Angriff, denn alle seine Angriffspieler punkteten regelmässig wie eine Schweizer Uhr. Dazu kam eine sehr aufmerksame Feldverteidigung angeführt von einem gut gelaunten Libero Werner.


Zeit für Experimente im dritten Satz

Satz drei brachte eine weitere Änderung. Serramalera hatte dermassen viel Vertrauen in seine Mannschaft, dass er nun seinen Landsmann Tonga als Mittelblocker anstelle von Büschi spielen liess. Damit konnte er einerseits eine weitere Variante im Ernstkampf testen und andererseits schonte er wenigstens drei seiner Spieler für das schwierige Auswärtsspiel in Lausanne. Und wie nicht anders zu erwarten war, funktionierte die Mannschaft auch so, zog das druckvolle Spiel durch bis zum Schluss und landete einen klaren Sieg mit einem Minimum an Aufwand.

 

„Die Mannschaft war ganz klar auf das Spiel gegen Lausanne fokussiert, für welches wir die ganze Woche über spezifisch trainiert und auch Videostudien angestellt haben,“ so Serramalera. Und wer den Trainer kennt, weiss dass sein Team nun optimal auf das Cup Spiel eingestellt ist. Wie vor einer Woche gegen Sursee, war auch diese Begegnung ein ideales warmlaufen auf das schwere Spiel gegen LUC.


Gymanasium Friedberg Gossau SG – 250 Zuschauer – Spieldauer 65 Minuten.

20-Jan-2007

VBC Andwil-Arnegg vs SEAT Volley Näfels 0:3 (19:25, 16:25, 19:25)

 

 

SEAT Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Bedrac, Obeid, Alvarez, Büschi, Trainer: Juan-Manuel Serramalera

 

VBC Andwil-Arnegg: Messmer (Passeur und Captain), Keller (Libero), Bianchi, Thürlemann, Kraft, Forrer, Bellaguarda, Brühwiler, Trainer: Cäsar Fink