Seat Volley Näfels meldet sich in der Serie zurück
SEAT Volley Näfels gewinnt den zweiten Playoff-Halbfinal in Amriswil. Nach einem intensiven Match besiegten die Glarner die Amriswiler in vier Sätzen (25:21, 25:22, 18:25, 25:23). Damit ist die Halbfinal-Serie wieder ausgeglichen und offen.
Im Vergleich zum ersten Spiel startete Näfels mit einer völlig neuen Aufstellung: Guerra kehrte ins Team zurück und spielte auf Aussen/Annahme zusammen mit Andy Sutter. In der Mitte kamen Jamelão anstelle von Gabathuler - er leidet immer noch an einer Daumenverletzung - und Captain Roman Landolt zum Einsatz. Auf der Diagonale spielte Jan Schnider. Diese Formation gab es bisher noch nie. Trainer Serramalera aber hat es gewagt und gewonnen.
Den Näfelsern gelang eindeutig der bessere Start als noch am Sonntag. Trotzdem lagen sie rasch im Hintertreffen. Gleich drei Service Asse konnten die Thurgauer in de ersten Pahse des Spiels verwerten. Näfels liess sich aber nicht beeindrucken und weiter distanzieren, holte mit überraschenden Angriffen Punkt um Punkt auf. Da waren sie wieder, die beim ersten Spiel vermissten Emotionen! Mit einem Ass schaffte Guiga den erstmaligen Ausgleich zum 16:16. Die Amriswiler zeigten nun schwache Nerven und machten Fehler. Beim Satzball nahm Trainer Serramalera Guiga raus und brachte Gabathuler. Diese taktische Variante war erfolgreich: Gabathuler verwertete den Satzball mit einem Block zum 25:21 für Näfels.
Attraktiv und emotional
Zu Beginn des zweiten Satzes spielten die Glarner weiterhin attraktives Volleyball. Sie zeigten schwungvolle Angriffe wie schon lange nicht mehr. Es war eine Freude, den Spielzügen der Näfelser zuzuschauen. Passeur Guiga spielte sher gut, versetzte den gegnerischen Block x-fach. Doch es schlichen sich immer wieder Fehler ein. Amriswil dagegen spielte weiter konzentriert.
So blieb das Spiel bis zum 19:19 ausgeglichen. Es war der Meister, der für Spektakel sorgte, während Amriswil seine Chancen kaltblütig ausnützte. Schliesslich kam Näfels doch zu Satzbällen. Captain Roman Landolt höchst persönlich verwertete den dritten Satzball zum Satzgewinn. Amriswils Libero Wälchis Kommentar zu den beiden ersten Umgängen: "Wir waren nicht mehr so gut wie pasenweise in Näfels, wir waren ständig einen Schritt zu spät"
Starke Amriswiler
Der dritte Satz nach der 10-Minuten-Pause war dann schlicht zum Vergessen. Bei Näfels klappte nur wenig, die Angriffe führten zu keinen Punkten. Amriswil aber brachte Punkt um Punkt ins Trockene. Unter gütiger Mithilfe der Schieds- und Linienrichter fiel die Vorentscheidung in der Mitte des Satzes. Die Thurgauer führten mit 14:8. Mit 25:18 ging der Satz schliesslich an die Ostschweizer. Verdient, denn Amriswil zeigte im dritten Satz eine sehr solide Leistung.
Der vierte Satz war ein Satz der Punkteserien. Höhepunkt war eine Serviceserie des Amriswiler Captains Bär mit 5 Punkten in Folge. Beim Stand von 10:11 glich sich das Score mehr und mehr aus. Näfels lag nun dank Fehlern der Thurgauer immer knapp in Führung.
Bei den Glarnern vermisste man aber überraschende Spielzüge wie in den ersten beiden Sätzen. Und Passeur Guiga schien phasenweise von allen guten Geistern verlassen. Zum Glück für Näfels baute nun auch Amriswil ab. Die Thurgauer Angriffe blieben Mal für Mal im starken Glarner Block hängen. Symptomatisch der Ball zum vorentscheidenden 21:18 für Näfels: Gleich 5-mal wehrte der Näfels-Block im selben Spielball die Smashes ab, bis am Ende der Punkt an Näfels ging. Am Ende verwertete Andy Sutter den zweiten Matchball zum 25:23- Satzgewinn. Mit dem 3:1-Sieg in Amriswil sind die Näfelser wieder im Geschäft.
«Die Mannschaft wusste, worum es ging», so Manager Ruedi Gygli nach der Partie. «Die Jungs haben begriffen, dass es im Volleyball ohne Emotionen nicht geht.» Auch Trainer Serramalera war zufrieden: «Meine Mannschaft hat gut reagiert.» Was wohl auch daran lag, dass Guerra wieder mit von der Partie war. «Er setzte uns ganz schön unter Druck», musste denn auch der Amriswiler Marco Bär anerkennen.



























































































