Samstag, 13. Januar 2007; 21:41
Allgemein

SEAT Volley Näfels ist Sieger der Quali-Runde und trifft damit in den Halbfinals auf den Sieger aus LUC vs Münsingen

SEAT Volley Näfels erfüllt mit einem 3:0 Pflichtsieg die Erwartungen über einen Gegner welcher nie wirklich an seine Chance glaubte. Die gezeigte Leistung genügte heute und im dritten Satz kamen auch die Auswechselspieler zum Zug und bestätigten, dass auch sie jederzeit bereit sind. Klar sichtbar war auch die Spannung vor dem wichtigen Cupmatch in Genf.

Nach einer bewegten Woche präsentierten sich die Serramalera-Boys unbeeindruckt und lösten ihre Aufgabe problemlos. Gewiss, der Gegner war vom bisherigen Verlauf der Saison her betrachtet klar schwächer einzustufen. Zu Spielbeginn merkte man davon aber gar nichts. Bis zum Stand von 19:19 war der Satz sehr ausgeglichen, bis dann Marcus Osias ein Block- und ein Angriffspunkt gelang. Diese zwei Punkte Vorsprung verwalteten die Glarner ohne grosse Probleme und gewannen Satz eins nach einem Servicefehler von Raphael Zurgilgen.


Näfels legt einen Zacken zu

 

Passeur Bär variierte seine Angriffe besser, es kamen auch die Mittelangreifer zum Zug und die Annahmen auf die meist guten Services der Luzerner waren nun stabiler. Captain Rafa war ausserdem eifrig bemüht seine Mitspieler wachzurütteln. Diese Veränderungen gegenüber dem ersten Satz zeigten Wirkung und nun war die Überlegenheit des Branchenleaders im Herrenvolleyball klar sichtbar.

In Satz drei mit Bedrac und den Sutter Brüdern


Coach Serramalera tat zu Beginn des dritten Satzes das einzig Richtige. Er brachte in die Mitte für Marcos Osias Roman Sutter und auf die Aussenposition sein Bruder Andy anstelle von Captain Rafa. Ivan Bedrac am Pass komplettierte die Rochade im Team. Der Spielverlauf wurde dadurch sofort wieder ausgeglichener, man sah dass sich die neuen Spieler erst an den Rhythmus gewöhnen mussten. Zu Satzmitte lagen die Glarner aber mit drei Punkten vorn. Diagonalangreifer Obeid machte seine Punkte im Angrif sicher und auch am Block wurde er immer stärker. Beim Stand von 21:17 gelang ihm ausserdem ein sehr spektakuläres Service-Ass mit welchem Näfels das Spielende einleitete. Zu gross war der Vorsprung, als dass es Sursee gelang sich noch einmal heranzukämpfen. Ausserdem ging es für die Luzerner ja um gar nichts mehr. Denis Milanez, der brasilianische Captain meinte denn auch nach dem Spiel: „Wir spielen oft bis zum Stand um 20 Punkte gut mit, aber dann gelingen uns die entscheidenden Punkte nicht mehr.“ Dadurch hätten sie zwei bereits im Sack geglaubte Spiele noch verloren. Es sei ihnen klar gewesen, dass heute gegen den Leader nichts drin läge, „aber die wichtigen Spiele gegen den Abstieg kommen ja erst noch, und da wollen wir bereits sein.“

 

Ausser der Tatsache dass sowohl der Captain von Näfels wie auch derjenige von Sursee aus Brasilien stammen, wurden die beiden heute auch zum wertvollsten Spieler ihres Teams gewählt. Dazu Rafa Lins: „Natürlich freut mich das immer, es zeigt dass wahrgenommen wird, wie sehr ich mich für die Mannschaft einsetze.“

Münsingen schafft Riesenüberraschung

 

Durch den Auswärtssieg der Münsinger bei Lausanne UC wird die Rangliste in der letzten Runde noch durcheinander gewirbelt. Die Konsequenz daraus ist die, dass LUC und Münsingen auch den Halbfinalteilnehmer untereinander ausmachen und der Sieger dann auf SEAT Volley Näfels trifft. Allgemein wurde ja erwartet, dass Näfels’ Gegner Amriswil oder Lugano heissen würde. Aber all diese Voraussagen wurden durch den doch eher unerwarteten Sieg Münsingens in letzter Minute noch Lügen gestraft.

 

sgu Näfels – 250 Zuschauer – Spieldauer 68 Minuten.

13-Jan-2007

SEAT Volley Näfels – VBC Sursee 3:0 (25:22, 25:14, 25:21)

 

 

SEAT Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Bedrac, Obeid, Alvarez, Osias, Büschi, Trainer: Juan-Manuel Serramalera

 

VBC Sursee: Milanez (Passeur und Captain), Morgenthaler (Libero), Emmenegger, Brander, Zurgilgen, Eichenberger, Augsburger, Landa, Itzhaki, Trainer: Dusan Jarotta