"SEAT Volley Näfels ist ausgeglichen wie nie zuvor"
Seat-Volley-Näfels-Trainer Juan-Manuel Serramalera (34) zeigt sich vor dem Meisterschaftsstart sehr zuversichtlich. Sein Team ist bereits gut in Form, wie der Gewinn des Supercups zeigte, aber trotzdem noch extrem steigerungsfähig.
Ihr neu formiertes Team spielte am Supercup bereits gross auf, und das obwohl die Vorbereitungszeit extrem kurz war. Brauchen Sie im Hinblick auf das Startspiel überhaupt nervös zu sein?
Juan-Manuel Serramalera: Vor dem ersten Spiel ist man immer angespannt. Das gilt besonders für das erste Heimspiel. Aber es stimmt, die Mannschaft ist gut in Form. Vor zwei Wochen sah es noch etwas anders aus.
Welche Bedeutung kommt der Startpartie gegen Lausanne zu und was erwarten Sie für ein Spiel?
Serramalera: Der Start ist immer wichtig. Und heute stehen wir vor dem Näfelser Heimpublikum, das generell hohe Erwartungen hat, zusätzlich unter Druck. Dennoch sehe ich uns als klaren Favoriten, der das dominieren und letztlich gewinnen wird.
Und danach geht es ja gleich mit gewichtigen Brocken weiter?
Serramalera: Richtig, es warten Chênois, Lugano und Amriswil. Diese vier Partien sind richtungweisend für die Spiel ganze Saison.
Im Vergleich zum Vorjahr ist Näfels heuer tiefer besetzt - auch verglichen mit der Konkurrenz. Wie schätzen Sie das Potenzial ein?
Serramalera: Unser Kader umfasst 13 talentierte Spieler, die alle hungrig sind auf Erfolge. Sieben davon sind momentan sogar Volleyballprofis. Das spricht für sich.
Wo sehen Sie die Stärken der Mannschaft?
Serramalera: Als sehr wichtig erscheint mir, dass alle dasselbe Ziel verfolgen, sprich unbedingt Titel gewinnen wollen. Die Motivation ist daher sehr hoch. Zudem ist die Equipe auf allen Positionen ausgezeichnet besetzt.
Auch in der Mitte?
Serramalera: Gerade dort haben wir stark zugelegt. Mit Büschi, Osias sowie den jungen Roman Sutter und Chistoph Suter verfügen wir über eine Durchschlagskraft wie nie zuvor. Im Supercup lag unsere Erfolgsquote in der Mitte bei über 80 Prozent.
Gibt es auch Schwächen?
Serramalera: Niemand ist perfekt. Unser Team muss sicher noch zusammenwachsen. Die Mischung aus Talent, Spielintelligenz, Athletik und Erfahrung scheint mir aber in dieser Mannschaft sehr gelungen - das macht uns ausgeglichen, variantenreich und daher sehr, sehr stark.
Haben Sie bewusst erfahrenere Spieler geholt?
Serramalera: Ja. Ich war diesen Sommer stärker in den Transferprozess involviert. Routine war dabei ein wichtiges Kriterium. Osias, Alvarez und Obeid verfügen über grosse Erfahrung. Die wissen, was in den entscheidenden Situationen zu tun ist. Aber auch junge Spieler wie Andy Sutter, um ein Beispiel zu nennen, sind enorm gereift und wollen nun Verantwortung übernehmen.
Wie siehts mit Marco Bär aus, mit dem erstmals seit vielen Jahren wieder ein Schweizer als Passeur spielt?
Serramalera: Für mich ist Bär der beste Passeur in der Schweiz. Er ist ein Kämpfertyp, spielt intelligent und für sein Alter sehr abgebrüht. Mir gefällt seine Spielart.
Wer wird Näfels' härtester Konkurrent?
Serramalera: Bis jetzt hat mich Amriswil am meisten überzeugt - die Leute dort sind hungrig. Chenois ist nicht mehr ganz so stark, wird aber bestimmt noch die eine oder andere Verstärkung suchen. Dasselbe habe ich allerdings auch von Amriswil gehört. Amriswil will es heuer wissen.



























































































