SEAT Volley Näfels im CEV Cup gegen Mazedonien
SEAT Volley Näfels und der TV Amriswil stehen morgen Sonntag im CEV-Cup (Nachfolger des European Top Teams-Cup) im Einsatz. Dank dem guten Abschneiden der Näfelser Volleyballer in den Vorjahren mit der Sicherung eines Quotenplatzes, bestreiten nun der Schweizermeister und auch der Vize am Sonntag diesen Wettbewerb. Der Gegner, 11 Oktomvri 2005 Prilep aus Mazedonien, ist ein eher unbeschriebenes Blatt, wobei dies nicht immer sehr viel über die Stärke aussagen muss.
Bild: rkk-"Einer für alle, alle für einen" - "um por todos e todos por um"
Nach den drei Meisterschaftspielen mit klaren Siegen dürfte es am Sonntag beim Hinspiel des 1/16-Finals im CEV-Cup erstmals so richtig zur Sache gehen. Da gibt es kein Wenn und Aber, das Hinspiel muss gewonnen werden. Bei Gleichstand nach dem Rückspiel eine Woche später, wird drei Minuten nach Spielende in einem Golden Set der Teilnehmer des Achtelsfinales ermittelt. Dies könnte gut auch in Prilep passieren, wo die Zuschauer bestimmt sehr temperamentvoll und lautstark ihr Team unterstützen werden. Eigentlich wäre es ja den Näfelsern dank besserer Klassierung im CEV-Ranking zugestanden, das zweite Spiel zuhause auszutragen. Aber da Ende Oktober die Herbstmesse in der linth arena stattfindet, wurden die Näfelser gezwungen abzutauschen. Der volle Einsatz in beiden Spielen lohnt sich aber auf jeden Fall, denn der Sieger trifft dann in der nächsten Runde im Dezember auf einen Vertreter der französischen Pro-A Liga. Entweder wird es Poitiers sein oder dann Toulouse. Es ist bekannt, dass in Frankreich in der Profiliga ein sehr hohes Niveau gespielt wird und es wäre eine ausgezeichnete Plattform für die einzelnen Spieler sich auf diese Art zu präsentieren und auch zu empfehlen.
Golden Set – seltsame Form der Entscheidung
So oder so wäre es auch bei einer Niederlage gegen die Mazedonier noch nicht zu Ende mit dem diesjährigen Europacup-Gastspiel. In diesem Fall spielten die Jungs um Captain Andy Sutter in der dritten Runde des European Challenge Cup. Und dies wiederum in einem Heim- und Auswärtsspiel und auch wieder in der selben Formel mit einem Golden Set bei Gleichstand nach zwei Spielen. Wobei das Resultat der beiden Spiele keine Rolle spielt, d.h. also man kann durchaus ein Spiel mit 3:0 gewinnen und das andere nur mit 2:3 knapp verlieren. Es kommt trotzdem zu diesem nicht gerade von allen Trainern gleich geliebten Entscheidungssatz, welcher oft eher einer Lotterie gleichkommt als einer Entscheidung welche das wahre Stärkeverhältnis zwischen zwei Gegnern richtig zum Ausdruck bringt. Der Vorteil ist aber, dass es so auch einmal einem Team gelingen kann weit nach vorn zu stossen, weil es das Glück des Tüchtigen und das Momentum auszunutzen weiss. Und weshalb sollte das nicht gerade auch SEAT Volley Näfels einmal gelingen?
So oder so zwei Heimspiel im sgu
Auf jeden Fall wird es also dieses Jahr mindestens zwei Heimspiele geben auf europäischem Parkett und dies entschädigt die Zuschauer etwas dafür, dass es letzte Saison überhaupt keines gegeben hat. Damals schieden die Glarner in Slowenien nach einer Lehrstunde gegen Anhovo Kanal im Auswärtsturnier sang- und klanglos aus.
Erfolglose Suche im Internet
Versucht man per Internet ein bisschen etwas über das Team von Prilep und den Volleyball in Mazedonien zu erfahren, stellt man fest, dass es da weitgehend Fehlanzeige gibt. Erstens ist die offizielle Site nur in der Landessprache aufgeschaltet und aktuell ist sie leider auch nicht. Prilep selbst hat keine eigene Website. So kann über das Spiel nur gemutmasst werden umsomehr, dass es dem Management des Serienmeisters trotz örtlicher Zusage nicht gelungen ist, Video-Aufnahmen aus Mazedonien zu erhalten. Gemäss Anmeldung reisen die Mazedonier aber nur mit acht Spielern an. Dafür aber mit einem Betreuerstab von etwa dreimal so vielen Leuten! Schaut man auf die Spielerliste so stellt man fest, dass fünf der acht Spieler gerade mal so um die zwanzig Jahre alt sind. Zoran Zabev, der Passeur, im Gegensatz dazu aber bereits 32 Jahre alt ist und Sasko Milanov gar 36 Lenze zählt. Für Trainer Dejan Dimoski wird es zumindest in Näfels sicher nicht einfach, sein realtiv unerfahrenes Team gegen die hungrigen Spieler von SEAT Volley Näfels einzustellen. Gelingt es Trainer Michel Bolle die richtige Taktik vorzugeben und gegenbenenfalls mit klugem Coaching auch noch kurzfristig etwas zu verändern, kann man zumindest diesem Hinspiel gelassen entgegen gesehen werden.



























































































