SEAT Volley Näfels gegen LUC: So spannend wie ein Krimi
Seat Volley Näfels und LUC demonstrierten den Zuschauern Volleyball der attraktivsten Art. Am Ende stimmte für die Einheimischen auch noch das Resultat. Sie gewannen das hoch dramatische Spiel nach abgewehrtem Matchball in der Verlängerung ganz knapp.
Kurz vor halb Neun – zweieinhalb Stunden nach Spielbeginn – Sämi Büschi kniet in Federer Manier jubelnd auf den Boden, rund um Ihn herum jubeln seine Teamkameraden. Was war geschehen: Näfels hatte eben den dritten Matchball verwertet, durch eben diesen Büschi. Er blockte einen Angriff der Lausanner erfolgreich ab, der Ball klatschte im gegnerischen Feld zu Boden. Das war die Entscheidung in diesem Knüller. Das Spiel war ein Hin und Her, sehr spannend und ausgeglichen.
Mehr Licht als Schatten bei Lausanne
Wie haben die Spieler von Näfels die Niederlage vom letzten Mittwoch und die harte Kritik verdaut, fragten sich vor Beginn des Spiels die Anhänger von Seat Volley Näfels. Die Antwort folgte sogleich. Beide Teams knüpften dort an, wo sie am Mittwoch aufgehört hatten: LUC überzeugte, Näfels wackelte. Die rasche 6:2 Führung der Mannschaft von Michel Bolle konnte Näfels bis zum Satzende nicht mehr wettmachen. Der Block von LUC überzeugte. Für Näfels Angreifer gab es kaum ein Durchkommen. Zum Glück für Näfels hatte aber auch Lausanne seine Probleme mit den Angriffen in der Mitte. Die drei ersten Angriffsversuche über die Mitte endeten alle wegen Missverständnissen zwischen Lausannes Passeur und den Mittelangreifern mit Punktverlusten. Trotzdem gewann LUC den Startsatz klar mit 25:19.
Eine gelbe Karte brachte Farbe in Spiel
Seat Volley Näfels startete erfolgreicher zum zweiten Umgang. Eine 6:3 Führung gaben die Glarner aber preis, nachdem sie eine gelbe Karte kassierten, weil sie einen Entscheid des Schiedsrichters nicht akzeptieren wollten. Doch diese gelbe Karte brachte endlich Farbe und Emotionen in das Spiel der Gelbschwarzen. Ab diesem Zeitpunkt gab Näfels die Führung bis zum Satzgewinn von 25:17 nicht mehr aus der Hand.
Leckerbissen und Spannung für die Zuschauer
Nach der Pause zeigten sich beide Teams auf der Höhe ihrer Aufgabe. Kein Team vermochte den Gegner zu distanzieren. Die Punktesammler von LUC hiessen Diagonalspieler Bruschwiler und Annahmespieler Zhukov. Bei Näfels wiesen Rafa, Osias und Andy Sutter, der anstelle von Tonga in der Startaufstellung stand, eine sehr gute Angriffsbilanz aus. Diese Spieler glichen die Negativbilanz von Diagonalangreifer Obeid aus. Am Ende vergab Näfels fünf Satzbälle. LUC verwandelte seinen zweiten Satzball zum 30:28.
Im vierten Satz bis zum Stand von 12:12 war das Spiel sehr ausgeglichen. Meist stand es unentschieden. Lausanne unterliefen dann einige Fehler. Näfels dagegen konnte sein Niveau halten. Dazu agierte auch Obeid wieder besser. Das Resultat war der klare Satzgewinn von 25:19 für Näfels.
Der Sieg hing an einem dünnen Faden
Wie schon am Mittwoch in Lausanne musste ein Tie Break das Spiel entscheiden. Lausanne startete fulminant. Sie führten 6:2. Dank drei erfolgreichen Blocks von Osias, Büschi und Obeid glich Seat Volley Näfels zum 9:9 aus. Beim Stand von 12:11 bei einem erneuten Block von Büschi lag Näfels erstmals in Führung. Nach einem Angriffsfehler ins Out kam aber LUC beim Stand von 14:13 zu einem Matchball. Mit dem „siebten Mann“ im Rücken wehrte Näfels den Matchverlust mit einem erfolgreichen Angriff von Osias über die Mitte ab. Den dritten Matchball zum 18:16 verwertete Näfels unter tosendem Applaus des lautstarken Publikums. Dass Näfels das Spiel für sich entscheiden konnte lag schliesslich daran, weil alle Spieler im entscheidenden Moment trotz Rückstand kühlen Kopf bewahren konnten und nicht aufgaben an den Sieg zu glauben. So stand Näfels am Ende das Glück des Tüchtigen zur Seite.
Matchtelegramm
Näfels, linth-arena, Samstag, 10. Februar 2007h, 18:00
Zuschauer: 450 Zuschauer
Spieldauer: 125 Minuten
Seat Volley Näfels - Lausanne UC – 3:2 (19:25, 25:17, 28:30, 25:19, 18:16)
Lausanne UC: Wiacek (Captain), Zhukov, Chevallier, Kusio, Froesch, , Lardi, Bruschweiler, Hominal (Passeur), Baldi, Jaton (Libero), Trainer: Michel Bolle
Seat Volley Näfels: Rafa (Captain), Tonga, Obeid, Bär (Passeur), Osias, Büschi, Werner (Libero); Bedrac (Passeur) Andy Sutter, Roman Sutter; Trainer: Juan-Manuel Serramalera
Schiedsrichter:
1.SR: Bollier Bruno
2.SR: Schürmann Philippe



























































































