SEAT Volley Näfels gastiert in Müningen - Andy Sutter trifft auf seinen Beachkollegen
Für Näfels beginnt mit dem Spiel am Sonntagabend in Münsingen eine Serie von drei Auswärtsspielen in Folge. Der überraschende Aufsteiger tritt als Aussenseiter an, würde die Glarner aber gerne etwas ärgern.
Alles andere als ein Sieg von Seat Volley Näfels gegen Münsingen wäre eine sehr grosse Überraschung. Die Glarner sind erfahrener und haben das grössere Potenzial als die Berner aus dem Aaretal. Während bei Näfels für die Mehrheit der Spieler derzeit Volleyball der Beruf ist, ist in den Reihen von Münsingen nur ein Profi zu finden.
Professionelle Einstellung
Es ist der 25-jährige Murray Laidlaw. Der Kanadier ist ein erfahrener Aussenangreifer, der schon auf drei Kontinenten spielte, unter anderem auch in Hollands Ehrendivision. In den Spielen vom vergangenen Wochenende überzeugte er und leistete sich im Spiel gegen den Mitaufsteiger Andwil-Arnegg nur einen einzigen Fehler als Angreifer. «Es ist gut, einen Profi in den eigenen Reihen zu haben. Aber ich erwarte von allen Spielern eine professionelle Einstellung», relativiert der sehr erfahrene Spieler-Trainer und Mittelblocker Marco Bonaria die Rolle des Kanadiers. Zudem ist mit Philipp Reinmann ein Passeuer im Team der Berner, der mit Lausanne UC bereits grosse Erfolge feierte und jahrelang an der Spitze der NLA mitmischte.
Diesmal gegen- statt miteinander
In den Reihen von Münsingen spielt auch Jonas Weingart mit, der langjährige Beachvolleyball-Partner des Näfelsers Andy Sutter. Die beiden haben zusammen bei den Junioren grosse Erfolge erzielt. Zweimal belegten sie an den Beachvolleyball-Weltmeisterschaften der U21 den 5. Rang. Ist ein Spiel gegen den eigenen Partner etwas Besonderes für Andy Sutter: «Nein, es ist ein Spiel wie jedes andere. Wir müssen unser Spiel durchziehen, dann sollte das kein Problem sein. Es freut mich aber gegen Jonas zu spielen und zu sehen, wie er in der Halle spielt. Das Spiel gegen ihn ist für mich ein besonderer Ansporn, um eine besonders gute Leistung zu zeigen.»
Kein Spaziergang
Dass die Partien gegen Münsingen kein Spaziergang sind, erlebten in dieser Saison Pallavolo Lugano (überraschende 2:3-Niederlage daheim) und der TV Amrsiwil, der nach einem 0:2-Satzrückstand in der Schlossmatte in Münsingen am Ende das Blatt doch noch wenden konnte. «Wir sind ein kompaktes Team, der Kern der Mannschaft ist derselbe wie letztes Jahr. Wir haben keinen Star und sind auf allen Positionen gut besetzt. So können wir für die vier Spitzenteams ein Stolperstein sein. Aber gegen Näfels einen Sieg zu erwarten, wäre doch vermessen, auch wenn wir mit dem Ziel ins Spiel gehen, den ersten Heimsieg in der NLA zu feiern», beurteilt Bonaria die Ausgangslage. Die Spieler von Näfels sind also gewarnt. Auch gegen den Aufsteiger müssen sie Vollgas geben.
Volleyball, NLA: Münsingen – Näfels, Sonntag, 5. November, 18 Uhr, Schlossmatte.



























































































