Freitag, 27. Januar 2006; 10:00
Allgemein

SEAT Volley Näfels erreicht in Zürich gegen Voléro die Playoff-Halbfinals

Von: Köbi Hefti

Näfels hat mit einer durchzogenen Leistung gegen Voléro auch in Zürich gewonnen. Mit dem 3:1-Sieg entschied der Meister den Viertelfinal vorzeitig mit 2:0-Siegen für sich und qualifizierte sich für die Halbfinals. Dort treffen die Näfelser auf den Sieger aus der samstäglichen Begegnung Amriswil - Sursee.

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Kurz vor Spielbeginn, als sich das Team von Näfels nochmals vor der Trainerbank versammelte, forderte Betreuer Lütschg seine Mannen auf: «Kämpft. Ihr müsst hellwach sein und heute fertig machen.» Doch schon nach wenigen Bällen wurde klar, dass dieses Spiel bei Voléro kein Spaziergang werden würde, wie das wohl in den Hinterköpfen einiger Spieler geschrieben stand.

Prominentes Lob

Der erste Satz war sehr ausgeglichen. Näfels lag zwar meist ganz knapp in Führung, konnte sich aber nicht absetzen. Gegen Satzende hielt Voléro mit dem Meister sehr gut mit. Beide Teams lebten nicht mehr von den Fehlern des Gegners, sondern von den selber erzielten Punkten. In der Verlängerung siegte Näfels mit 29:27. Stefan Kobel, der Bronzemedaillengewinner an den Olympischen Spielen 2004 in Athen im Beachvolleyball und ehemaliger Spieler von Näfels sagte denn auch: «Dieser erste Satz hat mir gut gefallen, da sahen wir schönes Volleyball.»

Im zweiten Satz konnte Voléro von Beginn an nicht mithalten. Das Tempo und die Kraft der Glarner waren zu hoch und zu gross. Beim Meister waren nun alle Spieler wach und zeigten ihre Sonnenseite. Ausser bei risikoreichen Services spielte der Meister im Gegensatz zu Voléro praktisch ohne Fehler. Am Ende gab es in diesem Satz ein eindeutiges Verdikt: Näfels gewann ihn 25:13.

Verdienter Satzgewinn Voléros

Dieser krasse Satzverlust weckte die Spieler von Voléro. Ganz anders aber Näfels. Die Konzentration war weg, und so nutzen die Zürcher ihre Chance und brachten Punkt für Punkt ins Trockene. 14:8 führte der Aussenseiter. Der Näfelser Trainer Juan-Manuel Serramalera gefiel das gar nicht und er wurde an der Seitenlinie ziemlich energisch und laut. Nach dem Spiel sagte er: «Wir machen immer denselben Fehler. Fehler können passieren, aber nicht immer wieder derselbe. Es reicht einfach nicht, wenn wir meinen, wir können eine Partie mit 50 Prozent Einsatz gewinnen.» Näfels glich zwar gegen Satzende zwar nochmals aus. Am Ende aber gewann Voléro den Satz verdient mit 25:22.

Jamelaos Serviceserie

Im vierten Satz war das Spiel bis zum 11:11 sehr ausgeglichen. Dann führte aber wieder einmal – wie schon oft in dieser Saison – eine Serviceserie von Jamelao zur Vorentscheidung. Näfels setze sich ab, führte 16:11 und hielt diesen Vorsprung bis zum Spielende und gewann diesen Satz klar mit 25:19. Damit siegte Näfels 3:1 und qualifizierte sich so in der Best-of-three-Serie klar mit 2:0-Siegen für den Halbfinal. Gegner dort wird entweder Amriswil oder Sursee sein.

Nach dem Match waren sich alle Näfelser Spieler einig. Jamelão und Andy Sutter, die beiden überzeugenden Angreifer sagten beide dasselbe: «Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Aber erneut hatten wir Durchhänger, die wir einfach nicht haben dürfen.»

Voléro Zürich – Seat Volley Näfels 1:3 (29:27, 25:13, 22:25, 25:19)

Sporthalle im Birch, Zürich. – 80 Zuschauer. – Spieldauer: 100 Minuten.
Näfels: Guiga, Andy Sutter, Roman Sutter, Jamelão, Schnider, Gabathuler, Rafa, Landolt.
Voléro Zürich: Cajic, Ljubicic, Gölz, Bedrac, Illic, Zingg, Prawdzic, Werner.