SEAT Volley Näfels erledigte seine Pflichtaufgabe und übernahm die Tabellenspitze
Näfels liess sich in Sursee auch am 11.11. nicht narren. In kurzen 67 Minuten fertigte der Favorit die in allen Belangen unterlegenen Innerschweizer mit 3:0 ab.
Der Näfelser Trainer Juan-Manuel Serramalera machte schon vor dem Anpfiff in der Stadthalle in Sursee klar, was er von seiner Mannschaft erwartet. „Dieses Spiel müssen wir klar für uns entscheiden. Zudem erwarte ich von meinem Team eine konzentrierte Leistung ohne Durchhänger“, verkündete Serramalera mit sichtlicher Gelassenheit und ergänzte, dass sie sich nicht speziell auf diese Aufgabe vorbereitet, sondern den Fokus schon jetzt auf das kommende Spiel in Lausanne sowie auf das Europacup-Turnier Anfang Januar in Slowenien gerichtet haben.
Widerstand schnell gebrochen
Trotz dieser ziemlich selbstbewussten Prioritätenfestlegung gaben sich die Glarner in Sursee keine Blösse. Der Tabellenvorletzte ging vor heimischem Publikum das eigentlich fast aussichtslose Duell gegen Meisterschafts-Co-Favorit Näfels zwar topmotiviert an, zu holen gab es für das Team von Trainer Dusan Jarotta allerdings nichts. Beim Stand von 3:3 gelang Näfels der erste Punktgewinn bei eigenem Aufschlag, und als Sursee seinen folgenden Angriff ins Out schlug, konnte man schon bereits erstmals erahnen, dass es eine klare Angelegenheit geben würde.
Als die Glarner dann gegen Mitte des ersten Satzes mit einer weiteren Serie an gelungenen Blockaktionen 15:8 wegzogen, war eine Vorentscheidung gefallen. Osias beendete den ersten Durchgang nach 22 Minuten nach einem starken Service von Obeid zum 25:19. Spätestens jetzt war der Glaube an eine Überraschung beim Heimteam verflogen.
Obeid mit Glanzleistung
Dementsprechend gering war denn auch die Gegenwehr, die der Aussenseiter im zweiten Satz leistete. Näfels setzte sich gleich zu Beginn ab und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Herausragend aus der ganzheitlich auf hohem Niveau agierenden Mannschaft war in dieser Phase der Argentinier Obeid, der mit starken auf Aufschlägen und hoher Durchschlagskraft im Aussenangriff glänzte. Eine weitere hocheffektive Waffe der Näfelser war der massierte Block, an dem Sursee sich wiederholt die Zähne ausbiss.
Beim Stand von 22:12 für die Glarner wurde es Sursee-Trainer Jarotta dann zu bunt. Er nahm sein zweites Timeout und versuchte seinen Spielern nochmals gut zuzureden. Im zweiten Satz, der mit 15:25 ebenfalls klar verloren ging, stiessen Jarottas Worte bei seinen Spielern zwar nicht mehr auf Gehör, umso mehr dafür zu Beginn des dritten und voraussichtlich letzten Satzes.
Sursees kurzes Aufbäumen
Sursee erwischte diesmal einen guten Start, wenn auch sichtlich unterstützt von einer kurzen Schwächephase der Glarner, bei denen nun Bedrac für Bär als Passeur im Einsatz stand. So führten die Gastgeber mit 3:0, später 4:1 und beim ersten technischen Timeout immerhin noch 8:6, ehe Näfels das Szepter wieder übernahm. Angeführt von Andy Sutter, der jetzt zur Höchstform auflief, buchte Näfels sieben Punkte in Serie zum 13:8 und setzte damit Sursees letztem Aufbäumen ein Ende.
Nach 67 Minuten hiess es nach einem erfolgreichen Angriff von Andy Sutter Matchball Näfels. Mit einem Servicefehler zum 18:25 besiegelte Sursee sein Schicksal - sehr zum Ärger seines Trainers - gleich selbst. «Näfels war uns vor allem in den Bereichen Service und Block weit überlegen und weist auch eine deutlich bessere Abstimmung auf als wir. Was mich allerdings ärgerte, war, dass sich meine Spieler nicht an meine Vorgaben hielten. Ich gab ihnen beim Stande von 8:6 klare Anweisungen, aber sie wollten nicht hören», machte Jarotta seinem Ärger Luft.
Sursee - Näfels 0:3 (19:25,15:25,18:25) Stadthalle. - 100 Zuschauer. - Spieldauer: 67 Minuten. SR: Seydoux, Stanisic.
Sursee: Milanez (Passeur), Brander, Zurgilgen, Landa, Nevosad, Augsburger, Morgenthaler (Libero); Emmenegger, Studer, Quadt, Eichenberger.
Näfels: Bär (Passeur), Alvarez, Obeid, Andy Sutter, Roman Sutter, Osias, Werner (Libero); Büschi, De Sousa Lins, Bedrac.
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