SEAT Volley Näfels einmal mehr Favorit - Bald so erfolgreich wie Servette?
Eine Woche nach dem gewonnenen Cupfinal strebt Näfels im Playoff-Final der Männer gegen Amriswil das sechste Double der Vereinsgeschichte an. Die Favoritenrolle in der Best-of-7-Serie liegt ab Samstag einmal mehr bei den Glarnern.
Seit 1996 wurden nur Näfels (7 Mal) und Chênois (4) Schweizer Meister. Es deutet wenig darauf hin, dass sich in diesem Jahr daran etwas ändern wird. Näfels war bisher die klar beste und konstanteste Mannschaft und entschied in dieser Saison auch die beiden Prestigeduelle gegen Amriswil (3:1/3:2) für sich. Die Glarner haben die Chance zum sechsten Mal nach 1998, 2000, 01, 04 und 05 das Double zu gewinnen.
Mit dem achten Titel würde Näfels mit dem Schweizer Rekordmeister Servette gleichziehen. Die Genfer spielten in den Sechziger- und Siebzigerjahren eine ähnlich führende Rolle wie Näfels in den vergangenen 13 Jahren, ehe ihr Name 1979 nach der Fusion mit Star Onex verschwand. "Wir spielen zwar nicht für solche Erfolge, die ergeben sich mit der Zeit. Aber es ist natürlich schon eine Bestätigung für die Arbeit und den Weg in den letzten Jahren", sagte der Näfelser Manager Ruedi Gygli. "Bevor es so weit ist, müssen wir zuerst einmal Amriswil schlagen, und das wird nicht einfach."
Eine "Übermannschaft" wie Chênois in der letzten Saison ist Näfels nicht. Vor einer Woche bekundete das Team von Trainer Juan Manuel Serramalera im Cupfinal gegen Lugano (3:1) Mühe. Auch in den Playoff-Halbfinals gegen Lausanne (3:1-Siege) marschierte Näfels nicht einfach durch. "Unsere Stärke ist die Ausgeglichenheit", so Gygli. Mit dem Cupsieg habe man das Minimalziel in dieser Saison, der Gewinn eines Titels, erreicht. Deshalb sei der Druck vielleicht nicht so gross. Mehrere Näfelser Spieler erkrankten im Laufe dieser Woche an Grippe und konnten nur reduziert trainieren. Für das erste Heimspiel am Samstag sollten sie aber wieder fit sein.
Amriswil nahe dran
Amriswil, das sich im Halbfinal gegen Sursee ohne Satzverlust mit 3:0 Siegen durchsetzte, steht nicht auf verlorenem Posten. In ihrem zweiten Playoff-Final nach 2006 (0:4 gegen Chênois) glauben die Thurgauer an ihre Chance: "Wir waren noch nie so nahe am Titelgewinn", sagte Amriswils Captain Christian Willi. In der Tat: Einerseits dominierte der Qualifikationssieger Näfels das Championat nicht so krass wie Chênois vor einem Jahr und anderseits konnte sich Amriswil zwei Wochen akribisch auf den Final vorbereiten. Vor einem Jahr bezwang es Näfels im Halbfinal in der letzten Partie der Best-of-5-Serie -- ein nicht unwesentlicher mentaler Vorteil.
Trainer Jalal Baghdady arbeitete in der spielfreien Zeit mit dem Team an der körperlichen Fitness und der Abstimmung. Um gegen das defensiv starke Näfels zu bestehen, werden Annahme und der Aufschlag entscheidend sein, weiss der gebürtige Iraner. Baghdady übernahm das Team im Dezember wieder von Tony Westman, der sich freiwillig zurückgezogen hatte. Seither gewann es deutlich an Stabilität und avancierte zum ersten Herausforderer von Näfels.
Nationalliga A, Männer: Playoff-Final (best of 7) - Spielplan:
1. Runde. Samstag, 3. März (18.00 Uhr): Näfels - Amriswil
2. Runde. Samstag, 10. März (17.00): Amriswil - Näfels
3. Runde. Samstag, 17. März (18.00): Amriswil - Näfels
4. Runde. Sonntag, 25. März (16.00): Näfels - Amriswil
Evtl. 5. Runde. Mittwoch, 28. März (20.00): Näfels - Amriswil
Evtl. 6. Runde. Samstag, 31. März (17.00): Amriswil - Näfels
Evtl. 7. Runde. Mittwoch, 4. April (20.00): Näfels - Amriswil



























































































