SEAT Volley Näfels auf gutem Weg
SEAT Volley Näfels hat auch das zweite Auswärtsspiel innerhalb einer Woche in Amriswil gewonnen. In einem intensiven Spiel besiegten sie den TV Amriswil mit 3:2. Damit führen die Glarner in der Best-of-7 Serie mit 2:1.
Das Spiel wurde von beiden Teams sehr konzentriert und ohne sichtbare Nervosität angegangen. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Sideout-Spiel. 8:7 führte Seat Volley Näfels beim ersten technischen Timeout. Mit zwei Servicewinnern von Rafa verschafften sich die Gäste etwas Luft mit einer Drei-Punkteführung. Amriswil aber holte den 15:18 Rückstand mit einem Angriff und zwei direkten Blockpunkten auf. So blieb das Spiel weiter völlig ausgeglichen, immer wieder kam es zum Gleichstand. Beim 25:24 kam Näfels zum ersten Satzball. Bär servierte - ganz gegen seine Gewohnheit - sehr kurz, das überraschte die Thurgauer. Die Annahme kam direkt zu Andy Sutter, der diesen Penalty zum 26:24 Satzgewinn verwandelte.
Amriswiler Stadtmauer
Nach der kurzen Pause startete Amriswil besser als Näfels. Eine Serie von drei Punkten konterte Näfels zwar nochmals und lag beim ersten technischen Timeout gar mit einem Punkt in Front. Doch dann baute der TV Amriswil sein Mauerwerk auf. Die Angreifer von Näfels kamen kaum noch daran vorbei. Es war eine Lehrstunde in Sachen perfektem Blockspiel, welches die Thurgauer Mittelblocker Thomas Büsser und Christian Willi den Angreifern von Näfels erteilten. Insgesamt neun direkte Blockpunkte erzielte der TV Amriswil. Nur ein Drittel der Näfelser Angriffe war in diesem Satz erfolgreich. Am Ende gewann der TV Amriswil den zweiten Satz überaus klar mit 25:14.
Das 50-Prozent-Duett
Wie würde das Spiel nach der Zehn-Minuten-Pause weitergehen? Finden die Glarner wieder ins Spiel? Die Antwort kam zögerlich. Zwar prallten die Angriffe nicht mehr an der Thurgauer Mauer ab, ab es resultierten auch keine Punkte für Näfels. Nach dem 1:4 Rückstand nahm Trainer Serramalera bereits ein Timeout. Er gab seinen Spielern die richtigen Anweisungen mit aufs Feld. Sein Team agierte danach wieder so wie zu Beginn des Spiels. Das Duo Andy Sutter und Obeid sorgte in diesem Satz für die Hälfte der Näfelser Punkte. Nur nach dem zweiten technischen Timeout wurde es wieder sehr spannend als die Thurgauer einen 13:16 Rückstand aufholten. Zu viel mehr reichte es ihnen aber nicht, ihre Annahme war in dieser Phase zu unstabil. Der Satz ging nach einer Obeid-Tripplete mit 25:19 an Seat Volley Näfels.
Amriswiler Comeback
Im vierten Umgang schien schon bald alles klar zu sein – der Match entschieden. Kaum hatte der Satz begonnen, führte Näfels 6:2. Das schien die Glarner zu sicher zu machen. Der TV Amriswil kämpfte weiter, liess nicht locker und rückte immer näher. Beim 13:13 war erstmals Gleichstand und bei 21:20 lag er erstmals in Führung. Der Kampfgeist trug Früchte und viel zur tollen Stimmung in der Halle bei. Da sich dann bei Näfels auch noch Fehler mit Folgen ins Spiel einmischten, war die Sache gelaufen. Der TV Amriswil holte sich den Satz mit 25:22.
So musste wieder einmal ein Tiebreak das Spiel entscheiden. Diese Nerven strapazierende Kurzentscheidung war in dieser Saison meist eine sichere Angelegenheit für Seat Volley Näfels. So war es auch gestern Abend. Näfels behielt die Übersicht, lag immer in Führung, und dies nicht knapp: 12:8 hiess es. Doch eine Serie zu durchsichtiger Angriffe der Glarner weckte erneut den Amriswiler Block. Die Thurgauer schafften wie schon im 4. Satz nochmals den Ausgleich zum 13:13 und 14:14. Doch dann beendeten ein Service-Fehler und nach einem intensiven Ballwechsel ein Amriswiler Fehlangriff, der weit im Out landete, das Spiel: Näfels gewann 16:14.
Volleyball zum Geniessen
Die Vorteile im Kampf um den Meistertitel liegen nun wieder bei Seat Volley Näfels. In einem sehr guten Spiel lieferten sich die beiden Ostschweizer Kontrahenten einen spannenden, attraktiven Zweikampf. Es war ein würdiges Volleyball-Fest wie das in einem Final sein muss. Alle Akteure waren auf der Höhe ihrer Aufgaben. Publikum, Schieds- und Linienrichter überzeugten genau so wie alle Spieler auf dem Feld. Das war Volleyball vom Feinsten.
Matchtelegramm
Tellenfeld, Amriswil, Samstag, 18. März 2007, 17:00
TV Amriswil - Seat Volley Näfels 2:3 (24:26, 25:14, 19:25, 25:22,14:16)
Zuschauer: 900
Spieldauer: 113 Minuten
TV Amriswil: Petzold (Passeur), Kertai (Libero), Zvolánek, Büsser, Willi (Captain), Karic, Schläpfer; Dalog, Hermann, Stojkovic; Trainer: Jalal Baghdady
SEAT Volley Näfels: Bär (Passeur), Obeid, Andy Sutter, Büschi, Osias, Rafa (Captain), Werner (Libero); Bedrac, Roman Sutter, Tonga; Trainer: Juan-Manuel Serramalera
1. SR Stanisic Sascha
2. SR Schürmann Philippe



























































































