Samstag, 3. November 2007; 21:30
Allgemein

Schweizermeisterschaft NLA: Zweite Niederlage in Folge gegen den TV Amriswil

Von: Rolando K. Küng

Nach feierlichem Empfang des Näfelser Kulturpreises in würdigem Rahmen durch den Vorstand von SEAT Volley Näfels war nach dem Festakt und Mittagessen auch schon Ende mit Freude und feiern.   Man kann im Thurgau gegen den TV Amriswil durchaus ein Spiel verlieren, aber die Art und Weise wie sich das Fanionteam heute präsentiert hat enttäuschte auf der ganzen Linie. Der in corpore angereiste Vorstand hatte nach dieser Niederlage wahrlich keinen Grund mehr zum Feiern. Zuvieles passte nicht an diesem Abend in Amriswil, zu schwach und fehlerhaft war die Leistung der gesamten Mannschaft.

Bild: rkk-Betretene Mienen bei Trainer Bolle, Captain Andy Sutter und Co., der Auftritt war auch dementsprechend, da gibt es nichts zu beschönigen.



Für SEAT Volley Näfels gab's in Amriswil sauren Most

 

Der TV Amriswil besiegte daheim SEAT Volley Näfels mit 3:1. Die Thurgauer waren die bessere Mannschaft und siegten deshalb verdient in einem Spiel das vor allem von der Spannung aber nicht von der Klasse lebte.

Köbi Hefti, Amriswil

 

Die Einheimischen hatten im ersten Satz leichtes Spiel gegen den Meister. Nur gerade bis zum 6:6 war das Resultat ausgeglichen,  dies dank einiger sehenswerten Aktionen von Miller in der Mitte. Doch dann riss der Faden - nichts ging mehr. Die Amriswiler zogen davon und sicherten sich den ersten Satz klar mit 25:19. Die erhoffte Wende nach dem Kaltstart des Meisters blieb diesmal aus. Im Gegenteil, Amriswil dominierte nach Belieben, brachte Punkt für Punkt ins Trockene. Ganz anders Näfels. Ausgehend von mangelhaften Annahmen über mässige Zuspiele und ineffizienten und fehlerhaften Angriffen kamen sie kaum zu Punkten. Das Ergebnis war entsprechend eindeutig. Bär, Willi, Schläpfer, Soares und Co. nutzten die Schwäche der Gäste gnadenlos aus und gewannen den Satz mit 25:11 überaus deutlich. "So einen schlechten Satz von Näfels habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen", meinte ein Vorstandsmitglied.

 

Hoffnung auf Wende

Der Pausentee zeigte Wirkung. Im dritten Satz entwickelte sich erstmals in diesem Derby ein ausgeglichenes Spiel. Der Grund lag aber nicht nur bei der Steigerung der Glarner, sondern auch beim Nachlassen der Thurgauer. Zwischen dem ersten und zweiten technischen Timeout liess Näfels erstmals in diesem Spiel seine Klasse etwas aufblitzen. Doch der Donner folgte sogleich mit einem Gewitter von sieben Amriswilpunkten in Serie. Die 16:11 Führung wandelte sich in einen 16:18 Rückstand. Amriswil kam zu zwei Matchbällen. Doch Näfels wehrte diese mit erfolgreichen Angriffen ab und kam selbst zu Satzbällen. Den zweiten verwertete Miller mit einem Angriff in der Mitte zum 28:26.

 

Amriswil liess sich nicht beirren

Der Start in den vierten Satz misslang Näfels. Trainer Bolle nahm nach dem 1:4 Rückstand bereits das erste Timeout. Die Worte des Trainers wirkten und Näfels fand zurück. Doch wenig später folgte dasselbe Lied. Trainer Bolle musste beim Stand von 8:12 bereits sein zweites Timeout nehmen. Auch diesmal blieb der Erfolg nicht aus. Dank sechs Punkten in Serie führte Näfels mit 14:12. Aber der TV Amriswil besann sich wieder auf seine Stärken. Vor allem die Blocks waren nun für Näfels mehr und mehr ein zu grosses Hindernis. So zogen die Einheimischen unaufhörlich davon und verwandelten ihren vierten Machtball zum 25:19.

 

Die Art und Weise dieser 1:3 Niederlage enttäuschte die Verantwortlichen und die mitgereisten Fans von SEAT Volley Näfels. Zu vieles hat nicht zusammengepasst, zu viele Spieler erreichten ihre Normalform nicht.

 

 

 

Matchtelegramm

 

Tellenfeld Amriswil, 3.11.2007, 17:00

Spieldauer:  95 Minuten

Zuschauer: 450

 

TV Amriswil - SEAT Volley 3:1 (25:19, 25:11, 26:28, 25:20)

 

TV Amriswil: Bär (Captain, Passeur), Rutishauser ( Libero), Soares, Büsser, Willi, Schläpfer, Karic, Kertai, Prawdzic

Trainer: Baghdady Jalal

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Gygli, Büschi, Brander, Joelson, Miller, Vinicius, Trainer: Michel Bolle

 

1.SR: Schürmann Philippe, 2.SR: Tschrischnig Helmut