Dienstag, 16. Oktober 2007; 18:27
Allgemein

Schweizermeisterschaft NLA: Volle Konzentration ist das Mittel zum Sieg gegen Sursee

Von: Rolando K. Küng

Am Mittwoch um 20.00 Uhr spielt der Tabellenleader gegen das noch sieglose Sursee.   Kein Spiel darf auf die leichte Schulter genommen werden und schon gar nicht gegen die schlecht gestarteten Luzerner. Wie es einem ergehen kann, wenn man gegen die Flückiger-Boys nicht voll geht, weiss der CS Chênois aus der letzten Saison nur zu gut.

Bild: mü-Samuel Büschi am Block gegen seinen ehemaligen Klub Pallavolo Lugano


Verletzungssorgen bei Sursee

 

„Ein solches Spiel ist ein eigentliches Bananenschalen-Spiel“. Diese Warnung kommt direkt von Trainer Bolle an seine Mannschaft. Nach dem klaren und unverkrampften Sieg gegen die Innerschweizer beim Supercup und den ebenso klaren Siegen bei den ersten beiden Meisterschaftsspielen gegen Martigny und Lugano ist nun Führung gefragt. Die Spieler von SEAT Volley Näfels wissen genau, dass der ehemalige Klub von Fabian Brander nicht eben gerade gut in die Meisterschaft gestartet ist. Sie wissen auch dass der nächste Gegner mit einigen Personalproblemen zu kämpfen hat. So spielte gegen Chênois am letzten Sonntag Libero Mike Morgenthaler erstmals in der NLA am Pass, bedingt durch die Verletzung des Stammpasseurs Denis Milanez. An seine Stelle rückte Junior Marcel Sharma. Gerade Morgenthaler war es, welcher beim Supercup in seiner Funktion als Libero sehr positiv aufgefallen war, so kann man sich vorstellen wie gross die Umstellung im Team gegen die Genfer gewesen sein muss. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass die Niederlage entsprechend klar ausfiel. Viel überraschender war aber die Meisterschafts-Pleite gegen Münsingen nachdem die Aaretaler in Lausanne beim Supercup noch klar das Nachsehen hatten gegen ein frisch und unbeschwert aufspielendes Sursee.

 

 

Die richtige Einstellung ist die halbe Miete

 

„Die mentale Vorbereitung ist auf ein solches Spiel viel wichtiger als jede Taktik,“ gibt der Trainer das Rezept im Vorfeld preis. Es erwartet die Spieler ein schwieriges Spiel und wenn sich das jeder ganz genau vor Augen führt, ist auch jeder im Team bereit von Anfang an seine volle Leistung zu bringen. Jeder Gegner ist gegen den amtierenden Meister besonders motiviert und versucht alles um nicht nur einen Achtungserfolg zu erzielen, sondern diesen zu schlagen. Der VBC Sursee spielt mit vier Ausländern und hat sich zum Ziel gesetzt, den 4. Rang der letzten Saison mindestens zu bestätigen. Es ist also nicht so, dass sich die Luzerner als Underdog fühlen und die Chance nach einem schlechten Start die Wende zu schaffen steigt von Spiel zu Spiel. Plötzlich gelingt es einer Mannschaft gut zu spielen und in einen Lauf zu finden, welcher auch zu einer faustdicken Überraschung führen kann. Genau das ist ja eben diesem Klub im Play-off-Viertelsfinale dieses Frühjahr gegen den CS Chênois gelungen. Am konkreten Beispiel fehlt es also nicht, dieses Spiel genauso ernst zu nehmen wie wenn es gegen Lausanne UC ginge.

 

Bald folgt erster Härtetest 

In der Zwischenzeit sind auch sämtliche Spieler konditionell auf einem sehr guten Niveau angelangt und die täglichen Trainings tragen das ihre dazu bei, dass die Abstimmung stetig besser wird. Trainer Michel Bolle kann aus dem Vollen schöpfen und lobt die Bedingungen wie er sie in Näfels vorfindet. Sämtliche Stammspieler sind fit und er stellt in Aussicht, dass er in Sursee nun auch damit beginnen wird die Spieler auszutesten, welche bisher im Spiel noch eher wenig zum Einsatz gekommen sind. Es wird wohl auch nötig die Last auf alle zu verteilen, denn in den nächsten gut zwei Wochen folgen nun sechs Spiele, unter anderem die zwei Partien des 1/16-Finals des CEV-Cups und die NLA-Spiele zuhause gegen Münsingen und Amriswil und Chênois auswärts. Mit dem Match gegen Sursee folgt also das Aufwärmen für den ersten Härtetest der noch jungen Saison und wie SEAT Volley Näfels am 3. November, dem Tag der Verleihung des Näfelser Kulturpreises an den Vorstand aussehen wird, darf man gespannt sein.