Schweizermeisterschaft NLA: Start zur Quali Runde erfolgt auswärts im Wallis
Anders als noch im letzten Jahr spielt der Meister dieses Jahr bereits im ersten Spiel gegen den Aufsteiger. Der VBC Martigny heisst jetzt Mercure Hôtel du Parc Martigny und hegt im ersten Jahr der NLA keine weiteren Ambitionen als die, nicht gleich wieder abzusteigen wie sein Vorgänger Andwil-Arnegg.
Bild: rkk-Matthew Jones, ein alter Haudegen im Schweizer Volleyball steht nach langen Jahren bei LUC nun in den Diensten der Walliser
Mit dem Feuer des Aufsteigers im Bauch starteten die Walliser in die ersten Partien des Supercups. Gegen LUC verloren sie klar in zwei Sätzen, aber den Amriswilern knöpften die Newcomers gleich mal einen Satz ab. (25:21) Auch im zweiten blieben sie hartnäckig dran bis zum Schluss und verloren ihn mit 22:25. Im Tie break unterlagen sie dann aber klar. Und ebenso klar verloren sie die dritte Partie gegen den PV Lugano. Da schien es, als seien die Spieler stehend K.O.
Damit bestätigte sich einmal mehr, dass es zu Beginn einer NLA Saison schon einiges an Anpassung braucht, um sich an den höheren Rhythmus zu gewöhnen. So kommt für die Truppe unter Trainer Gianfranco Pedercini die Partie gegen SEAT Volley Näfels vielleicht nicht mal so ungelegen bereits am Anfang. Bestimmt müssen sie ja nicht unbedingt gleich gegen den Meister ihre Punkte holen. Und im Verlauf der Saison können sie sich durchaus steigern, dann nähmlich, wenn es gegen Gegner geht, welche vielleicht eher etwas in Reichweite der Unterwalliser liegen.
Das heisst ja nun nicht, dass die Näfelser Volleyballer das Spiel auf die leichte Schulter nehmen können. Aber auf der langen Fahrt ins Wallis hat jeder genügend Zeit sich nach dem morgendlichen Training zuhause auch noch mental genügend vorzubereiten um während des Spiels bereit zu sein.
Trainer Bolle vermeldet leider auch bereits wieder eine Verletzung eines Spielers. Sie betrifft den Nachwuchsspieler Christoph Suter, welcher sich in Lausanne einen Bauchmuskelriss zugezogen hat und damit für acht Wochen ausfällt. Er darf dadurch für diese Zeit keine Wettkämpfe bestreiten und muss zweimal pro Woche in die Physiotherapie. Als Zückerchen erlaubt ihm aber Arzt Slongo wenigstens 3x pro Woche im Inform während einer Stunde aufs Velo zu steigen und zu pedalen was das Zeug hält. Alle übrigen Spieler sind aber fit und einsatzberit.
Nach der eher hektisch verlaufenen Schlussphase des Finals im Supercup kann man davon ausgehen, dass Michel Bolle mit seinen Schützlingen das Ganze aufgearbeitet hat und die entsprechenden Lehren gezogen hat aus dem unerwarteten Straucheln. In Einzelgesprächen wurde herauskristallisiert wo der Hase im Pfeffer lag. Vor diesem Hintergrund und der eigenen Spielstärke vertrauend, dürfte nicht damit zu rechnen sein, dass den Näfelsern im Wallis irgend etwas anbrennt. Es sei denn das Strohfeuer des Aufsteigers lodert wieder auf und dauert diesmal länger als nur einen Satz.



























































































