Schweizermeisterschaft NLA: Leader Lausanne UC zu Gast in Näfels
SEAT Volley Näfels hat nur noch eine Chance aus der Serie der drei Spiele gegen die Stärksten der NLA einen Sieg zu erringen. Schaut man auf die Tabelle, haben sie die Gelegenheit gegen die beiden eher weniger starken Chênois und Amriswil verpasst. Nun bleibt also nur noch den ungeschlagenen Spitzenreiter Lausanne UC zu bezwingen.
Bild: rkk-Sämi Büschi entdeckt den Glarner Schabziger im Rahmen eines kulinarischen Projekts welches den Spielern die Glarner Küche und ihre Spezialitäten näher bringen soll. Kultur und Sport fliessen bei SEAT Volley Näfels ineinander.
„Mit einem Sieg gegen Lausanne UC, meinen ehemaligen Verein, ist bei uns alles wieder in Ordnung,“ meint denn auch Trainer Michel Bolle. Seinem Nachfolger bei der Studentenmannschaft, dem Amerikaner Carl McGown ist es innert sehr kurzer Zeit gelungen, eine äusserst schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen. Dabei ist aber der Verein auch von seiner seit langen Jahren mit viel Engagement verfochtenen Theorie abgekommen, vor allem Schweizer Spieler einzusetzen. Heute stehen mit Artur Kusio (Pol), Matthew Carere (Can), Lauri Hakala (Fin) und Urs Günthör (De) gleich vier Ausländer in der Stammformation der Romands. Ob da wohl die Einsicht Einzug gehalten hat, dass es eben auch in der Schweiz nicht ohne wirklich starke Ausländer geht, will man ganz vorne mit dabei sein? Zweifellos haben dies sowohl SEAT Volley Näfels und der CS Chênois viel früher gemerkt und entsprechend auch die Titel der letzten Jahr gehamstert. Lausanne UC, noch unter Trainer Michel Bolle, musste da immer abseits stehen und zu mehr als Silber hat es schon lange nicht mehr gereicht. Es war 1995 genau gesagt, als LUC mit dem Double von Meisterschaft und Cup das letzte Mal so richtig ganz oben stand. Nachher teilten sich vor allem Näfels und Chênois und mit einem Cupsieg 1999 auch noch der TV Amriswil die Titel unter sich auf.
Ist LUC nun Favorit?
Nun scheint aber Lausanne UC eine Umkehr dieses Trends herbeiführen zu wollen und wird auch von Mitkonkurrent um die Titel, Michel Georgiou von CS Chênois als der klare Favorit bezeichnet. Waren das vor ein paar Wochen noch nicht mehr als Vorschusslorbeeren, so kann man nach fünf Siegen mit einem Satzverhältnis von 15:1 durchaus beginnen daran zu glauben. Und wohl gemerkt, LUC hat mit dem 3:0 Auswärtssieg in Amriswil und dem klaren Heimsieg über Chênois mehr als ein deutliches Zeichen gesetzt. Die Schweizer Spieler sind die selben wie letztes Jahr, wurden nur durch einen, aber gewichtigen, Zuzug erweitert in der Person von Libero Micha Wälchli, welcher nach einem kurzen Abstecher nach Genf bei CS Chênois nun für die Vaudois den Rückraum verteidigt.
Neuer Trainer als Erfolgsgarant?
Spricht man mit LUC’s Spielern, sind alle des Lobes voll über ihren neuen Trainer. In der Tat kann wohl kaum ein anderer Klub in der Schweiz von sich sagen, dass er als Trainer einen Doppelolympiasieger beschäftigt. McGown holte mit dem US Team 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul zweimal nacheinander die Goldmedaille zu einer Zeit in der das US-Volleyball das Mass aller Dinge war. So ist es also offensichtlich, dass das neue LUC mit dem erfahrenen Trainer-Fuchs und den gezielt ausgewählten Verstärkungen aus dem Ausland endlich wieder in der Lage scheint, an alte Erfolge anzuknüpfen.
Zwei Punkte und viel Prestige zu gewinnen
Nicht nur für Trainer Bolle, sondern für die ganze Mannschaft um Captain Andy Sutter steht also einiges an Prestige auf dem Spiel gegen den Emporkömmling aus Lausanne zu gewinnen. Einerseits geht es darum dass sich die Näfelser selbst zurückmelden können und andererseits will man natürlich auch zeigen, dass es so einfach nicht ist an Näfels vorbei an die Spitze zu kommen. Schliesslich hat auch SEAT Volley durchaus eine sehr schlagkräftige Mannschaft, auch wenn es innerhalb der letzten Woche zwei Niederlagen abgesetzt hat. So besteht also gerade jetzt die Chance aufzuzeigen dass Lausanne durchaus zu schlagen und mit den Glarnern weiterhin zu rechnen ist. So oder so verspricht das Spiel spannend zu werden, sollte es den Gastgebern gelingen, wieder aus dem Vollen zu schöpfen und so auch die Niederlage vor Wochenfrist gegen Amriswil vergessen zu machen.



























































































