Samstag, 13. Oktober 2007; 16:03
Allgemein

Schweizermeisterschaft NLA: Klarer Sieg auch im 2. Spiel

Von: Rolando K. Küng

SEAT Volley Näfels vs Pallavolo Lugano 3:0 (25:20, 25:21, 25:13)   SEAT Volley Näfels gewinnt gegen Pallavolo Lugano klar mit 3:0. Die Einheimischen zeigten gesamthaft eine gute Leistung und die reichte auch schon gegen ein Ersatzgeschwächtes Lugano welchem im 3. Satz richtiggehend die Flügel gestutzt wurden. Service und Blockspiel waren die stärksten Waffen im Spiel der Näfelser in welchem Vinicius als bester Spieler ausgezeichnet wurde.

Bild: rkk-Erstes Heimspiel mit neuer Dekoration der linth arena verlief nicht nur sportlich erfolgreich.


„Wir haben noch jede Menge Arbeit vor uns und es fehlt ganz einfach noch an Spielpraxis,“ meinte denn auch Luganos Captain Caio nach dem Spiel. Ihr Potenzial sei weit grösser als heute gezeigt, aber bisher sei es ihnen noch nicht gelungen, das wirklich auch zu zeigen. Er zeigte sich einigermassen irritiert darüber, dass es ihnen nach dem 0:2 Satzrückstand nicht mehr gelungen sei zu reagieren. Ähnlich sah das Spiel auch Trainer Bettello welcher festhielt, dass die ersten beiden Sätze so schlecht nicht gewesen seien. „Der Unterschied lag darin dass Näfels’ Team individuell stärker besetzt ist.“ Es sei ihnen leider auch nicht gelungen, den verletzten Italiener Decio auf der Diagonalposition gleichwertig zu ersetzen. „Realistischerweise mussten wir unsere ersten zwei Punkte auch nicht unbedingt auswärts in Näfels holen,“ meinte ein keineswegs frustriert wirkender Lugano-Trainer, „da sieht es in zwei Wochen gegen Aufsteiger Martigny schon anders aus.“

 

 

Konzentriertes Spiel ergab Vorteil

 

Ähnlich wie im ersten Spiel gelang es der Bolle-Truppe, seinem Gegner von Anfang an sein Spiel aufzuzwingen. Nie gelang es den Luganesi näher als bis auf einen Zähler Rückstand zu Näfels aufzuschliessen und immer wenn dies geschah, buchten sicher die Einheimischen wieder einige Punkte. Das Blockspiel bestach durch grosse Effizienz und bezeichnenderweise schloss ein herrlicher Doppelblock von Captain Sutter und Mittelblocker Büschi Satz eins ab. Ausser einem kleinen Strohfeuer zu Beginn des zweiten Satzes welches die Glarner aber zum 4:4 bereits wieder erstickten, gaben sie auch in diesem Satz mehr oder weniger klar den Ton an. Durch den hohen Druck in Service und Angriff zwangen die Einheimischen die Ticinesi auch zu vielen Eigenfehlern. Den Satzball verwertete erneut Andy Sutter mit einem Angriff.

 

 

Entfesseltes Auftreten im 3. Satz

 

Der dritte Satz wurde auch bereits zum Schlusssatz und zu einem wahren Schaulaufen der entfesselt aufspielenden Näfelser. Ganz offensichtlich resignierten die Luganesi schon früh und glaubten nicht mehr an ihre Chance. Passeur Bedrac machte einen guten Job und setzte seine gut gelaunten Angreifer noch und noch erfolgreich ein. Jeder bekam gute Bälle, welche der Reihe nach wuchtig ins gegnerische Feld geschlagen wurden. Anders als in den ersten beiden Sätzen gab es diesmal auch nicht das geringste Konzentrationsloch, welches dem Gegner erlaubt hätte wieder aufzuschliessen. Das gut auf den Gegner eingestellte Team zog sein Spiel durch und es war dem auffälligsten Spieler dieses ersten Heimspiels, dem Brasilianer Vinicius vergönnt, den ersten Matchball mit einem weiteren spektakulären Angriff im Feld der verzweifelten Ticinesi zu versenken.

 

 

Rundum zufriedene Gesichter bei Näfels

 

„Trotz anfänglichem Druck haben wir unsere Aufgabe gut gelöst,“ meinte denn auch ein sichtlich erleichterter Captain Andy Sutter. Für die drei Brasilianer sei es ja das erste Spiel hier in der linth arena überhaupt gewesen und auch sie hätten entscheidende Impulse zum Spiel beigetragen. Vom Spiel der Luganesi sei er enttäuscht, „die holen einfach zuwenig heraus aus ihrem Team.“ Auch Manager Gygli sah die Luganesi überraschend schwach und ist enttäuscht. „Bei ihrem Turnier in Lugano und auch beim Supercup in Lausanne haben sie besser gespielt.“ Seinem Team sei es aber gelungen mit einigen super Blocks gleich zu Beginn dem Gegner den Schneid abzukaufen. „Blocks wie sie uns von Beginn an gelangen, sind für jeden Gegner tödlich,“ und dazu verfügten sie heute über einen Vinicius in Hochform. Trainer Bolle stellte befriedigt fest, dass seine drei Vorgaben sehr gut umgesetzt wurden. Einerseits beim Service, dann beim Block auf den Aussenpositionen und in der Mitte. „Passeur Bedrac gab ich eine Ballverteilungsstrategie welche er ruhig und souverän umgesetzt hat.“

 

 

linth arena sgu – 280 Zuschauer – Spieldauer 66 Minuten. SR Wolf, Schürmann

 

13-Oct-2007

SEAT Volley Näfels – PV Lugano 3:0 (25:20, 25:21, 25:13)

 

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Roman Sutter, Gygli, Büschi, Brander, Joelson, Miller, Vinicius, Trainer: Michel Bolle

 

Lausanne UC: Ruan (Passeur), De Tommasi (Libero), Caio (Captain), Carlão, Maino, Decio, Faria, Hübner, Romeo, Trainer: Dario Bettello