Freitag, 12. Oktober 2007; 11:42
Allgemein

Schweizermeisterschaft NLA: Erstes Heimspiel - erster Auftritt vor eigenem Publikum

Von: Rolando K. Küng

SEAT Volley Näfels startet als Favorit gegen Pallavolo Lugano.   Es ist eigentlich klar, dass die neue Mannschaft von SEAT Volley Näfels ihren ersten Auftritt in der heimischen linth arena unbedingt erfolgreich gestalten will. Nach dem klaren Sieg im Wallis über Aufsteiger Martigny steht aber mit dem PV Lugano ein bestimmt stärkerer Gegner auf der andern Seite des Netzes und nach ihrer Startniederlage gegen Chênois wollen die nun ganz sicher ihre ersten zwei Punkte und zwar gegen Näfels.

Bild: rkk-Trainer Dario Bettello weiss ganz genau wie sein Team gegen Näfels zum Sieg kommt. Ob die Spieler dann seine Anweisungen umsetzen können, wird sich zeigen.


„Wir haben überhaupt nichts zu verlieren,“ steht denn auch in der Internet-Vorschau der Luganesi auf dieses Spiel. Ihre erste Heimniederlage kam nach einem knappen Sieg im Startsatz aber doch eher klar zustande. „Ach, wir stehen am Anfang der Saison und unser Zusammenspiel klappt noch nicht perfekt,“ besänftigt Trainer Dario Bettello und mahnt, jetzt bloss kein Drama aus dieser Niederlage zu machen. Der Italiener Andrea Maino, Altstar aus der italienischen Profiliga, habe seine Erwartungen erfüllt, dies im Gegensatz zu den drei Brasilianern. Mittelblocker Caio war ja schon letzte Saison dabei, nicht aber Passeur Ruan, welcher letzte Saison als zweiter Passeur neben Guiga (bei SEAT Volley Näfels 2005/06) in der Superliga seines Landes spielte. Ebenfalls neu ist Annahmespieler Carlão, einer von insgesamt sechs Ausländern bei den Tessinern und Massimiliano Decio, der italienische Diagnonalspieler, welcher ebenfalls über grosse Erfahrung aus der Profiliga Italiens verfügt, er spielte u.a. auch bei Copra Piacenza.

 

 

Sechs Brasilianer im Spiel

 

Obwohl die beiden Mannschaften schon zweimal im selben Turnier mitspielten, trafen sie bisher noch nicht direkt aufeinander. Aber natürlich haben sich die Teams gegenseitig ausgiebig gemustert und wissen sehr wohl, was da auf sie zukommt. Insgesamt werden sechs Brasilianer auf dem Spielfeld stehen, auf jeder Seite drei und die kennen sich ja auch alle von ihren Einsätzen in der brasilianischen Profiliga. Da geht es untereinander sehr wohl auch um viel Prestige wer nun gegen wen gewinnen kann. Eine gesunde Rivalität während des Spiels und der totale Kampf ums gewinnen, das ist normal und gehört zu jedem Spitzensportler. Aber Erfahrungsaustausch und freundliche Begegnung nach dem Spiel, immer auch im Wissen darob, heute Gegner und morgen Teamgefährte zu sein, gehören ebenfalls dazu.

 

 

 

Suche nach Gemeinsamkeiten

 

Nach den bisherigen Auftritten zu schliessen, geht SEAT Volley Näfels als Favorit in diese Partie. Eines haben die Mannschaften aber doch gemeinsam, beide haben beim Supercup mit dem TV Amriswil ihren Bezwinger gefunden. Dabei hatten die Luganesi im Gruppenspiel gar einen Matchball, welchen sie aber nicht verwerten konnten. Auch das Finalspiel der Glarner gegen die Thurgauer stand im tie break noch einmal auf des Messers Schneide bevor sich auch Näfels geschlagen geben musste. Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten findet man überdies noch die Niederlage von SEAT Volley Näfels gegen Chênois beim Turnier in Lugano. Doch hier hören diese auch defintiv auf, denn das war erstens ein Vorbereitungsturnier und zweitens liegt das auch schon wieder einen Monat zurück.

 

 

Volleyball Leckerbissen zu sehen

 

Es ist klar, Lugano will sich nun mit einem Sieg ins Gespräch für einen guten Platz der Quali-Runde bringen und auch, um den künftigen Gegnern Respekt abzuverlangen den Meister zuhause geschlagen zu haben. Trainer Bolle und seine Crew werden aber ganz entschieden etwas dageben haben überhaupt je ein Heimspiel zu verlieren und schon gar nicht bereits das Erste. So darf erwartet werden, dass ein hochmotiviertes Team aus der Südschweiz auf ein nicht weniger motiviertes aus dem Glarnerland treffen wird. Und da es hier nicht nur um banale zwei Punkte geht, sondern um viel mehr, ist es eigentlich kaum denkbar, dass ein Volleyball-Fan dieses Spiel verpassen will, es wird ganz bestimmt ein Leckerbissen.