Mittwoch, 18. April 2007; 17:44
Allgemein

Schweizer Meisterschaft Junioren A (U-21) in Laufen

Von: Rolando K. Küng

Wir können es in den Final schaffen!

auf diesem Bild fehlt Roman Sutter

 

Wie sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden?

 

Mahmout: Mit dem bisherigen Verlauf der Saison bin ich sehr zufrieden. Obwohl wir ein dünnes Kader gehabt haben und nie zwei Spiele mit den gleichen sechs Spielern spielen konnten (Beruf, Verletzung, Dummheit), haben wir alle Gegner in der Meisterschaft geschlagen, aber dann die Möglichkeit, in die NLB aufzusteigen, leider verpasst.

 

 

Wie stehen die Chancen für die SM?

 

Mahmout: Die Chancen für die SM stehen sehr gut, obwohl im April die Anwesenheit nicht optimal war. Aber ich denke, die Jungs haben in der 1. und 3.Liga viel Spielpraxis, Erfahrung und Selbstvertrauen gesammelt, so dass wir es in den Final schaffen können.

 

 

Welche Spieler haben sich bisher besonders hervorgetan?

 

Mahmout: Das war Oliver Leisinger. Er hat eine hervorragende Saison gespielt. Danke an dieser Stelle für sein vorbildliches Benehmen und seine Leistung.

 

 

Wie sind die Perspektiven für die nächste Saison?

 

Mahmout: Das ist noch nicht klar, da einige Spieler studieren werden.

 

 

Was kann an der Struktur innerhalb der vorhandenen Mittel verbessert werden?

 

Mahmout: Wenn man die Beziehung untereinander und die Einstellung des Menschen als Mittel bezeichnen will, so würde ich diese gerne verbessern bzw. verändern.

 

 

Was muss getan werden, damit in der Schweiz das Niveau gesamthaft steigt?

 

Mahmout: Der Schweizer Volleyballverband muss sich vom Volleyball als Breitensport distanzieren und sich mehr dafür als Spitzensport einsetzen. Wenn es z.B. für die Nationalmannschaft ein grösseres Einsatzprogramm geben würde, wäre das Werbung für Volleyball und würde Nachwuchs bringen. Die CH-Spieler müssen Profiverträge haben, wenn sie in der NLA spielen wollen. (das heisst z.B. sechs Std. Training im Tag).Es gibt viele Ideen und Pläne das Niveau zu verbessern, aber um diese umzusetzen braucht es Geld.

 

 

Woran liegt es, dass die heutige Generation weniger hart im Nehmen ist, als noch diejenige vor 10 Jahren?

 

Mahmout: Die elterliche Erziehung. Die Wünsche der Jugendlichen werden leicht erfüllt, ohne dass sie sich dafür anstrengen müssen. Da es zuwenig (männlichen) Nachwuchs in Volleyball gibt, muss sich der Einzelne keine Mühe geben, um einen Stammplatz zu bekommen. Bei den Mädchen habe ich den Eindruck, dass sie eher bereit sind, mehr zu tun um vorwärts zu kommen.

 

 

Was motiviert Sie weiter zu machen?

 

Mahmout: Erstens liebe ich Volleyball und meinen Beruf, und ich bringe gerne andern etwas bei.

Zweitens glaube ich, in meinem Blut fliessen keine roten Blutkörperchen, sondern Volleybälle...

Gute Arbeitsbedingungen, anständige und fleissige SpielerInnen und zu merken, dass sie zufrieden sind, motivieren mich.

 

 

Wie gefällt es Ihnen eigentlich im Glarnerland?

 

Mahmout: Meine zweite Heimat. Meine Frau ist Glarnerin...

 

 

Wie geht es bei Ihnen persönlich weiter?

 

Mahmout: Gott weiss das im Moment ganz allein. Es ist noch nichts entschieden.