Schweiz gewinnt die Serie mit 2:1 - CH vs AUT 2:3 (25:21, 21:25, 25:21, 22:25, 13:15)
Obwohl mit 2:1 Sätzen in Führung liegend, verloren die Schweizer Volleyballer das dritte Spiel gegen Österreich vor vollen Rängen in Einsiedeln noch knapp im Tie-Break. Beide Teams zollten den Anstrengungen der letzten Tage Tribut. Leistungsmässig geht der 2:1 Sieg aus den drei Testspielen für die Schweiz in Ordnung.
“Ich muss zugeben, ich bin nun körperlich fix und fertig,” dies die Aussage von Universalspieler Philip Schneider, dem einzigen Österreicher welcher im Ausland seine Brötchen als Volleyball-Profi verdient. Austria-Trainer Cuello (Arg), welcher extra für die diese Testserie aus Buenos Aires angereist war meinte zum Abschluss: “Aber bitte nehmt hier in der Schweiz unseren Auftritt in diesen drei Spielen nicht als Massstab. Wir haben überhaupt nicht zusammen trainiert, diese Spiele kommen für uns viel zu früh” und erklärte weiter: “Die Schweiz hat hier auf ihrem Top-Level gespielt, wir hingegen nur auf unserem tiefsten Niveau”. Sie würden sich dann im August während eines ganzen Monats auf die Olympiaqualifikation vorbereiten und signalisierte damit, dass das Austria-Team unter seinen Fittichen in höhere Sphären aufsteigen wolle.
Aufbau der Schweizer Nati nimmt Formen an
Nicht ganz so hohe Ziele verfolgt Swiss Volley mit seinem Herrenteam. Aber man spürt deutlich, mit wieviel Eifer die heutige Generation der Nationalspieler bei der Sache ist. Ganz sicher ist es für jeden von ihnen viel mehr Ehre als Pflicht, für die Nati auch ausserhalb der Hallensaison fit zu bleiben und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. So wie dieses Team aufgetreten ist, hat es sich zumindest sehr viel Goodwill erarbeitet und bestimmt vor allem unter den ganz Jungen viele neue Fans gewonnen. Alle drei Spiele wurden von einer lautstarken und begeisterten Zuschauerkulisse verfolgt und sicher war es eine glückliche Entscheidung, die Austragung der Begegnungen an Orte zu vergeben, welche normalerweise kein Spitzenvolleyball zu sehen bekommen.
Österreich überholt die Schweiz
Nach einer klaren und einer sehr knappen Niederlage (3:0 in St.Gallen und 3:2 in Schaan) wollten die Österreicher wenigstens im letzten Spiel den Sieg. Trainer Cuello liess nun Gavan anstelle von Reiser in der Mitte spielen und brachte den jungen Zass (18) anstelle von Hircsy in der Annahme. Als Libero kam diesmal Laure aus dem Team von Innsbruck zum Einsatz und wohl war auch die Leistungssteigerung seines Klubgefährten Mellitzer (20 Punkte) dafür verantwortlich, dass das Austria-Team wenn auch knapp aber doch nicht unverdient den Sieg holen konnte. Wie den Schweizern am Vortag, gelang es auch ihnen einen Vorsprung des Gegners noch wettzumachen und ihn zu überholen. Die lautstarken “Hopp Schwiiz-Rufe” begleitet von frenetischem Trommelklang beeindruckte die Cuello-Boys ebensowenig wie die niedrige und schwer zu spielende Halle in Einsiedeln.
Schlussfurioso der Schweizer-Nati blieb aus
Jeder wartete während des ganzen Tie-Breaks noch darauf, dass die Spieler unter Trainer Michel Bolle noch einmal den Turbo zündeten. Aber nicht mal dem jungen Adrian Schläpfer (20) gelang es mehr, noch ein kleines Bisschen mehr Leistung abzurufen, welche aber nötig gewesen wäre, auch noch den dritten Sieg zu landen. Dabei hinterliess der Youngster aus Amriswil gesamthaft einen sehr starken Eindruck und ist ein grosses Verprechen für die Zukunft.
“Mein Fazit aus dieser Testserie ist äussert positiv, die Mannschaft hat noch ein erhebliches Steigerungspotenzial und zwei unserer Besten, nämlich Andy Sutter und Ralf Asmar, standen uns nicht zur Verfügung,” resümierte ein gut gelaunter Trainer Bolle nach dem Spiel. So sehe er der Zukunft seiner Nati positiv entgegen und freue sich jetzt schon auf den Einsatz an der Universiade in Bangkok vom August.
Halle Brüel, Einsiedeln – 600 Zuschauer – Spieldauer 115 Minuten. SR: Stephan Grieder - Heinz Tschumi
27-Mai-2007 | Schweiz – Österreich 2:3 (25:21, 21:25, 25:21, 22:25, 13:15) |
Schweiz: Bär (Passeur), Werner (Libero), Willi, Wiacek, Schläpfer, Brüschwiler, Büschi, Brander, Froesch, Eichenberger, Hominal, Heyer. Abwesend: Andy Sutter. Trainer: Michel Bolle
Österreich: Binder (Passeur), Laure (Libero), Gavan, Schneider, Mellitzer, Laimer, Zass, Reiser, Schachingef, Wohlfahrtstaetter, Hirczy, Schützenhofer, Trainer: Claudio Cuello (Arg)



























































































