Samstag, 15. Dezember 2012; 18:37
NLA

Scheinbar einfache Aufgabe für Volley Näfels im Cup

Von: Rolando K. Küng

Nach dem harten und nicht ganz wunschgemäss verlaufenen letzten Wochenende steht das Team von Volley Näfels diesmal vor einer einfacheren Aufgabe. Aber aufgepasst, schon vor drei Wochen verkaufte Lutry-Lavaux seine Haut sehr teuer in der linth arena und war über weite Strecken ein schwieriger, unbequemer Gegner.

 

Für einmal darf man wirklich davon sprechen, dass Volley Näfels bei der Auslosung für die 1/8-Finalspiele im Schweizer Cup Glück gehabt hat. Mit Lutry-Lavaux kommt eine Mannschaft nach Näfels, welche die Polak-Truppe bisher zweimal bezwingen konnte in der Meisterschaft. Die Waadtländer stehen mit drei Siegen aus zwölf Spielen zu Buche. Damit sind sie auf dem zweitletzten Rang der NLA. Das Team um Libero Mathieu Jaton hat aber mit Volley Näfels doch etwas gemeinsam. Beide konnten den amtierenden Schweizer Meister, den CS Chênois, bezwingen. Wobei das Lutry-Lavaux im Léman-Derby zuhause bei Saisonbeginn erst im Tiebreak gelang. Aber es war für die aus lauter Amateuren bestehende Truppe natürlich ein grosser Erfolg. Und auch der Auftritt gegen Volley Näfels vor drei Wochen liess aufhorchen. In einem Spiel, welches zuletzt einen resoluten und starken Dalibor Polak brauchte, waren die Romands erst nach zwei Stunden geschlagen.

 

Nur der Sieg zählt, egal wie

Da spielten die Spieler um Captain Büsser aber schlecht und waren nach dem Match überhaupt nicht zufrieden mit ihrer Leistung. In einem Cupspiel ist das Resultat ja nebensächlich, es muss einfach gewonnen werden. Und da haben die Näfelser Volleyballer jetzt Gelegenheit dazu. Im Jahr 2001 lautete übrigens die Finalpaarung des Schweizer Cups Näfels gegen Lutry-Lavaux. Die Glarner gewannen damals in Fribourg mit 3:0. Letztes Jahr musste Volley Näfels zuerst Lausanne UC und nachher auch noch den damaligen Überraschungsverein, den TV Schönenwerd, aus dem Weg räumen. Erst im Halbfinale bekam der siebenfache Cupsieger Näfels mit Laufenburg-Kaisten einen leichten Gegner zugelost und damit war der Weg frei in den Cupfinal. Dieser wurde ja dann gegen Volley Amriswil in einem reinen Deutschweizer-Derby von den Thurgauern entschieden.

 

Unterschätze niemals deinen Gegner

Welchen Weg die Glarner diesmal beschreiten müssen und wo er allenfalls endet, weiss im Moment noch keiner. Nur eines ist sicher, Lutry-Lavaux kann und muss geschlagen werden. Dafür spricht vieles und nicht nur die beiden bisherigen Siege gegen diesen Gegner. Sondern auch die Ambitionen der beiden Vereine und die Mittel welche den Teams zur Verfügung stehen. Und wenn man den Winner-Typ Dalibor Polak kennt, gibt es für ihn sowieso keinen Gegner, welcher ihn und sein Team vor dem Einzug in den Final stoppen kann. Dagegen hält vielleicht einzig das Phänomen im Sport, dass man seinen Gegner unterschätzen und dieser darob über sich selbst hinauswachsen kann. Und dass dies nicht passiert, dafür steht die Erfahrung und die professionelle Einstellung aller, welche dieses Team ausmachen.

Bild: Köbi Hefti - Spielt Näfels am Pass wie Gygli gegen Chênois, kommt das gut