Schatten in der Sonnenstube
Näfels kann nicht mehr an die Leistung vom Donnerstag anknüpfen und verliert in Lugano im Tiebreak. Näfels hat es verpasst, mit einem Sieg in Lugano den Anschluss ans Spitzenduo Amriswil und Lausanne UC zu halten. Durch die 2:3-Niederlage ist der Rückstand auf vier Punkte angewachsen.
Der eine Punkt von gestern gegen Lugano könnte in der Endabrechnung für eine Play-off-Finalteilnahme zu wenig sein. «Wir begannen im ersten Satz gut. Im zweiten reagierte ich zu spät mit den Wechseln. Ich kann nicht zufrieden sein. Unsere Angriffe hatten diesmal keine Durchschlagskraft», analysierte ein enttäuschter Näfelser Trainer Dalibor Polak. Sein Captain Marco Gygli meinte zur Niederlage: «Es war ein enges Spiel. Nach dem guten Beginn bauten wir ab, vor allem zu Beginn der Sätze. Dadurch wurde es schwierig. Lugano spielte viel besser und motivierter als im Hinspiel. Positiv für uns ist, dass wir uns mit dem vierten Satz ins Spiel zurückkämpften.» Für Luganos Trainer Mario Motta spielten beide Teams nicht so gut und machten zu viele Fehler. Aber sein Team habe sich im Vergleich zum Donnerstag doch steigern können.
Im ersten Durchgang hatten sich die beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Weder Lugano noch Näfels lagen mit mehr als zwei Punkten voran. Näfels führte jeweils bei den beiden technischen Time-outs mit einem Zähler Vorsprung. Ein herrlicher Block von Martinez und Ehrat brachte Näfels zwei Satzbälle ein. Den ersten konnten die Luganesi noch abwehren, den zweiten nutzte Näfels zur 1:0-Satzführung. Eigentlich war es ein Geschenk von Lugano gewesen. Dessen Topskorer Andric setzte einen Angriffsball klar neben die Linie. Näfels sicherte sich den Startsatz, obwohl es fehlerhaft agierte und sich in diesem Durchgang mehr Servicefehler leistete als im gesamten Spiel beim 3:0-Sieg am Donnerstag gegen den gleichen Gegner.
Im zweiten Satz ging es im gleichen Stil weiter. Die beiden Teams gelangten im Gleichschritt zum 19:19. Mit Radziuk beim Service buchte Lugano vier Punkte in Serie, unterstützt von den Näfelsern, die zwei Fehler begingen. Einen weiteren Fehler der Glarner nützten die Tessiner zum Satzausgleich. Näfels musste diesen Satz wegen dieser Fehler abgeben, aber auch weil es seine Chancen, teilweise etwas nachlässig, vergaben.
Im dritten Durchgang änderte sich das Bild grundlegend. Nach einem 0:4-Rückstand fand Näfels nochmals Anschluss (3:4), musste dann Lugano aber ziehen lassen. Die Truppe von Dalibor Polak wirkte verunsichert. Mit den Einwechslungen von Milanez, Pulko und Walzer versuchte der Näfelser Trainer, das Steuer nochmals herumzureissen. Dieses Trio brachte dann auch mehr Schwung ins Näfelser Spiel, den Rückstand konnte aber auch es nicht wettmachen, und Näfels verlor den dritten Satz mit 17:25.
In den vierten Durchgang startete Polak mit einer neuen Aufstellung. Gygli, Pollock, Ehrat, Friend, Godoy und Pulko strahlten nun deutlich mehr Zuversicht aus. Näfels sammelte seine Punkte regelmässig und abwechslungsweise mit Blocks, Angriffen und Finten. Zudem funktionierte die Annahme deutlich besser als in den ersten drei Sätzen. Beim zweiten technischen Time-out führte Näfels mit 16:10, beging danach einige Fehler, die Lugano auf 21:22 herankommen liessen. Ein Service-Ass von Pulko bescherte den Näfelsern drei Satzbälle. Den zweiten verwertete Godoy zum 25:22 und 2:2-Satzausgleich.
Im Tiebreak agierte Lugano glücklicher als die Gäste und traf entweder die Linie oder stand in der Gunst der Schiedsrichter. Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung brachte die Näfelser aus dem Tritt. Die Luganesi spielten aber auch weniger fehlerhaft als der Gast und waren in diesem Satz die entscheidende Spur besser. Radziuk, der beste Luganesi verwertete schliesslich den ersten Matchball zum 15:10.
Lugano – Biogas Volley Näfels 3:2 (23:25, 25:20, 25:17, 22:25, 15:10)
Palamondo. – 150 Zuschauer. – SR Schürmann, Wolff.
Lugano:
Startformation: Bürge (Passeur), Radziuk (Captain), Rosic (Libero), Todorov, Savic, Andric, Simeonov
Einwechslungen: Valsecchi, Romeo, Tomsia
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Pollock, Friend, Ehrat, Martinez, Gotch
Einwechslungen: Godoy, Walzer, Milanez, Wunderle, Pulko.



























































































