Mittwoch, 7. Februar 2007; 18:22
Allgemein

Playoff-Halbfinal, Spiel 2: LUC vs SEAT Volley Näfels 3:2 (18:25, 25:21, 22:25, 25:21, 15:6)

LUC hat die Überraschung geschafft und im 2. Halbfinal daheim in Lausanne den Favoriten SEAT Volley Näfels straucheln lassen und die Serie zum 1:1 ausgeglichen. Die Glarner spielten lange Zeit gut, aber am Ende zogen sie gegen die kämpferischen Lausanner in einem guten Spiel den Kürzeren.

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute im Gedenken an den am Wochenende im Alter von 21 Jahren verstorbenen Fréderic Fellay. Dieser junge und hoffnungsvolle Nationalspieler gehörte letztes Jahr noch zum Meisterteam von Chênois.

 

"Heute gibt es vielleicht eine Überraschung", zeigte sich LUC Trainer Bolle vor dem Spiel noch optimistisch. Doch schon die ersten Bälle zeigten, dass Näfels erneut sehr gut eingestellt und bereit für dieses Vorentscheidende Spiel war. Sie diktierten das Spiel und gingen von Beginn an in Führung. 8:5 und 16:12 lauteten die Zwischenergebnisse bei den technischen Timeouts. Dieser erste Satz war über weite Strecken ein Spiegelbild des ersten Spiels der Serie. Der Satz ging entsprechend klar mit 25:18 an Seat Volley Näfels.

 

Im zweiten Satz verdiente sich LUC eine rasche 6:1 Führung mit sehr aufmerksamen Spiel. Näfels aber konnte diesen Rückstand aufholen und erstmals beim Stand von 10:10 ausgleichen. Lausanne riskierte mit seinen Services viel. Trotz  einiger Servicefehler ging die Rechnung für LUC auf. Näfels geriet unter Druck. Das Spiel war lange sehr ausgeglichen, kein Team konnte sich einen Vorsprung erspielen. Kurz vor Satzende hiess es 19:19. Vor allem Lausannes Angreifer Zhukov glänzte in diesem Satz Mal für Mal und stelle der Abwehr der Glarner unlösbare Probleme. Mit zwei herrlichen Blockpunkten läutete LUC die Entscheidung ein und gewann den Satz mit 25:21 verdient.

 

Im dritten Satz demonstrierte Näfels schon mit dem ersten Punkt - einem erfolgreichen Dreiblock gegen Zhukov, dass der Satzverlust nur ein Ausrutscher sein sollte. Nun waren auch sie wieder voll da, genau wie auch die Einheimischen. Es entwickelte sich eine sehr spannende Partie auf einem hohen Niveau, die mehr als die rund 250 anwesenden Zuschauer verdient hätte. 8:6 führte Seat Volley beim ersten, 16:15 LUC beim zweiten Timeout. Als es Richtung Entscheidung ging legte zuerst Näfels mit 18:16 vor, dann lag wieder LUC mit 21:20 vorne. Am Ende dieses Satzes durfte nach dem 25:22 aber Seat Volley Näfels jubeln.

 

Der vierte Satz war zunächst eine klare Sache für Näfels. Lausanne missglückte alles, Fehler reihte sich an Fehler. Näfels musste fast nichts machen und führte klar mit 8:4. Die Mannschaft von Bolle fing sich aber auf, holte auf und ging erstmals mit 18:16 in Führung. Die Angreifer von Lausanne verstanden es den Block von Näfels so anzuspielen, dass sehr viele Bälle vom Block ins Out flogen. Umgekehrt waren  Näfels' Angreifer nach dem guten Beginn nun nicht mehr fähig, ihre Bälle tot zu machen und zu Punkten zu verwandeln. So kehrte das Bild mehr und mehr. Am Ende gewann LUC dieser Satzg mit 25:22 dank der sehr sehr kämpferischen Leistung  vollends verdient. Ein Tie Break musste die Entscheidung bringen. Nur ganz zu Beginn sah es für Seat Volley Näfels noch gut aus. Sie hielten das Spiel offen. Doch dann zog die Bolle Truppe weg. Es gelang Ihnen alles. Vor allem die Verteidigung am Netz und im Feld glänzte. Näfels dagegen missriet fast alles. So ging das Tie Break nach nur 12 Minuten mit 15:6 klar an den Aussenseiter. Lausanne hat damit die Serie zum 1:1 ausgegelichen. Ein spannender dritter Match am Samstag kündigt sich an.

 

Matchtelegramm:

 

SOS II, Lausanne, Mittwoch, 7. Januar 2007, 20:15

Zuschauer: 250 Zuschauer

Spieldauer: 112 Minuten

 

Lausanne UC – Seat Volley Näfels 2:3  (18:25, 25:21, 22:25, 25:21, 15:6)

 

Lausanne UC: Zhukov, Chevallier, Raffaelli, Heyer, Kusio, Froesch, Wiacek (Captain), Lardi, Bruschweiler, Hominal (Passeur), Loeffel, Jaton (Libero), Trainer: Michel Bolle

 

Seat Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Obeid, Tonga, Osias, Büschi; Bedrac (Passeur), Prwaddzic; Trainer: Juan-Manuel Serramalera

 

Schiedsrichter:

1. SR Wolf Chrstian

2. SR Seydoux Gilles

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