Donnerstag, 15. Februar 2007; 07:09
Allgemein

Playoff-Final-Teilnahme geschafft - SEAT Volley Näfels blühte am Valentinstag wie eine Rose

Von: Köbi Hefti

Nach einem Jahr Absenz steht Seat Volley Näfels dieses Jahr wieder im Playoff-Final. Die Glarner siegten in Lausanne gegen LUC mit 3:1 und beendeten so auch die Halbfinalserie mit 3:1 für sich.

Näfels-Trainer Juan-Manuel Serramalera wollte sich vor dem Spiel nicht gross auf Spekulationen einlassen. «Das wird erneut ein schwieriges Spiel werden. Aber am Ende ist für uns nur wichtig, dass wir gewinnen», meinte er etwas vorsichtig.


Keine Vorsicht liessen dann die beiden Mannschaften zu Beginn walten. Sie starteten sehr gut ins Spiel. Das Sideout klappte bei den Romands und den Glarnern perfekt. Dank eines Lausanner Fehlers und eines erfolgreichen Blocks ging Näfels mit 11:7 in Führung. Doch LUC liess sich darob nicht beeindrucken. Die Spieler stellten sich etwas besser auf die effizienten Angriffe von Näfels ein und holten auf, lagen beim zweiten technischen Time-out gar 16:14 vorne.
Mit guter Abwehrarbeit am Netz und im Feld konnte Näfels aber einige gegnerische Angriffe abwehren und so erfolgreich kontern. Mit drei Punkten in Serie beendete Näfels Durchgang eins zum 25:21-Satzgewinn.

 

Näfels mit kurzem Zwischentief

 

Im zweiten Satz steigerte sich LUC, während Näfels eher abbaute. Den Waadtländern gelang es, viel Druck – vor allem mit den Services – zu entwickeln. Die Annahmen bereiteten Näfels grosse Mühe, und so lief das Angriffsspiel bei den Glarnern nicht mehr rund. Die Romands dagegen nutzten ihre Chancen und zogen davon. Die klare 20:12-Führung brachten sie sicher über die Runde, auch wenn Näfels gegen Satzende ins Spiel zurückfand und noch verkürzte. Lausanne gewann den Satz 20:25.

 

Der dritte Umgang verlief sehr ausgeglichen. LUC legte zwar vor, spielte weiterhin druckvoll und effizient und führte mit 10:7. Doch dann kam die entscheidende Punkteserie der Serramalera-Truppe mit fünf Zählern. Die Angreifer von LUC dagegen hatten nicht mehr dasselbe Durchsetzungsvermögen wie noch in den Partien zuvor. «Zhukov war heute bei weitem nicht mehr so gut wie in den letzten Spielen, das war entscheidend», meinte Näfels' Teammanager Ruedi Gygli dazu.

 

Näfels übernahm mit Fortdauer des Satzes das Spieldiktat mehr und mehr. Die Glarner lagen zunächst zwar nur knapp in Front, doch als es Richtung Ende ging, wurde die Dominanz immer grösser. Der unbedingte Wille dieses Spiel zu gewinnen, war sehr stark und trug Früchte. Näfels verwertete seinen zweiten Satzball in diesem so wichtigen und vorentscheidenden Satz zum 25:23. Auch im vierten Satz entwickelte sich zu Beginn das gewohnt enge Spiel. Und wie schon im dritten Satz war es eine Punkteserie, die wegweisend war. Lausanne hatte grosse Schwierigkeiten mit den Services von Passeur Bär und kassierte diesmal gar fünf Punkte in Folge. Das war die halbe Miete. Näfels liess in der Folge nichts mehr anbrennen und gewann auch diesen Satz, diesmal mit 25:19, sehr klar. Damit qualifizierte sich Seat Volley Näfels zum 13. Mal für den Playoff Final.

 

Zum Glück kein fünftes Spiel

 

Trainer Serramalera strahlte: «Ich bin sehr froh. Wir wollten unbedingt gewinnen und uns nicht auf ein fünftes Spiel einlassen. Solche Entscheidungsspiele sind wie eine Lotterie.» Obeid, der diesmal ein sehr gutes Spiel zeigte, war auch sehr zufrieden und lobte vor allem die solide Mannschaftsleistung: «Für mich ist das Erreichen des Finals sehr bedeutend, denn ich war schon lange nicht mehr in einem Playoff-Final.» Ähnlich emotional zeigte sich Passeur Marco Bär: «Ein Traum geht in Erfüllung. Der Final gegen Amriswil wird viel Emotionen und viel Stimmung bringen und ich hoffe, dass die Halle immer voll ist.»

 

Lausanne – Näfels 1:3 (21:25, 25:20, 23:25, 19:25)


SOS II. – 400 Zuschauer. – Spieldauer: 100 Minuten. – SR: Nellen, El Assad.

 

Lausanne: Zhukov, Chevallier, Raffaelli, Heyer, Kusio, Froesch, Wiacek (Captain), Lardi, Bruschweiler, Hominal (Passeur), Loeffel, Jaton (Libero), Baldi, Carrel. Trainer: Michel Bolle.

 

Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Obeid, Tonga, Osias, Büschi; Bedrac (Passeur), Prawdzic. Trainer: Juan-Manuel Serramalera.

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