Pflichtaufgabe mit Bravour gelöst
Biogas Volley Näfels gibt sich bei Laufenburg-Kaisten keine Blösse und siegt 3:0 (25:12, 25:20, 25:17)
Die Näfelser Volleyballer gerieten gegen die Aargauer nie in Gefahr, auch nur einen Satz abzugeben und waren stets Herr der Lage. Einzig im zweiten Satz liessen sie es etwas lockerer angehen.
Die Gastgeber hatten gestern zwei wichtige Termine. Bereits kurz nach Mittag, um 13.30 Uhr, empfingen sie das Team aus Näfels zum neunten Spiel in der NLA Meisterschaft, und abends um 19.00 Uhr wurde am Chlaushock der Samichlaus begrüsst. Bleibt die Frage offen, vor welchem Gast die Spieler von Laufenburg-Kaisten mehr Respekt hatten, vor dem Rekordmeister aus dem Glarnerland oder dem Samichlaus. In der Volleyballhalle wurden ihnen vom wieder erstarkten Näfelser Team schnell die Limiten aufgezeigt. Vielleicht folgte am Abend deswegen vom Mann im roten Mantel und dem weissen Bart das Verlesen der Leviten. Die Glarner machten am frühen Nachmittag keine Anstalten, das Spiel auf die leichte Schulter und den Gegner zu wenig ernst zu nehmen. Von Beginn an gaben sie klar den Ton an, diktierten die Ballwechsel und zeigten, dass sie die Partie beenden wollten, bevor Laufenburg-Kaisten nur ansatzweise daran denken konnte, den grossen Favoriten zu ärgern.
Äusserst konzentriert brachte Biogas Volley Näfels nicht nur den ersten Satz, sondern das gesamte Spiel hinter sich. Im Startdurchgang glänzten die Näfelser mit einigen super Services und guten Blöcken. Das ergab die grosse Differenz von 13 Punkten. Im zweiten Satz liess das Team von Trainer Dalibor Polak etwas nach. Das führte dazu, dass Laufenburg- Kaisten bis Satzmitte mithalten konnte. Eine kleine Erhöhung der Pace und ein paar erfolgreiche Blocks reichten Näfels aber schon, um auch diesen Durchgang mit fünf Zählern Vorsprung zu gewinnen.
Im dritten Umgang fanden die Näfelser wiederum zur Konzentration aus dem Startsatz zurück und hielten die Gastgeber auch dank erneut starken Services allein Fabian Martinez schlug vier Asse hintereinander auf Distanz. Näfels zeigte im Aargau eine reife Leistung und machte aus der Pflichtaufgabe gegen den Tabellen achten eine Kürvorstellung. Das Team wirkte abgeklärt und ruhig und spulte das Programm so runter, wie es das jeweils im Training macht. Das ist ein grosser Unterschied zum vergangenen Jahr, als Näfels es schaffte, auch gegen vermeintlich deutlich schwächere Teams noch ins Zittern zu geraten.
Heute steht für Näfels in den Achtelfinals im Schweizer Cup gegen den 1.-Ligisten Malters eine weitere Pflichtaufgabe auf dem Programm. Geht alles mit rechten Dingen zu und her, werden die Näfelser auch beim Fünften der 1.-Liga, Gruppe D, einen klaren Sieg herausspielen. Die Reise ins Luzernische mitmachen dürfen auch Marc und Olivier Müller, die berechtigte Hoffnungen haben dürfen, auch eingesetzt zu werden. Nicht dabei sind hingegen die jungen Spieler aus Jona. Diese sind im Schweizer Cup für Näfels nicht spielberechtigt. Während die Näfelser das Spiel gestern gegen Laufenburg-Kaisten und auch das heutige geniessen konnten, bzw. können, warten am kommenden Wochenende bei der Doppelrunde ganz andere Kaliber. Am Samstag gastiert Schönenwerd in der Lintharena sgu, und am Sonntag gehts nach Genf zu Chênois. Mit Schönenwerd hat Näfels noch eine Rechnung offen. Die Solothurner sind neben Lugano das einzige Team, das die Näfelser bisher schlagen konnte.
Laufenburg-Kaisten – Biogas Volley Näfels 0:3 (12:25, 20:25, 17:25)
Sporthalle Blauen, Laufenburg – 200 Zuschauer.
Laufenburg-Kaisten:
Moor, Petkov, Juric, Kasper, Ebner, Geiger, Grgic, Back; Hekele
Biogas Volley Näfels:
Gygli, Bittner, Pulko, Martinez, Alexander, Sutter, Ehrat, Büsser, Milanez, Beeler



























































































