PAX Volley Cup: Näfels Volleyballer können weiterhin mit dem Cup liebäugeln
SEAT Volley Näfels steht nach dem knappen 3:2 Sieg (23:25, 25:18, 22:25, 29:27, 10:15) in Münsingen im Halbfinal des Schweizer Cups. Das Spiel vor 300 sehr lauten Zuschauern war ein typischer Cup-Fight, bei dem die Volleyballgeniesser vor allem Freude an der Spannung hatten, aber die Feinkost vermissten.
Näfels gelang es zu Beginn des Spiels die von Coach Gerson besonders motivierten Gastgeber aus Münsingen immer auf Distanz zu halten. 8:6 und 16:12 lautete das Score bei den technischen Time-outs. Gute Annahmen erlaubten Näfels, den Gegner unter Druck zu setzen. Nur gegen Satzende kamen die Berner nochmals bedrohlich nahe an Näfels heran. Mit seinem sechsten Angriffspunkt aber beendete Jacky Gaft den Satz zum 25:23.
Vorsprung zuerst ganz, dann fast verspielt
Die Münsinger konnten den Schwung, den sie am Ende des ersten Satzes aufbauten in den zweiten Umgang mitnehmen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel bis zum 10:10. Dann aber buchte Münsingen vier Punkte in Folge. Wieder einmal griff Näfels dabei dem Gegner mit Fehlern und schlechten Annahmen gütig unter die Arme. 11:16 hiess es beim Time-out. Näfels gab diesen Satz frühzeitg auf. Entsprechend klar gewann Swica Volley Münsingen mit 25:18 und glich zum 1:1 in den Sätzen aus.
Der dritte Satz, in dieser Saison oft jene Periode des Spiels, welche den Spielern von Näfels grosse Probleme bereitete und einige Niederlagen einleitete, wurde zur grossen Challenge für die Glarner. Diesen Satz mussten sie gewinnen. Und sie begannen erfolgreich, legten rasch beruhigende drei Punkte zwischen sich und den Gegner. 8:5 und 16:14 lauteten die Zwischenergebnisse. Nach je drei Punkten in Serie, zuerst von Näfels zum 23:19, dann von Münsingen, war das Spiel wieder völlig offen. Mit einem Sideout und einem souveränen Gegenangriff entschied Näfels den Satz mit 25:22 zu seinen Gunsten.
Ein Match- und viele Satzbälle
Im vierten Satz schien Seat Volley Näfels alles unter Kontrolle zu haben. 14:9 führte es. Doch dann kam es zur Wende. Ein aufgebrachter Beobachter meinte dazu: "Wenn man wissen will, wie man gegen Münsingen verliert, dann demonstrierte dies Näfels in diesem Satz." Grund der Aufregung war, wie Näfels den sichern Vorsprung innerhalb kurzer Zeit verspielte und Münsingen den Ausgleich zum 17:17 erlaubte. Während Münsingen spielte und punktete, verlor Näfels sein Konzept. Münsingen, angeführt von einem überzeugenden Jonas Weingart, setzte sich ab, kam beim 24:22 zu den ersten Satzbällen. Immerhin gelang es Näfels, mehrere Satzbälle abzuwehren, kam gar selbst zu einem Matchball, den Münsingen aber parierte. Den fünften Satzball zum 29:27 nutzten die Aaretaler mit einem Angriffspunkt. Kennzeichnend dabei war, dass Münsingen diesen Punkt machte, obwohl Näfels einen Dreierblock stellen konnte. Doch diese Abteilung war während des ganzen Spiels nur selten erfolgreich.
Mit Herz auf die Siegerstrasse gefunden
Ein Tie-Break musste um den Einzug in den Halbfinal entscheiden. Gaft eröffnete mit herzhaften Services das Nervenspiel erfolgreich und leitete so sein Team auf die Erfolgsstrasse. Nach seinen Services hiess es 3:0 und Münsingen war beeindruckt. Diesen Vorsprung gab Näfels nicht mehr preis. 8:5 hiess es beim Seitenwechsel, 15:10 am Ende. Wie schon während des ganzen Spiels, war Diagonalangreifer Bruno der wichtigste Punktelieferant und trug massgeblich zu diesem knappen Sieg bei. Daneben waren Roman Sutter in der Mitte und Dani Werner in der Defensive die gewohnt zuverlässigen Werte. Ansonsten aber war der Auftritt der Carvalho-Mannen mehr Krampf als Eleganz. Am 11. Januar 2009, am Tag des Halbfinals, interessiert dies aber niemanden mehr. Hauptsache gewonnen, so lautet das kurze Fazit dieses Spiels aus Sicht von Seat Volley Näfels.
Matchtelegramm
Münsingen, Schlossmatte: 21.12.2008, 15:00
Spieldauer 120 Minuten
Zuschauer: 300
SWICA Volley Münsingen - SEAT Volley Näfels 2:3 (23:25, 25:18, 22:25, 29:27, 10:15)
SWICA Volley Münsingen: Joslin (Passeur), Morgenthaler (Libero), Weingart, Kertai, Augsburger, Büschi, Salgado; Weber, Bonaria. Verletzt: Guerra. Trainer: Marc Gerson
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur, Captain), Werner (Libero), Gaft, Silvio, Brander, Roman Sutter, Bruno; Tchello Duarte, Klassen; verletzt/krank: Andy Sutter, Gygli; Trainer: Leo Carvalho
1.SR: Tschumi Heinz
2.SR: Schürmann Philippe



























































































