Sonntag, 27. Januar 2008; 14:29
Allgemein

PAX Volley Cup: Klassenunterschied aufgezeigt - Final erreicht

Von: Rolando K. Küng

VBC Galina Schaan - SEAT Volley Näfels 0:3 (16:25, 19:25, 17:25)   Bei voller Halle vor einem frenetischen und lautstarken Heimpublikum unterliegt der 1.-Ligist Galina klar in drei Sätzen. Galina erreichte nichte seine beste Leistung, SEAT Volley Näfels spielte gut und eher über seinem zuletzt gezeigten Niveau.


Die Erleichterung bei den Näfelser Fans und Verantwortlichen war bereits nach dem ersten klar gewonnen Satz hörbar. Nicht so oft in letzter Zeit konnte man ob dem Gezeigten so zufrieden sein wie diesmal. Druckfrei und lustvoll spielte der Cup-Titelverteidiger zu Beginn auf. Markant war die klare Steigerung am Service mit welchem Favorit Näfels sofort grossen Druck auf seinen Gegner ausübte. Über das ganze Spiel gesehen war das Plus beim Service bereits die halbe Miete. Ganz im Gegensatz dazu die Liechtensteiner, welche beim Aufschlag überhaupt nicht glänzten und gerade dies ist ja sonst eine ihrer stärksten Waffen. Passeur Petzold gelang es trotzdem, seine Angreifer oftmals gut einzusetzen und entsprechend wurde vom dankbaren Publikum auch jeder erfolgreiche Angriff bejubelt. Im Bezug auf den Verlauf glichen sich die drei Sätze fast wie ein Ei dem andern. Die ersten Spielzüge hielten die Unterklassigen locker mit aber bereits bei 10 betrug der Rückstand jeweils zwei oder mehr Punkte. Mit Fortdauer der Sätze häuften sich nicht nur beim Service die Fehler sondern auch im Angriff. Auf der andern Seite des Netzes spielten sowohl Vinicius wie auch Lastres eine ausgezeichnete Partie. Gerade der junge Brasilianer Vinicius konnte wieder einmal zeigen wie stark er eigentlich spielen könnte und begeisterte mit einigen wuchtigen Angriffen sicher nicht nur seine eigenen Fans. Zu Recht wurde der Österreicher Lastres zum besten Spieler auf Näfelser Seite gewählt, denn er zeigte sich jederzeit als Chef auf dem Platz und vermochte entscheidende Akzente zu setzen zum letztlich klaren Gewinn aller drei Sätze.

 

Passeur Bedrac welcher die gesamte Partie ohne grössere Leistungsschwankungen durchspielte zeigte sich nach dem Spiel leer und nicht in der Lage Freude über den eben erreichten Cupfinal-Einzug zu zeigen: „Ach es war ein Spiel wie immer. Ich spielte meine Pässe wie ich es immer mache mit dem Unterschied, dass unsere Angreifer heute oft nur noch einen Einerblock vor sich hatten.“ Im klaren Kontrast zu derart grosser Nüchternheit des Passeurs steht die tiefe Zufriedenheit von Mitteblocker Miller. „Ich bin sehr glücklich darüber nach Bern zu fahren und hoffe natürlich dass wir dort den Cup wieder nach Näfels holen.“ Es kann gut sein, dass der diesjährige Weg nach Bern auf den ersten Blick leichter erscheint als der letztjährige. Vor Jahresfrist besiegte Näfels nacheinander und auswärts den CS Chênois und Lausanne UC. Damals war das in der Meisterschaft erfolglose Lugano der Gegner, in knapp einem Monat wird es Lausanne sein. So steigt der Cupfinal also mit genau umgekehrten Vorzeichen im Vergleich zum letzten Jahr. Ob dann auch wieder der haushohe Favorit gewinnen wird, steht allerdings noch nirgends geschrieben.

 

Realistische Galinesen nach dem Spiel

„Wir haben ein schönes Spiel gezeigt und vor einer super Kulisse verloren. Deshalb bin ich auch nicht enttäuscht und mal ehrlich, es wäre auch etwas überheblich gewesen hätten wir gesagt, dass wir heute gewinnen.“ Dies sagt Passeur Petzold welcher zurecht für seine sehr gute Leistung zum Mann des Spiels seiner Galinesen auserwählt wurde. Und er innert noch einmal an den Gesamtauftritt im Cup: „Zweimal hatten wir auch etwas Losglück aber wenn wir bis ins Halbfinale gekommen sind, war das sicher unser absolutes Maximum und ich bin stolz auf uns.“ Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kommentiert Sebastian Beck das Aussscheiden: „Unsere Serviceleistung war eher schlecht, aber was der Verein hier auf die Beine gestellt hat für dieses Spiel verdient ein ganz dickes Kompliment. Da könnten sich noch einige NLA-Vereine eine dicke Scheibe von uns abschneiden.“

 

 

Matchtelegramm PAX Volley Cup 1/2 Final

 

FZ Resch, Schaan 27.1.2008, 17:00

Spieldauer:  57 Minuten

Zuschauer: 855

 

VBC Galina Schaan - SEAT Volley  - 0:3 (16:25, 19:25, 17:25)

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac und Gygli (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Vinicius, Büschi, Miller, Roman Sutter, Lastres, Suter, Trainer: Edwin Benne

 

VBC Galina: Matthias Wachter, Beat Wachter (Captain), Patrick Hohl, Joe Zvolkej, Bernhard Gahr, Sebastian Beck, Manuel Gahr, Michael Bleiker, Maximilian von Deichmann, Jan Schmid, Adrian Ritter (Libero), Michael Frick, Spielertrainer: Ralf Petzold (Passeur)

 

 

1.SR: Stanisic Sascha, 2.SR: Wiederkehr Michael