Freitag, 25. Januar 2008; 15:14
Allgemein

PAX Volley Cup: Durchmarsch in den Cupfinal?

Von: Rolando K. Küng

Am Sonntag spielen die Näfelser Volleyballer in Schaan gegen den VBC Galina. Das Besondere daran ist, dass es sich dabei nicht um eine 1.-Ligapartie handelt sondern um das Halbfinale im Swiss Cup. So schickt denn Näfels auch seine erste Garnitur ins Ländle und rechnet dadurch mit einem klaren Sieg.




Ob dem klaren 3:0 Sieg im Viertelfinale über B-Ligist Einsiedeln (mit Stefan Kobel) gerieten die Liechtensteiner schier aus dem Häuschen. Und das absolut zu Recht, denn der Einzug ins Halbfinale ist der grösste Erfolg der Vereinsgeschichte und durfte durchaus gefeiert werden. Entsprechend enthusiastisch laufen nun auch die Vorbereitungen auf das Halbfinale und es wird davon gesprochen, dass mit Serienmeister Näfels das Traumlos für diese Partie gezogen wurde. Das Spiel wird als eigentliches Event vermarktet mit allem Drum und Dran und grosszügigerweise auch Gratiseintritt für alle. So ist es logisch dass die Schaaner mit einer prallvollen Halle im Resch rechnen können und mit Unterstützung und hohem Lärmpegel ebenfalls.

 

Auf den ersten Blick erkennt man mindestens zwei Berührungspunkte zwischen den beiden Gegnern vom Sonntag. Erstens steht mit Edwin Benne (Hol) der ehemalige Spielertrainer der Galinesen seit neuestem an der Seitenlinie von SEAT Volley Näfels. Der Holländer kehrt dadurch und viel früher als je erträumt, in seinem neuen Job wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück. Und dass er immer noch viel Sympathie empfindet für seinen alten Verein geht auch aus seinem Eintrag im Gästebuch des VBC Galina hervor. Nach dem Aus seiner Näfelser Volleyballer in der Meisterschaft hat er aber nur noch im Cup die Chance die Saison für Brötchengeber SEAT Volley Näfels einigermassen zu retten. So wird er sicher alles geben um seine Truppe richtig auf den Gegner einzustellen und diese mit einem Sieg in den Cupfinal nach Bern zu führen. Trotz sehr wenig Zeit nach der Pleite vom Mittwoch, müssen die vier Tage für die Spieler reichen, um im Kopf wieder so frei zu werden eine zwei Ligen tiefer spielende Mannschaft schlagen zu können.

 

Matthias Wachter ist der zweite Berührungspunkt zu Näfels. Im Frühjahr 2003 wurde er als Annahmespieler Schweizermeister mit dem damaligen MTV Näfels. Seither bildet er an der Seite von Oliver Indra (ebenfalls schon Meister mit Näfels) das Liechtensteinische Top-Team im Beachvolleyball.

 

 

Warnung von Trainer Benne

„Passt mal bloss auf,“ diese Warnung kommt von Edwin Benne und richtet sich an seine Spieler. Nach genauer Analyse sieht er Galina Schaan heute von der Spielstärke her als gutes NLB-Team. Es kam für ihn überhaupt nicht überraschend, dass es der Petzold-Truppe gelungen ist den letztjährigen Finalrundenteilnehmer Einsiedeln aus dem Cup zu schiessen und dazu ja auch noch Lutry-Lavaux (NLB West). Passeur Petzold vom TV Amriswil gekommen, kennt ja viele der Näfelser Spieler ebenfalls bestens. „Als Passeur ist der Petzold immer noch Spitze, darüber besteht kein Zweifel. Trotzdem sehe ich 80% Chance dass wir das Spiel gewinnen,“ meint Trainer Benne im vollen Bewusstsein, dass sein eigenes Team ja in der NLA auch kein Spitzenteam mehr ist.

 

Wohl keinem der beiden Mannschaften wird es an Motivation fehlen. Der Lohn bei einem Sieg ist dafür zu hoch. Für den Näfelser Klub wäre es die zwölfte Teilnahme an einem Cupfinal. Die Serie ist mit sieben Siegen auch hier positiv. Sollten die Liechtensteiner aber auch noch die Hürde Näfels überspringen, käme es zum ersten internationalen Cupfinal in der Geschichte des Schweizer Volleyballs und wohl auch jeder anderen Sportart überhaupt. SEAT Volley Näfels hat es nun in der Hand dafür zu sorgen, dass es erstens nicht soweit kommt und zweitens wieder etwas Normalität in die langjährige Hierarchie im Schweizer Spitzenvolleyball einkehrt.