PAX Volley Cup: CS Chênois setzt voll auf den Cup
Ohne vier seiner wichtigsten Stammspieler in den Thurgau angereist, signalisiert der CS Chênois im zweitletzten Spiel der Quali-Runde klar seine Priorität. Die Romands wollen voll gestärkt in ihr Viertelfinalspiel vom Sonntag einsteigen und "programmieren" daher ihre Niederlage gegen Volley Amriswil.
Lausanne UC soll im Cupspiel keinen Vorteil haben durch die Tatsache, dass die Vaudois gegen den Tabellenletzten ein "leichtes" Spiel austragen konnten. Dies sagten sich die Verantwortlichen des CS Chênois als sie beschlossen, ein Rumpfteam in die Ostschweiz zu entsenden. Ohne Passeur Warynski, dafür mit Chênois-Urgestein Dronsart und ohne die Standard-Annahmespieler Tomasik und Husaj und ebenfalls ohne Mittelblocker Michalec durch den Schnee nach Amriswil angereist, standen die Thurgauer schon vor dem Spiel als sichere Sieger fest.
Chênois schonte auch noch Cuko
Die Genfer hielten mit Fellay und Voirol in der Annahme und Abramov und Steigmeier in der Mitte zu Beginn noch flott mit. Doch dann legten die Ostschweizer einen Gang zu und distanzierten den Gegner schliesslich noch klar. Satz zwei wurde eine noch klarere Beute der Gastgeber, aber das Spielniveau war zeitweise auf Seiten der Genfer, aber nicht nur, recht bedenklich. Altmeister Cuko und Steigmeier sorgten für die Punkte der Genfer. Schläpfer und Dailey waren die fleissigsten Punktesammler auf Amriswiler Seite. In Satz drei waren die Spieler um Captain Bär wohl gedanklich bereits unter der Dusche. Chênois gelangen nun einige schöne Spielzüge und mit sehenwerten Killerblocks holten sie Amriswils Angreifer immer öfter herunter. Obwohl letztlich knapp, so doch verdient gewannen die Rhonestädter diesen Satz und dies sogar ohne Cuko aber mit Steigmeier auf Diagonal und schlossen wieder zu Amriswil auf.
Verstappen sprach ein Machtwort
Jetzt musste wohl Trainer Verstappen ein oder zwei ernstere Wörtchen mit seinen Spielern gesprochen haben. Denn im vierten Satz liess Volley Amriswil nichts mehr anbrennen und gewann Satz vier klar und das Spiel fast so eindeutig, wie man das aufgrund der angereisten Spieler aus Genf erwartet hatte.
Für die Thurgauer steht damit fest, dass auch sie, nach Volley Näfels einen der drei Plätze für die ab 23. Januar 10 beginnende Playoff-Quali auf sicher haben.
Funktioniert Chênois' Schachzug?
Der CS Chênois seinerseits beweist mit seinem Schachzug nur mit einem Rumpfteam in den Thurgau angereist zu sein, grosses Selbstvertrauen. Denn so haben sie morgen in Lausanne gegen LUC zumindest physisch keinen Nachteil und könnten bei einem Sieg gegen die Waadtländer im Cup auch dem letzten Spiel der Quali um einiges ruhiger entgegensehen. Denn dieses dürfen sie gegen den selben Gegner Anfang Januar zuhause in Genf austragen und können dann mit einem Heimsieg als doppelter Gewinner dastehen. Doch die beiden Erzrivalen werden sich in keinem der beiden Derbies etwas schenken und so muss sich noch weisen, ob die Taktik und damit der eigentlich kluge Schachzug auch aufgehen wird für die Jünger Georgious.
Amriswils Gespenst im Nacken
Für SEAT Volley Näfels bedeutet die Tatsache, dass nun ihr Gegner im Sonntäglichen Cup auch bei weitem nicht so gefordert wurde, wie man das bei einem "normalen" Spiel hätte vermuten können, dass sie auf ein frisches Volley Amriswil treffen werden. So ist also dieser Vorteil leider dahin und es kann ab sofort wieder ein offener Schlagabtausch auf gleich hohem Niveau erwartet werden. Es sei denn das Gespenst der soeben kassierten Niederlage gegen SEAT Volley Näfels sitze den Spielern und Trainer Verstappen noch so tief im Nacken, dass sie wieder, fast wie früher, schon beim Anblick der gelb-schwarzen aus dem Glarnerland vor Schreck erstarren. Als zweifache Titelverteidiger müsste das für Volley Amriswil eigentlich kein Thema sein.
Was aber wenn es trotzdem eines ist?


























































































