PAX Swiss Cup: SEAT Volley Näfels auf dem Weg in den Cupfinal?
Einen Tag nach Beginn der Playoffserie folgt in Lausanne der Cup-Halbfinal gegen die Studenten aus der Waadt. Mit dem Team von LUC, trainiert von Nationaltrainer Michel Bolle, wartet ein weiterer starker und vor allem unberechenbarer Gegner auf die Näfelser. Nimmt man die beiden bisherigen Spiele dieser Saison als Vergleich, ist SEAT Volley Näfels Favorit. Aber Cupspiele haben eigene Regeln und deshalb muss ein enges Spiel mit unbestimmtem Ausgang erwartet werden.
Ohne Zweifel hat der Sieg in Genf gegen den CS Chênois die Spieler beflügelt und wieder einmal ist der berühmte Ruck durch die Mannschaft gegangen. Es war äusserst erfreulich zu sehen, wie grossartig die beiden Sutter Brüder aufgespielt haben und welch tollen Match auch Mittelblocker Büschi abgeliefert hat. Bei allen drei Spielern schien es, als seien sie wirklich auf der Höhe ihrer Aufgabe und bereit, ihr bestes Volleyball im richtigen Moment abzurufen. Passeur Marco Bär klinkte in der zweiten Spielhälfte ebenfalls aus und blendete seine bereits legendären Schwankungen beim Service ganz einfach weg. Er spielte befreit auf am Pass und trug mit seinem sehr guten Sprungservice ein Wesentliches zur Destabilisierung der Genfer Annahme bei. Während des ganzen Spiels waren die Glarner Volleyballer immer und immer wieder fähig, die wirklich wichtigen Szenen zu dominieren und die Big-points zu buchen. So war der dritte Satz spielentscheidend und brach den Genfern das Genick, sehr zur Freude von Captain Rafa, welchem es diesmal perfekt gelang, mit seinem eigenen Spiel und nicht zuletzt mit seiner Aggressivität die Konzentration bei seinen Mitspielern immer hoch zu halten.
LUC nach Niederlage gegen Münsingen verunsichert?
Bereits eine Woche nach der doch eher überraschenden Heimniederlage gegen den VBC Münsingen reisen die Aaretaler erneut an den Genfersee. Durch den Sieg der Berner hat sich auch noch Entscheidendes in der Tabelle verschoben, denn Näfels trifft nun im Halbfinale der Playoffs auf den Sieger zwischen LUC und Münsingen. Somit bekommen die Schützlinge unter Trainer Marc Gerson sofort die Gelegenheit zu zeigen, dass der erste Sieg gegen eine der Top-four Mannschaften im Schweizer Herrenvolleyball kein Zufall war. Der kasachische Nationalspieler Denis Zhukov, (Universalspieler 198cm) die Neuverpflichtung LUC’s, dürfte in der Zwischenzeit aber besser integriert sein und ausserdem sind die Vaudois ja nun gewarnt. Es ist also nicht anzunehmen, dass sich LUC zwei Heimniederlagen in Folge leisten will und ganz sicher ist, dass sie das nicht können. Sollten sie aber trotzdem verlieren am Samstag, wäre die Gemütsverfassung der Mannschaft wohl in etwa vergleichbar mit der eines angeschossenen Raubtiers.
Top Vorbereitung und Einstellung ist die halbe Miete
Eine gute Mannschaft wie sie LUC zweifellos ist, wäre in einem solchen Moment wohl doppelt gefährlich. Mischt man dann noch die zweifellos besonderen Gesetze dazu, welche jedem Cupspiel eigen sind, könnte sich der Halbfinalgegner der Näfelser zu einer sehr gefährlichen Mischung emporsteigern. Eine Mischung aus volleyballerischem Können, Verzweiflung, Druck und einer jetzt-erst-recht-Stimmung, denen zeigen wir es, wir sind noch lange nicht tot!
Einmal mehr stehen deshalb die Fähigkeiten von Trainer Serramalera hoch im Kurs, welche es ihm erlauben, innert kürzester Zeit das Spiel des Gegners zu lesen und sofort in Form von taktischen Anweisungen seinen Spielern weiterzugeben. Wie diesen in der Folge gelingt, die Informationen umzusetzen, werden wir sehen. Tun sie es so wie gegen Chênois, ist der Ausgang des Spiels klar und SEAT Volley Näfels nach 2005 wieder im Cupfinal.



























































































