Montag, 7. Dezember 2009; 18:00
Allgemein

PAX Swiss Cup: Klarer Cup-Sieg von Näfels im Ländle

Von: Köbi Hefti

Seat Volley Näfels qualifizierte sich ohne in Bedrängnis zu kommen für den Viertelfinal im PAX VolleyCup. Sie schlugen in Schaan VBC Galina mit 3:0. Trainer Polak nutzte dieses Spiel auch als wettkampfmässiges Training und Einsatzmöglichkeit für seine Nachwuchsleute.




Nach dem harten Spiel in Genf, welches trotz klarer Leistungssteigerung im Vergleich zum Europacupsiel mit 1:3 verloren ging, musste Näfels quer durch die Schweiz nach Schaan reisen, um am Sonntagnachmittag im Cup Achtelfinal gegen den aktuellen Leader der Nationalliga B, den VBC Galina, anzutreten. Die Einheimischen bekannten sich auf ihrer Homepage zum klaren Aussenseiter, wollten aber dem Gegner nichts schenken. Näfels nominierte im Ländle Bedrac als Zuspieler und Zurgilgen auf der Aussenposition in die Startformation. Die Lichtensteiner verkauften im ersten und zweiten Satz ihre Haut teuer, traten mit Stolz und Herz auf, ganz wie es sich gehört, wenn man an der Fürst-Johannes-Strasse auftritt. Spielertrainer Petzold meinte zum Auftritt seines Teams: „Ich bin recht zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir machten am Anfang nicht so viele Fehler. Dass wir am Ende verloren lag an der individuellen Klasse und ist daher in Ordnung.“

 

Pause für Familienväter

Vor allem die Annahme der Gastgeber stach jene der Gäste klar aus. Die Bälle kamen sehr genau zu Passeur Petzold, welcher mit seiner Erfahrung die Angreifer effizient einsetzen konnte und den Block von Näfels oft schlecht aussehen liess. Da Näfels‘ Spielertrainer Polak zudem die Devise herausgab, möglichst oft durch die Mitte zu agieren und dies am Anfang nicht wirklich gut funktionierte, konnte der VBC Galina im ersten Satz bis zum 16:16 mithalten, ehe es mit unnötigen Fehlern die Vorentscheidung selber herbeiführte und den Satz mit 19:25 Näfels überlassen mussten.

 

Im zweiten Satz gönnte sich Spielertrainer Polak eine Pause und setze Fabian Brander als Diagonalspieler ein. Dieser fand sofort ins Spiel, verstand sich Bedrac ausgezeichnet und sorgte für zahlreiche Punkte. Den Blitzstart von Näfels (8:3) konnte VBC nicht mehr wettmachen, obwohl sie weiterhin die meisten  Angriffe erfolgreich abschliessen konnten. Zwar kamen sie nochmals bis auf zwei Punkte beim Stand von 19:21 heran. Zwei Killerblocks von Bedrac-Benetti beendeten diesen Umgang zum 25:20.

 

Walzer zum Abschuss

Im dritten Satz durfte Youngster Marc Walzer für Büsser, neben Polak der zweite Familienvater, als Mittelblocker einlaufen. Und der junge Basler nutzte seine Chance. Er zeigte eine erfrischende Leistung. Es lief ihm rund, ganz seinem Namen entsprechend. Dies trug ihm gute Kritiken von allen Seiten ein. Walzer dazu: „Am Anfang war ich noch etwas unsicher. Aber mit der Zeit und dank der Unterstützung des Teams lief es immer besser. Heute bin ich echt zufrieden mit meiner Leistung.“ Doch nicht nur ihm, der ganzen Mannschaft lief es nun so, wie es Trainer Polak forderte. Passeur Bedrac liess seine Mittelangreifer hart, aber erfolgreich arbeiten, dazu zeigte sich der Block unwiderstehlich. Unglaubliche 15 Punkte erzielte Seat Volley Näfels mit diesen beiden Waffen. Und ab Satzmitte gab es auch für Michael Brander erstmals einen längeren Einsatz bei den Gelb-Schwarzen. Die Spannung und auch viele Zuschauer waren jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits weg. Näfels gewann den Satz mit 25:16 und das Spiel mit 3:0 und hofft, dass heute Abend das Los ihnen ein Heimspiel bescheren wird.  

 

 

Matchtelegramm Sporthalle Resch, Schaan, 6. Dezembe 2009, 15:00

 

Spieldauer  62 Minuten

Zuschauer: 90   

 

VBC Galina -  SEAT Volley Näfels 0:3 (19:25, 20:25, 16:25)

 

VBC Galina: Petzold (Passeur), Bitter (Libero), Zvokelj (Captain), Gahr, Hohl, von Deichmann, Schmid; Cala, B. Wachter, M. Wachter;  Spilertrainer Petzold.

 

SEAT Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Meyer (Captain), Zurgilgen, Benetti, Büsser, Meyer, Polak; Brander Fabian, Brander Michael, Walzer; Spielertrainer: Polak

 

1. SR: Tschrisnig

2. SR: Tschumi

Bild: Köbi Hefti - Spannung im Gesicht der Näfelser Blockspieler: Wem gibt wohl Passeur Petzold seinen nächsten Pass?