PAX Swiss Cup: CS Chênois vs SEAT Volley Näfels 1:3 (23:25, 25:23, 22:25, 15:25)
Seat Volley Näfels besiegte in einer spannenden Partie im Cup Viertelfinal CS Chênois in Genf mit 3:1. Nach diesem Sieg im vorweggenommenen Cupfinal darf das Team von Serramalera weiter vom Cup-Sieg träumen.
Nach dem Sieg im letzten Meisterschaftsspiel am Samstag gegen Sursee waren die Spieler vor allem mit einem Thema beschäftigt – dem schweren Gang im Cup nach Genf. Entsprechend gut eingestellt und vorbereitet trat Näfels in Genf auf. Das Team um Trainer Serramalera überzeugte über weite Strecken und gewann diesen Cupfight verdient. Das Spiel begann für Näfels schlecht mit einem Servicewinner der Genfer. Dieser schockte aber nicht – ganz im Gegenteil. Mit viel Überzeugung trug Näfels seine Angriffe vor und punkteten regelmässig. Anders die Genfer. Ihre Angriffe wurden zu Beginn oft von Näfels Block abgebremst und wurden so eine Beute der Verteidigung um Libero Werner. Näfels führte 11:6. Doch Chênois war in der Lage zu reagieren. Nun waren sie es, die die Angriffe abwehrten und punkteten. Die ausgezeichneten Annahmen von Libero Wälchi erlaubten den Genfern sehr effizient zu agieren. Vor allem der ex-Amriswiler Cuko glänzte in dieser Phase und war unwiderstehlich. So glichen die Genfer zum 18:18 aus. Kein Team war danach in der Lage sich abzusetzen. Erst ein erfolgreicher Block gegen Cuko ermöglichte Näfels ein Break und Satzbälle. Mit einem satten Angriff beendete Näfels Diagonalspieler Obeid den ersten Satz zum 25:23.
Passeur Warynski bringt Entscheidung in knappem 2. Satz
Im 2. Satz lag Chênois von Beginn an immer mit zwei Punkten voraus. Da beide Teams im Sideoutspiel tadellos waren, gelang es Seat Volley Näfels lange nicht auszugleichen. Mit drei Punkten in Serie nach dem zweiten technischen Timeout übernahm Näfels erstmals in diesem Satz die Führung. Kurz vor Satzende schien beim Stand von 22:19 für Näfels die Entscheidung gefallen zu sein. Doch eine Serviceserie von Warynski, dem Passeur von Chênois, brachte die Wende. Die Genfer gewannen den 2. Satz mit 25:23 in Extremis doch noch.
Osias zerrte sich den Wadenmuskel
Näfels begann im 3. Satz mit Andy Sutter anstelle von Tonga. Den Genfern gelang erneut ein frühes Break. Und wie schon im zweiten Satz dauerte es sehr lange bis Näfels diesen Vorsprung mit einem von Büschi verwandelten Penalty - einer Annahme der Genfer direkt zum Gegner - zum 14:14 ausgleichen konnte. Dies war der Startschuss zum Schlussfurioso von Näfels. Beim Stand von 17:18 aber gab es einen Schreckmoment für die Glarner. Marcus Osias verspührte einen Zwick in der Wade, er musste sofort raus. An seiner Stelle kam Roman Sutter zum Einsatz. Wie die Mannschaft den Ausfall ihres Power-Mittelangreifers aber wegsteckte, war grosse Klasse. Sie liessen nichts mehr anbrennen. Diesmal waren es die Services von Näfels' Passeur Bär, welche die Abwehr der Genfer unter Druck setzten. Den dritten Satzball verwandelte erneut Obeid zum 25:22.
Chênois brach nun völlig ein
Der erneute Satzverlust verunsicherte die Genfer. Sie starteten nervös. Bis zum 4:4 hielten sie noch mit. "Wir wollten mit 120% in den vierten Satz gehen", sagte Serramalera. Diese Idee ging auf, denn Chênois hatte danach keine Chance mehr und brach ein. Sie hatten grosse Mühe mit den Services von Roman Sutter und Marco Bär. 16:6 lautete die Führung. Das war die Entscheidung. Im Timeout war bei den Genfern nur noch Resignation zu sehen. Der Trainer und die Spieler sprachen kaum noch ein Wort. Die ersten Chancen zum Matchgewinn liess Näfels noch aus. Wenig später war Schluss. Chênois patzerte einmal mehr und so ging dieser einseitige Satz klar mit 25:15 an die Glarner. Näfels steht damit im Halbfinal des Cups. Gegner ist Lausanne UC am nächsten Sonntag. Die Mannschaft hofft, dass erneut viele Fans die Reise nach Lausanne mit dem Bus mitmachen und sie so toll unterstützen wie in Genf.
Spieler strahlen um die Wette
Alle waren sehr zufrieden nach diesem Sieg. Ein glücklicher Andy Sutter: "Nach meiner Einwechslung hatte ich nichts zu verlieren. Am Anfang war ich noch etwas verkrampft, hatte zu grossen Respekt. Doch danach lief es gut." Strahlend auch Samuel Büschi, der sein wohl bestes Spiel bei Näfels zeigte: "Wir wurden von unserem Trainer sehr gut vorbereitet. Es war sensationell, wie wir auf diesen Gegner eingestellt waren. Deshalb waren wir oft in der Lage, die Angriffe des Gegners zu bremsen."
Stolzer Trainer
Trainer Serramalera war sehr stolz auf die Leistung seines Teams. "Wir haben heute sehr gut gespielt. Wie die Mannschaft den Ausfall von Osias in einer heiklen Situation wegsteckte, war unglaublich." Er lobte vor allem Roman Sutter, der nach seiner Einwechslung seine Aufgabe mit viel Vertrauen wahrnahm, aber auch Andy Sutter, Marco Bär und Rafa, der als wahrer Captain auftrat und die Mannschaft führte.
Chênois' Coach Georgiou sah den Grund der Niederlage vor allem bei Näfels Stärke: "Näfels war heute aggressiver als wir, servierte und blockte besser. Dazu kam, dass wir mit Asmar und Grün auf zwei wichtige Teamstützen verzichten mussten."
Matchtelegramm
centre sportif Sous-Moulin, Genf, Sonntag 14.1.2007, 16:00
Zuschauer: 580
Spieldauer: 94 Minuten
CS Chênois – Seat Volley Näfels 1:3 (23:25, 25:23, 22:25, 15:25)
CS Chênois: Wälchli (Libero), Grabowski, Warynski (Passeur), Fellay, Francini, Abramoff, Cuko, Frohlicfffh, Aeschlimann, Abramov, Dronsart, Trainer: Yilmaz
Seat Volley Näfels: Bär (Passeur), Rafa (Captain), Werner (Libero), Andy Sutter, Roman Sutter, Obeid, Tonga, Osias, Büschi; Bedrac, Trainer: Juan-Manuel Serramalera (ARG)
Schiedsrichter: Hefti, Villiger



























































































