Freitag, 14. Februar 2025; 12:50
NLA

Passeur sichert Näfels den Zusatzpunkt

Von: bom/su

Das jüngste Derby zwischen Volley Näfels und dem TSV Jona erinnert stark an das vorherige. Wieder geht es über die volle Distanz, und wieder gewinnen die Glarner. Diesmal dank einer Serviceserie ihres Zuspielers.


Das erste Saisonduell hatte Näfels gegen Jona noch klar mit 3:0 gewonnen. Im zweiten war das Team vom Obersee dann ganz nahe dran. Die 200 Zuschauenden, die am Dienstagabend den Weg ins Joner Grünfeld fanden, durften also gespannt sein, wie die jüngste Auflage des Derbys ausgehen würde, diesmal im Rahmen der Finalrunde statt der Qualifikation der NLA. 
Von Beginn an nahmen beide Teams volles Risiko am Service. Denn sobald eine Mannschaft den Service kontrollieren konnte, machten die beiden Zuspieler Samson Olsen und Gabriel Chancy jeweils das Spiel für ihre Equipe schnell. Zum Ende eines ausgeglichenen ersten Satzes machten die Joner drei kostspielige Angriffsfehler in Folge, was Näfels schliesslich zum 25:21-Satzgewinn ausnutzte. 

Joner legen zum 2:1 vor 
An Spannung kaum zu überbieten war der zweite Durchgang. Nach gutem Start der Joner drehte Näfels den Satz vom 11:17 zum 19:18. Es folgte ein Schlagabtausch auf höchstem Niveau, den schlussendlich die Gastgeber mit 30:28 gewinnen konnten. Darauf blieben die Näfelser im dritten Durchgang eine Reaktion schuldig. Im gesamten Satzverlauf führte Jona – und sicherte sich den Satz klar mit 25:19. Im Anschluss kam dann aber die Reaktion der Glarner. Sie holten sich den Satz mit 25:20 und erzwangen damit das Tiebreak. 

Grosse Wende
In diesem erwischten die Gäste einen schlechten Start und sahen sich beim Seitenwechsel mit einem 5:8-Rückstand konfrontiert. Dann folgte der grosse Auftritt von Näfels-Zuspieler Chancy. Dank seiner wuchtigen Sprungaufschläge stellte er den Spielstand fast im Alleingang auf den Kopf. Vom 7:12 zum 15:12 servierte er die Joner vom Feld – und sicherte seiner Mannschaft damit nicht nur den Sieg, sondern sich selber auch noch den Titel als bester Spieler der Partie. 

Stimmen
Auf seine imposante Serviceserie angesprochen, sagte der Kanadier nach dem Spiel: «Ich war ein bisschen verärgert über unseren Auftritt. Also ging ich an die Grundlinie und haute einfach so hart es ging drauf. Zum Glück hat es funktioniert.» Jona-Trainer Johann Verstappen hingegen war konsterniert: «Wir spielen gutes Volleyball, die Jungs müssen sich endlich selber dafür belohnen.» 


Zur Fotogalerie:


Matchtelegramm

Jona – Näfels 2:3 (21:25, 31:29, 25:19, 20:25; 12:15) 

Grünfeld. – 200 Zuschauende.

Schiedsrichter: Kälin/Hefti. – Spieldauer: 115 Minuten. 


TSV Jona: Schmid (Libero); Olsen, Caviezel, Süess, Lange, Lauener, Margot; Weiss, Ablondi, Plizga, Clement, Licka, Fuchs. 

Volley Näfels: Peter (Libero), Chancy, Corzo, Giustiniano, Broch, Nikolov, Campbell; Schwitter, Schmid, Bogdanovski, Bartholet

 

TSV Jona – Volley Näfels: 2:3 (21:25: 31:29, 25:19, 20:25, 12:15)

Matchwinner und Best Player: Gabriel Chancy

Spannendes, umkämpftes Derby, wie hier bei Jonas Peters spektakulärer Flugeinlage

Fast alle freuen sich, einer aber scheint schlecht gelaunt zu sein

Als die Jungen im vierten Satz ins Spiel kamen, war ein anderes Näfels zu sehen

Bangen und Hoffen auf der Bank, doch Gabriel Chancy liefert im Tie-Break mit seinem siebten, druckvollen Service in Folge