Offenes Ostschweizer Derby zwischen Volley Näfels und Amriswil
Das Derby zwischen Leader Volley Näfels und dem ewigen Rivalen Volley Amriswil verspricht viel Spannung. Beide Teams liessen ihre Klasse in den letzten Wochen immer wieder aufblitzen. Ein alter und bestens Bekannter Ur-Amriswiler mit Näfelser Vergangenheit wird jedoch bei diesem Spiel fehlen.
„Das wir ein hartes Spiel“, meinte Captain Thomy Büsser im Vorfeld des Ostschweizer Derbys zwischen Näfels und Amriswil. Er erwartet ein enges und ausgeglichenes Spiel, bei dem beide Teams sich sehr kämpferisch zeigen werden und macht gleich selber die erste Kampfansage: „Ein Sieg liegt drin.“
Vieles wir in diesem Spiel davon abhängen, wie die bei Näfels Service und die Annahme funktionieren werden. In beiden Sparten zeigten die Glarner zuletzt gegen LUC und Lutry schwankende Leistungen. Büsser bestätigt diese Beobachtung und sagt: „Wir haben gesehen und erfahren, wie schnell dies ging und unser Spiel auseinanderfiel.“ Aber er weist auch darauf hin, dass die beiden Annahmespieler Pulko und Kankaanpää in der Regel sehr gute Leistungen zeigten und er deshalb keine Gefahr sehe, ausser einer der beiden würde nicht fit sein oder sich gar verletzen.
Marco Bär, der Abwesende
Gut im Strumpf zeigte sich zuletzt auch Amriswil. Im Spiel gegen den grossen Meisterschaftsfavoriten Lugano setzte es zwar eine 1:3 Niederlage ab, aber Amriswil spielte stark und überzeugte. Der ehemalige Amriswiler Captain Marco Bär meinte, dass für Amriswil in diesem Spitzenkampf ein Punktgewinn drin gelegen wäre. Dieser Marco Bär, der Näfels in der Saison 2006/07 als Passeur zum Double führte, wird erstmals seit 2001 ein Derby aus medizinischen Gründen nicht selbst miterleben. Er liess sich nach der letzten Saison an beiden Hüften operieren und musste sich vom Spitzenvolleyball verabschieden. Seit zwei Wochen kann er zwar wieder voll trainieren und in der NLB mit Amriswil 2 spielen. Aber er vermisst die NLA: „Mir fehlen die NLA Spiele, die Gegner, die Zuschauer und das gute Niveau“.
Er erinnert sich sehr gerne an das Jahr mit Näfels: „Dies war meine erste Profisaison. Es war cool, ein Superumfeld und mit Serramalera hatte ich einen Supertrainer, von dem ich sehr viel lernte.“ Persönlich hat er immer noch Kontakt zu einigen Glarnern, so zum Beispiel zu den Näfelser Urgesteinen Marco Gygli, Dani Werner und Ivan Bedrac.
Gibt es eine Serviceschlacht
Bisher sah Marco Bär einige Spiele seiner Amriswiler Kollegen als Zaungast oder Fernsehkommentator. Und was er von Volley Amriswil sah, hat ihm gut gefallen. Besonders aufgefallen ist ihm der Aussenangreifer Dante, da dieser Ruhe und Erfahrung ins Team bringe. Doch Bär relativiert sofort und ergänzt: „Amrsiwil überzeugte bisher als Team, obwohl es wieder eine neu zusammengewürfelte Truppe ist.“ Auch er erwartet am Samstag wie immer ein hart umkämpftes Spiel und meint, dass es auch eine Serviceschlacht werden könnte. Doch den entscheidenden Punkt sieht er anderswo: „Der Schlüsselfaktor für den Ausgang des Spiels wird Amriswil Diagonalspieler Santiago Alavarez sein. Wenn er gut spielt, dann sieht es auch gut für Amriswil aus.“
Volley Näfels – Volley Amriswil
1.12.2012, 16:00, lintharena sgu
1. SR: Schürmann Philippe
2. SR: Wolf Christian



























































































