Offener Cup-Final zwischen Biogas Volley Näfels und Lausanne UC
Der heutige Final im Swiss Volley Cup zwischen Biogas Volley Näfels und Lausanne UC ist für die Glarner der Saison-Höhepunkt. Die Chancen auf den Sieg stuft Trainer Polak als Fifty-Fifty ein. Trotzdem, der Glaube alleiniger Rekord-Cupsieger zu werden ist deutlich spürbar.
„Niemand geht an einen Cup-Final mit dem Ziel, dort Zweiter zu werden“, sagt Präsident Martin Landolt zur Ausgangslage vor dem heutigen Endspiel zwischen Biogas Volley Näfels und Lausanne UC in der ausverkauften St.-Leonhard-Halle in Fribourg. Dessen ungeachtet ist der Druck siegen zu müssen für Näfels heute weniger gross und belastend als auch schon in dieser Saison, obwohl die Hoffnungen auf ein Sieg klar zum Ausdruck kommen. Teammanager Ruedi Gygli beschreibt es so: „Als Saisonziel setzten wir uns einen Titel. Ein Cup-Final muss für alle Spieler ein Highlight sein. Jeder will gewinnen!“
Adrenalin…
Auch Martin Landolt äussert sich über den vorhandenen Druck auf das Team in derselben Richtung: „Der Cup ist das Ziel, das sieht mit Sicherheit auch jeder einzelne Spieler so. Da muss niemand Druck aufsetzen - ein Cup-Final ist purer Druck. Und am Schluss gewinnt jene Mannschaft, welche diesen Druck besser in Adrenalin umwandeln kann. Genau darin besteht die Faszination von Volleyball.“
Die Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt liefen gut. Trainer Dalibor Polak hat den Trainingsrhythmus nicht verändert. „Wir trainierten hart, aber gut“, erzählte der Tscheche. Um den Spielrhythmus wie in den Pre-Play-offs hoch zu halten, organisierte er am Mittwoch ein internes Trainingsspiel. Dabei gab es Unterstützung durch Libero Olivier Müller aus der zweiten Mannschaft und von Polaks Landsmann Matej Prajzler, dem Mittelblocker des VBC Einsiedeln. So konnten zwei vollständige Teams gegeneinander antreten.
…und Herz werden entscheiden
Angesprochen auf die Frage nach dem Druck antwortet Dalibor Polak: „Es ist die einzige Chance für uns auf einen Titel. Trotzdem dürfen wir uns selber nicht zu viel Druck aufsetzen. Wir haben in diesem Spiel dieselben Chancen wie Lausanne. In der Vorrunde schlugen sie uns zweimal – wir gewannen in den Pre-Playoffs zweimal. Aber vor allem der Sieg daheim im SGU darf man nicht zu stark gewichten, da spielte LUC ohne Jovan Djokic. Aber wir gehen nach Fribourg um den Cup zu gewinnen.“ Polak ist überzeugt, dass am Ende die Tagesform und die Einstellung den Ausschlag über Sieg und Niederlage geben werden. „Für uns heisst es mit Herz zu kämpfen. Ich bin überzeugt, dass am Ende jenes Team den Pokal in die Höhe stemmen wird, dessen Siegeswille grösser sein wird, nur gut zu spielen reicht nicht“, blickt er voraus.
Erinnerungen wecken
Die beiden Teams kennen sich sehr gut. Überraschungen in taktischer Hinsicht wird es kaum geben. Doch Goerges-André Carrel, der Trainer von Lausanne UC, ist ein sehr erfahrener Fuchs und wer weiss, vielleicht zaubert er etwas aus dem Ärmel, das niemand erwartet. Wie auch immer, ein Cup-Final ist immer etwas sehr Spezielles, ein Wettkampf mit eigenen Gesetzen. So gehören Überraschungen zur Geschichte des Cups. Das war auch vor zwei Jahren so. Damals stieg Biogas Volley Näfels als klarer Aussenseiter gegen das grosse Lugano in die Arena in Bern – doch am Ende jubelten die Glarner. Vielleicht sind es die Erinnerungen, welche Ehrat, Gygli, Martinez, Milanez und Sutter an dieses Highlight immer noch mit sich tragen, die Biogas Volley Näfels den nötigen Schub verleihen, um zum neunten Mal den Cup ins Glarnerland zu holen.
Das Schlusswort gehört Captain Marco Gygli: „Dieser Cup-Final ist ein Höhepunkt für uns alle. Die Stimmung ist super und die Trainings gut. Wir sind alle bereit und hoffen auf ein tolles Spiel mit grosser Unterstützung unserer Fans. Dies wird uns beflügeln!“
Cornèrcard Volley Cup Final: Biogas Volley Näfels – Lausanne UC
St.-Leonhard-Halle, Fribourg, Samstag 2. April 2016, 17:00 h



























































































